Medizinischer Strahlendosis-Rechner

Schätzen Sie die medizinische Strahlendosis anhand von Dosisleistung, Expositionszeit, Quellenabstand und Abschirmung.

Strahlendosis abschätzen
Berücksichtigen Sie Expositionsdauer, Abstandsquadratgesetz und materialbedingte Schwächung.

Über medizinische Strahlendosis-Schätzungen

Die Strahlendosis beschreibt die durch ionisierende Strahlung deponierte Energie. Die Äquivalentdosis berücksichtigt zusätzlich die unterschiedliche biologische Wirksamkeit der Strahlenarten. Dieser Rechner geht von einer Dosisleistung in Milligray pro Stunde aus und multipliziert sie mit der Expositionszeit. Anschließend wird der Abstand nach dem Abstandsquadratgesetz angepasst: Die Dosisintensität einer idealen Punktquelle ändert sich mit dem Quadrat des Verhältnisses von Referenzabstand zu tatsächlichem Abstand. Abschließend wird die Energiedosis mit einem ausgewählten Strahlungs-Wichtungsfaktor multipliziert, um eine vereinfachte Äquivalentdosis in Millisievert zu schätzen. Für Röntgen- und Gammastrahlung beträgt der Strahlungs-Wichtungsfaktor eins. Eine gleichmäßige Ganzkörper-Energiedosis in mGy hat in diesem vereinfachten Modell daher denselben Zahlenwert wie eine Äquivalentdosis in mSv. Für Alphateilchen wird der Faktor 20 verwendet. Die Neutronenwichtung ist stark energieabhängig; dieser Lernrechner verwendet einen allgemeinen Faktor von 10 und kennzeichnet ihn entsprechend. Er sollte nicht verwendet werden, wenn ein einrichtungsspezifisches Energiespektrum oder Dosimetrieprotokoll einen geeigneteren Faktor vorgibt. Auch das Abstandsquadratgesetz ist eine Näherung. Es gilt am besten für eine ungehinderte Punktquelle im freien Raum. Medizinische Bildgebungssysteme, Therapiestrahlen, Kollimation, Schwächung, Streuung, Abschirmung, Patientengeometrie, Feldgröße und Quellenform können das tatsächliche Dosisverhalten erheblich verändern. Eine gemessene Dosisleistung gilt nur für die Bedingungen und den Ort ihrer Bestimmung. Verwenden Sie diesen Rechner nicht als Ersatz für ein kalibriertes Strahlungsmessgerät, ein Personendosimeter, einen Dosisbericht des Scanners, ein Bestrahlungsplanungssystem oder die Berechnung eines Medizinphysikers. Energiedosis, Äquivalentdosis und effektive Dosis hängen zusammen, sind aber nicht austauschbar. Die effektive Dosis berücksichtigt zusätzlich Gewebe-Wichtungsfaktoren und dient vor allem Strahlenschutzvergleichen auf Bevölkerungsebene, nicht der Vorhersage individueller Folgen. Die angezeigte Äquivalentdosis-Schätzung setzt voraus, dass die eingegebene Energiedosis für das exponierte Gewebe relevant ist, und modelliert keine Gewebeverteilung. Medizinischer Nutzen, Organempfindlichkeit, Alter, Schwangerschaft, wiederholte Verfahren und Unsicherheit müssen gesondert betrachtet werden. Nutzen Sie das Werkzeug für Unterrichtsbeispiele, grobe Sicherheitsplanung oder einfache Zeit- und Abstandsrechnungen. Klinische Entscheidungen zu Bildgebung und Therapie müssen optimierten Protokollen und dem ALARA-Prinzip folgen. Fragen zu beruflicher Exposition, Schwangerschaft, ungewöhnlichen Vorfällen oder Patientendosen sollten an einen Strahlenschutzbeauftragten, Radiologen oder qualifizierten Medizinphysiker gerichtet werden.

Beispiele zur Strahlendosisberechnung

ExpositionsszenarioGeschätzte DosisAnpassung
Röntgenstrahlung, 2 mGy/h für 3 h, von 1 m auf 1 m6 mGy; 6 mSvUnveränderter Abstand und Wichtungsfaktor 1.
Neutronen, 8 mGy/h für 0.5 h, von 1 m auf 2 m1 mGy; 10 mSvDer Abstand viertelt die Dosis; allgemeiner Wichtungsfaktor 10.
Alphastrahlung, 0.5 mGy/h für 2 h, von 1 m auf 1 m1 mGy; 20 mSvUnveränderter Abstand; Wichtungsfaktor 20.

So schätzen Sie die Strahlendosis

  1. Wählen Sie die Strahlenart und prüfen Sie, ob ihr Wichtungsfaktor zum Szenario passt.
  2. Geben Sie Dosisleistung und Expositionsdauer in den angezeigten Einheiten ein.
  3. Geben Sie den Messabstand der Dosisleistung und den tatsächlichen Expositionsabstand ein.
  4. Wählen Sie Strahlendosis berechnen und interpretieren Sie die Schätzung unter Beachtung der genannten Grenzen.

Häufig gestellte Fragen

Was ist das Abstandsquadratgesetz?

Bei einer idealen Punktquelle ist die Intensität umgekehrt proportional zum Quadrat des Abstands. Ein doppelter Abstand reduziert die Intensität daher auf ein Viertel.

Was ist der Unterschied zwischen mGy und mSv?

Milligray misst die absorbierte Energie pro Masse. Millisievert bezeichnet je nach Zusammenhang strahlungs- oder gewebegewichtete Strahlenschutzgrößen.

Warum ist der Neutronenfaktor nur näherungsweise gültig?

Die biologische Wirksamkeit von Neutronen hängt von ihrer Energie ab. Fachliche Berechnungen verwenden energieabhängige Faktoren und, sofern verfügbar, gemessene Spektren.

Lässt sich damit die effektive Dosis eines CT-Patienten berechnen?

Nicht zuverlässig. Die CT-Dosis erfordert Scannerkennwerte, Anatomie, Protokoll, Umrechnungskoeffizienten und häufig spezielle Dosimetriesoftware.

Ersetzt dies die Strahlungsüberwachung?

Nein. Nutzen Sie für reale Expositionsentscheidungen kalibrierte Geräte, zugelassene Dosimetrie, Einrichtungsprotokolle und qualifizierte Strahlenschutzfachkräfte.