EDD-Rechner – voraussichtlicher Entbindungstermin
Schätzen Sie den Geburtstermin anhand letzter Periode, Empfängnis oder Ultraschalldatierung.
Über voraussichtliche Entbindungstermine
Der voraussichtliche Entbindungstermin, kurz EDD im Englischen, bietet einen einheitlichen Bezugspunkt für Schwangerschaftsverlauf und Vorsorgeplanung. Üblicherweise wird die Schwangerschaft mit 40 Wochen oder 280 Tagen ab dem ersten Tag der letzten Periode datiert. Bei einem typischen 28-Tage-Zyklus beginnt die Zählung etwa zwei Wochen vor der Empfängnis. Ist ein verlässliches Empfängnis- oder Eisprungdatum bekannt, werden 266 Tage dazugezählt. Keine Methode sagt den genauen Beginn der Wehen voraus; beide schaffen einen hilfreichen klinischen Zeitrahmen. Die Methode der letzten Periode nutzt die Naegele-Regel und korrigiert nach der durchschnittlichen Zykluslänge. Ein Zyklus über 28 Tagen verschiebt den Termin um die Differenz nach hinten, ein kürzerer nach vorn. Vorausgesetzt wird, dass sich der Eisprung mit der Zykluslänge verschiebt und die angegebene Blutung eine echte, korrekt erinnerte Periode war. Unregelmäßige Zyklen, kürzlich verwendete hormonelle Verhütung, Stillen, frühe Schwangerschaftsblutungen und unsichere Daten können die Schätzung weniger verlässlich machen. Die Ultraschalldatierung verwendet das am Untersuchungstag festgestellte Schwangerschaftsalter. Der Rechner zieht es von 40 Wochen ab und addiert die verbleibenden Tage zum Untersuchungsdatum. Ein früher Ultraschall im ersten Trimester ist meist genauer als spätere Messungen, da natürliche Größenunterschiede der Föten im Verlauf zunehmen. Ärztinnen und Ärzte folgen Leitlinien, um zu entscheiden, ob eine Abweichung die Änderung eines bestehenden Termins rechtfertigt. Bei assistierter Reproduktion wird anhand bekannter Entnahme-, Befruchtungs- oder Embryotransferdaten nach protokollspezifischen Regeln datiert. Nur ein kleiner Teil der Geburten findet am errechneten Tag statt. Der gesunde Zeitraum einer termingerechten Geburt liegt um diesen Termin herum. Die individuelle Betreuung hängt von mütterlicher Gesundheit, fetalem Wachstum, früheren Schwangerschaften, Untersuchungsergebnissen und lokalen Leitlinien ab. Maßgeblich bleibt der vom Vorsorgeteam dokumentierte Termin, besonders wenn er von einem einfachen Rechner abweicht. Wenden Sie sich bei Blutungen, Flüssigkeitsabgang, schmerzhaften Wehen, weniger Kindsbewegungen, starken Kopfschmerzen oder anderen dringenden Sorgen an geburtshilfliches Fachpersonal. Dieser Rechner dient allgemeiner Planung und Information und kann weder Schwangerschaft oder fetale Gesundheit bestätigen noch den Wehenbeginn bestimmen.
Beispiele zur Berechnung des Entbindungstermins
| Datierungsangaben | Voraussichtliche Entbindung |
|---|---|
| Letzte Periode: 1. Januar 2026; 28-Tage-Zyklus | 8. Oktober 2026 |
| Empfängnis: 15. Januar 2026 | 8. Oktober 2026 |
| Ultraschall am 1. März 2026 bei 8 Wochen und 0 Tagen | 11. Oktober 2026 |
So schätzen Sie Ihren Entbindungstermin
- Wählen Sie letzte Periode, bekanntes Empfängnisdatum oder Ultraschalldatierung.
- Geben Sie das Datum sowie Angaben zu Zykluslänge oder Schwangerschaftsalter ein.
- Wählen Sie Geburtstermin berechnen, um die passende klinische Regel anzuwenden.
- Besprechen Sie die Schätzung und abweichende Termine mit Ihrem Vorsorgeteam.
Häufige Fragen
Wie genau ist der voraussichtliche Entbindungstermin?
Er ist eine klinische Schätzung, kein garantierter Geburtstag. Nur ein kleiner Anteil der Babys kommt genau an diesem Tag.
Warum wird ab der letzten Periode gerechnet?
Sie lässt sich oft leichter bestimmen als die Empfängnis und bietet einen standardisierten Beginn. Bei einem typischen Zyklus zählt die Regel etwa zwei Wochen vor der Empfängnis mit.
Kann ein Ultraschall meinen Geburtstermin ändern?
Bei einer nach anerkannten Leitlinien ausreichend großen Abweichung kann ein passend terminierter Ultraschall zu einer ärztlichen Korrektur führen. Früher Ultraschall ist meist am genauesten.
Was ist bei unregelmäßigen Zyklen?
Die Datierung anhand der Periode kann bei unregelmäßigen Zyklen oder unsicheren Blutungsdaten weniger zuverlässig sein. Früher Ultraschall und ärztliche Beurteilung können die Schätzung verbessern.
Ist Empfängnisdatierung dasselbe wie Datierung nach Geschlechtsverkehr?
Nicht unbedingt, denn Spermien können mehrere Tage vor der Befruchtung überleben. Nutzen Sie den Empfängnismodus nur, wenn Eisprung oder Empfängnis zeitlich ausreichend sicher feststehen.