Rechner für Wurfexperimente
Berechne Geschwindigkeitskomponenten, Wurfweite, maximale Höhe und Flugzeit für einen Wurf mit gleicher Abwurf- und Landehöhe.
Über Wurfexperimente
Beispiele für Wurfexperimente
Vorhersagen für typische Einstellungen liefern Referenzwerte für eine Versuchstabelle.
| Versuchseinstellungen | Ideale Vorhersage | Versuchsinterpretation |
|---|---|---|
| 20 m/s bei 45°, g 9.80665 m/s² | Zeit 2.8842 s; Weite 40.7886 m; Höhe 10.1972 m | Die horizontale und vertikale Anfangskomponente betragen jeweils 14.1421 m/s. |
| 10 m/s bei 30°, g 10 m/s² | Zeit 1 s; Weite 8.6603 m; Höhe 1.25 m | Eine gerundete Schwerebeschleunigung ergibt handliche Werte für den Unterricht. |
| 10 m/s bei 60°, g 10 m/s² | Zeit 1.7321 s; Weite 8.6603 m; Höhe 3.75 m | Die komplementären Winkel 30 und 60 Grad ergeben dieselbe ideale Weite, aber unterschiedliche Flugbahnen. |
So planst du ein Wurfexperiment
- Miss oder wähle die Anfangsgeschwindigkeit und den Abwurfwinkel relativ zu einer waagerechten Referenz.
- Prüfe, ob Abwurfpunkt und Landefläche auf derselben Höhe liegen.
- Gib Geschwindigkeit, Winkel und passende Schwerebeschleunigung in die beschrifteten Felder ein.
- Wähle Experiment berechnen und notiere die idealen Vorhersagen, bevor du wiederholte Messungen durchführst.
- Vergleiche die gemessenen Mittelwerte mit der Vorhersage und nenne Unsicherheiten sowie wahrscheinliche Fehlerquellen.
Häufige Fragen zum Wurfexperiment
Warum müssen Abwurf- und Landehöhe gleich sein?
Der Rechner verwendet die symmetrische Flugzeitformel 2vy / g. Bei unterschiedlichen Höhen muss stattdessen die vollständige Gleichung für die vertikale Position gelöst werden.
Wie lässt sich die Anfangsgeschwindigkeit messen?
Bei Lichtschranken wird der bekannte Abstand durch die Durchlaufzeit geteilt. Mit einem kalibrierten Video lassen sich Positionen aufeinanderfolgender Bilder anpassen. Wiederholte Messungen helfen, zufällige Schwankungen zu quantifizieren.
Warum haben Komplementärwinkel dieselbe ideale Wurfweite?
Bei gleicher Start- und Landehöhe ist die Wurfweite proportional zu sin 2θ. Komplementärwinkel liefern denselben Sinuswert; der steilere Wurf erreicht jedoch eine größere Höhe und bleibt länger in der Luft.
Wie sollten gemessene und vorhergesagte Wurfweite verglichen werden?
Nutze den Mittelwert wiederholter Weitenmessungen und gib prozentuale Differenz sowie Messunsicherheit an. Eine Differenz unterhalb der Messunsicherheit deutet nicht unbedingt auf ein bedeutsames Versagen des Modells hin.
Warum weichen Versuchsergebnisse von der Theorie ab?
Häufige Ursachen sind Luftwiderstand, Drall, Schwankungen der Abschussvorrichtung, ungenaue Winkelausrichtung, verzögerte Zeitmessung und ungleiche Höhen. Systematische Fehler sollten untersucht und nicht durch Mittelwertbildung verdeckt werden.