Drake-Gleichung-Rechner

Schätze anhand von sieben astronomischen und biologischen Annahmen, wie viele nachweisbare, kommunizierende Zivilisationen in der Milchstraße existieren könnten.

Galaktische Zivilisationen schätzen
Gib jeden Faktor der Drake-Gleichung als nicht negativen Wert ein. Anteile sind Dezimalzahlen zwischen null und eins.

Über die Drake-Gleichung

Die Drake-Gleichung ist ein Rahmen zur Abschätzung der Zahl technologisch kommunizierender Zivilisationen, die derzeit in der Milchstraße nachweisbar sein könnten. Der Astronom Frank Drake stellte sie 1961 vor, um eine wissenschaftliche Diskussion über die Suche nach außerirdischer Intelligenz zu strukturieren. Sie beansprucht nicht, eine bekannte Anzahl vorherzusagen. Stattdessen zerlegt sie eine riesige Frage in sieben kleinere Größen, die Astronomie, Planetenforschung, Biologie und Sozialwissenschaften getrennt diskutieren können. Die ersten drei Faktoren sind überwiegend astronomisch. Die Sternentstehungsrate beschreibt, wie viele geeignete Sterne jährlich entstehen. Der Planetenanteil ist der Anteil dieser Sterne mit Planeten, während der Faktor bewohnbarer Planeten die durchschnittliche Zahl potenziell lebensfreundlicher Welten pro Planetensystem angibt. Moderne Exoplanetensurveys haben das Wissen über diese Größen stark verbessert, auch wenn die Definition von Bewohnbarkeit unsicher bleibt. Die nächsten drei Faktoren betreffen Leben und Technik. Sie stehen für den Anteil bewohnbarer Welten, auf denen Leben beginnt, den Anteil belebter Welten, auf denen Intelligenz entsteht, und den Anteil intelligenter Arten, die nachweisbare Kommunikation entwickeln. Die Erde liefert nur ein Beispiel, daher bleiben diese Werte spekulativ. Gib Anteile als Dezimalzahlen ein: Zehn Prozent sind beispielsweise 0.1 und ein Prozent 0.01. Der letzte Faktor, die kommunikative Lebensdauer, misst, wie lange eine Zivilisation Signale oder andere über interstellare Entfernungen nachweisbare Hinweise aussendet. Da die vorherigen Faktoren eine jährliche Entstehungsrate kommunizierender Zivilisationen ergeben, wandelt die Multiplikation mit der Lebensdauer diese in die zu einem Zeitpunkt erwartete Anzahl um. Dieser Faktor kann das Ergebnis dominieren: Eine zehntausend Jahre nachweisbare Gesellschaft trägt hundertmal mehr zur Schätzung bei als eine nur hundert Jahre nachweisbare. Nutze den Rechner zur Szenarioanalyse, nicht als endgültige Bestandsaufnahme. Probiere konservative, mittlere und optimistische Annahmen und ändere dann jeweils einen Faktor, um seinen Einfluss zu sehen. Alle Faktoren werden miteinander multipliziert. Halbierst du einen beliebigen Eingangswert, halbiert sich das Endergebnis. Ein Wert unter eins ist als Erwartungswert über viele mögliche Galaxien oder Epochen sinnvoll; er bedeutet nicht, dass ein Bruchteil einer Zivilisation existiert.

Beispiele zur Drake-Gleichung

AnnahmenSchätzungEinordnung
1.5 × 0.5 × 2 × 0.1 × 0.01 × 0.1 × 10,0001.5Ein konservatives Szenario ergibt etwa eine oder zwei nachweisbare Zivilisationen.
3 × 1 × 2 × 0.5 × 0.2 × 0.5 × 10,0003,000Optimistische biologische Anteile und eine lange Lebensdauer erhöhen die Schätzung stark.
2 × 0.8 × 1 × 0.2 × 0.05 × 0.2 × 1,0003.2Mittlere Annahmen deuten auf wenige zeitgleich kommunizierende Zivilisationen hin.

So verwendest du den Drake-Gleichung-Rechner

  1. Gib die jährliche Entstehungsrate geeigneter Sterne für Planetensysteme ein.
  2. Gib jeden Planeten-, Lebens-, Intelligenz- und Kommunikationsanteil als Dezimalzahl ein.
  3. Trage die mittlere Zahl bewohnbarer Planeten und die nachweisbare Lebensdauer in Jahren ein.
  4. Wähle Zivilisationen berechnen und vergleiche das Ergebnis mit anderen Annahmen.

Häufige Fragen zur Drake-Gleichung

Ist die Drake-Gleichung wissenschaftlich genau?

Die Gleichung ist mathematisch gültig, aber mehrere Eingaben sind kaum bekannt. Ihr Hauptwert liegt darin, prägende Annahmen sichtbar zu machen und die wissenschaftliche Diskussion zu lenken.

Kann das Ergebnis kleiner als eins sein?

Ja. Ein Wert unter eins ist ein erwarteter Durchschnitt. Er deutet darauf hin, dass nachweisbare Zivilisationen räumlich selten sind oder sich zeitlich nicht überschneiden.

Warum sind die meisten Eingaben Anteile?

Jeder Anteil verkleinert die vom vorherigen Faktor erzeugte Population. Gib 25 Prozent als 0.25 statt als 25 ein, damit die vorgesehene Skala erhalten bleibt.

Was bedeutet kommunikative Lebensdauer?

Sie ist der Zeitraum, in dem eine Zivilisation Hinweise erzeugt, die eine andere nachweisen könnte. Sie muss nicht der gesamten Lebensdauer der Zivilisation entsprechen.

Sind Zivilisationen außerhalb der Milchstraße enthalten?

Nein. Die Standardgleichung verwendet die Sternentstehungsrate der Milchstraße und schätzt nur Zivilisationen in unserer Galaxie.