Braden-Score-Rechner

Addieren Sie die sechs Bereiche der Braden-Skala und bestimmen Sie eine Dekubitus-Risikokategorie für die klinische Beurteilung.

Beurteilung mit der Braden-Skala
Geben Sie die dokumentierten Bereichswerte ein. Fünf Bereiche verwenden 1 bis 4 Punkte, Reibung und Scherkräfte 1 bis 3.

Über die Braden-Skala

Die Braden-Skala ist ein strukturiertes klinisches Assessment zur Einschätzung des Dekubitusrisikos. Sie ordnet Beobachtungen sechs Bereichen zu: sensorisches Empfindungsvermögen, Feuchtigkeit, Aktivität, Mobilität, Ernährung sowie Reibung und Scherkräfte. Niedrigere Werte stehen für stärkere Druckbelastung oder eine geringere Fähigkeit, darauf zu reagieren. Das Instrument unterstützt eine umfassende Hautbeurteilung und fachliche Einschätzung, ersetzt sie aber nicht. Das sensorische Empfindungsvermögen beschreibt die Fähigkeit, druckbedingtes Unbehagen wahrzunehmen und angemessen darauf zu reagieren. Feuchtigkeit berücksichtigt, wie oft die Haut Schweiß, Urin, Wundsekret oder anderer Nässe ausgesetzt ist. Aktivität erfasst das Ausmaß körperlicher Bewegung, von Bettlägerigkeit bis zu häufigem Gehen. Mobilität beurteilt die Fähigkeit, die Körperposition selbstständig zu verändern und zu kontrollieren. Ernährung spiegelt die übliche Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme wider. Reibung und Scherkräfte erfassen das Risiko, wenn Haut an einer Oberfläche reibt oder der Körper im Bett oder Stuhl rutscht. Die ersten fünf Bereiche werden mit eins bis vier Punkten bewertet, Reibung und Scherkräfte mit eins bis drei. Die Summe liegt zwischen 6 und 23. Übliche Kategorien ordnen 9 oder weniger als sehr hohes Risiko ein, 10 bis 12 als hohes, 13 bis 14 als mittleres, 15 bis 18 als leichtes und 19 bis 23 als minimales Risiko. Einrichtungen können andere Grenzwerte verwenden oder sie für bestimmte Gruppen anpassen; lokale Vorgaben haben daher Vorrang. Ein Score ist eine Momentaufnahme. Akute Erkrankung, Sedierung, Operation, Kreislaufveränderungen, Fieber, Inkontinenz, Appetit, Medizinprodukte und Mobilität können das Risiko rasch ändern. Die Häufigkeit der Neubewertung sollte sich nach Versorgungsbereich und Patientenzustand richten. Präventionspläne können regelmäßige Positionswechsel, druckverteilende Unterlagen, Fersenschutz, Feuchtigkeitsmanagement, Ernährungsunterstützung, Produktkontrollen sowie Patienten- oder Angehörigenschulung umfassen. Dieser Rechner addiert lediglich die Punkte und zeigt eine übliche Kategorie an. Er wählt keine Bereichswerte, diagnostiziert keinen Dekubitus und verordnet keine Pflege. Fachkräfte sollten die Haut inspizieren, jeden Einzelwert begründen und dokumentieren, individuelle Risiken auch bei günstigem Gesamtwert berücksichtigen und neue Verfärbungen, Schmerzen, Wärme, Gewebeveränderungen oder Hautdefekte gemäß klinischem Protokoll weiterleiten und abklären lassen.

Beispiele für Braden-Scores

Sechs BereichswerteGesamtwert und KategorieEinordnung
1, 2, 1, 1, 2, 18, sehr hohes RisikoSchwere Einschränkungen in mehreren Bereichen führen zu einem niedrigen Gesamtwert.
3, 3, 2, 3, 3, 216, leichtes RisikoMehrere teilweise Einschränkungen erfordern weiterhin eine Präventionsplanung.
4, 4, 4, 4, 4, 323, minimales RisikoDie Höchstbewertung in jedem Bereich ergibt den höchsten Gesamtwert.

So berechnen Sie den Braden-Score

  1. Beurteilen Sie sensorisches Empfindungsvermögen, Feuchtigkeit, Aktivität, Mobilität und Ernährung anhand der validierten Bereichsbeschreibungen.
  2. Beurteilen Sie Reibung und Scherkräfte anhand der dreistufigen Skala.
  3. Geben Sie für jeden Bereich einen dokumentierten ganzzahligen Wert ein.
  4. Wählen Sie Braden-Score berechnen und vergleichen Sie das Ergebnis mit Ihrem lokalen Pflegestandard.

Häufige Fragen zum Braden-Score

Welchen Wertebereich hat der Braden-Score?

Der Gesamtwert reicht von 6 bis 23. Ein niedrigerer Wert weist im Allgemeinen auf ein höheres Dekubitusrisiko hin.

Warum enden Reibung und Scherkräfte bei drei Punkten?

Die validierte Braden-Skala definiert für diesen Bereich drei Bewertungen, für die anderen fünf jeweils vier. Der Rechner behält diese Struktur bei.

Wie oft sollte die Beurteilung wiederholt werden?

Das hängt vom Versorgungsbereich, Zustand und lokalen Vorgaben ab. Bewerten Sie bei klinischen Veränderungen erneut, da sich das Risiko rasch ändern kann.

Schließt ein hoher Score einen Dekubitus aus?

Nein. Ein Gesamtwert ersetzt keine direkte Hautinspektion und berücksichtigt nicht jedes Medizinprodukt und jeden individuellen Faktor.

Können Patienten den Rechner zu Hause nutzen?

Die Addition steht allen offen, doch die Vergabe der Bereichswerte erfordert validierte Kriterien und klinischen Kontext. Bei Verdacht auf Hautschäden ist eine qualifizierte Fachkraft hinzuzuziehen.