Titrationsrechner

Berechne eine unbekannte Molarität oder ein Volumen aus Titrationsdaten und der Stöchiometrie der ausgeglichenen Reaktion.

Titration berechnen
Wähle die Unbekannte, gib die drei übrigen Messwerte und die Koeffizienten der ausgeglichenen Gleichung ein.

Über Titrationsberechnungen

Bei einer Titration wird eine unbekannte Lösungskonzentration durch Reaktion mit einer Lösung bekannter Konzentration bestimmt. Die bekannte Lösung ist die Maßlösung und wird meist aus einer Bürette zugegeben; die zu bestimmende Substanz in der Probe heißt Analyt. Am Äquivalenzpunkt entsprechen die reagierenden Stoffmengen dem Molverhältnis der ausgeglichenen Reaktionsgleichung. Dieser Rechner stellt diese Beziehung nach Analytmolarität, Analytvolumen, Molarität oder Volumen der Maßlösung um. Er eignet sich für Säure-Base-, Redox- und komplexometrische Titrationen sowie andere Reaktionen mit eindeutigem stöchiometrischem Endpunkt. Die Grundbeziehung vergleicht die Stoffmengen, jeweils geteilt durch den stöchiometrischen Koeffizienten der Spezies. Da Molarität mal Volumen eine zur Stoffmenge proportionale Größe ergibt, dürfen beide Volumina in Millilitern eingesetzt werden, sofern die Einheit übereinstimmt. Die Umrechnungsfaktoren kürzen sich heraus. Koeffizienten müssen aus der ausgeglichenen Reaktion stammen, nicht aus den tiefgestellten Indizes einer chemischen Formel. Bei einer Eins-zu-eins-Reaktion wie Salzsäure mit Natriumhydroxid sind beide Koeffizienten eins. Bei vollständiger Reaktion von Schwefelsäure mit Natriumhydroxid ist der Säurekoeffizient eins und der Basenkoeffizient zwei. Wähle vor der Dateneingabe die gesuchte Größe. Der Rechner blendet deren Eingabe aus und verlangt für alle übrigen Werte positive Zahlen. Gib Molaritäten in Mol pro Liter und Volumina in Millilitern an. Das numerische Ergebnis muss weiterhin anhand der Genauigkeit der experimentellen Messungen interpretiert werden. Bürettenablesung, Endpunkterkennung, Lösungsherstellung, Temperatur und Kalibrierung der Glasgeräte tragen zur Unsicherheit bei, die ein rein rechnerisches Ergebnis nicht beseitigt. Der Äquivalenzpunkt ist der theoretische Punkt, an dem stöchiometrische Mengen umgesetzt wurden. Ein Indikatorfarbumschlag oder ein Gerätesignal kennzeichnet den beobachteten Endpunkt, der leicht abweichen kann. Dieses Werkzeug setzt voraus, dass der gewählte Endpunkt die Äquivalenz genau wiedergibt und die Reaktion vollständig, selektiv und durch die eingegebenen Koeffizienten beschrieben ist. Es berechnet keine vollständige pH-Kurve und wählt keinen Indikator. Bewahre für Laborberichte die Originalbeobachtungen auf, führe übereinstimmende Wiederholungen durch, mittle akzeptable Titrationsvolumina und beachte die Laborregeln zu signifikanten Stellen und Unsicherheit.

Titrationsbeispiele

Diese Beispiele wenden die Äquivalenzbeziehung auf gängige Laborsituationen an.

Bekannte DatenBerechneter WertEinordnung
25 mL Analytlösung, 20 mL Maßlösung mit 0.100 mol/L, 1:1Analyt mit 0.080 mol/LEine Säure-Base-Titration mit einprotoniger Säure.
Analyt mit 0.200 mol/L, 30 mL, Maßlösung mit 0.100 mol/L, 1:2120 mL MaßlösungPro Einheit Analyt reagieren zwei Einheiten Titrant.
Analyt mit 0.150 mol/L, 10 mL, 15 mL Maßlösung, 1:1Maßlösung mit 0.100 mol/LGesucht ist die bei der Einstellung bestimmte Konzentration der Maßlösung.

So verwendest du den Titrationsrechner

  1. Gleiche die Reaktionsgleichung aus und bestimme die Koeffizienten von Analyt und Titrant.
  2. Wähle die zu berechnende Molarität oder das Volumen.
  3. Gib die drei bekannten Messwerte in den angezeigten Einheiten ein.
  4. Gib beide stöchiometrischen Koeffizienten als positive ganze Zahlen ein.
  5. Berechne das Ergebnis und runde es entsprechend deiner experimentellen Genauigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Welche Gleichung nutzt der Titrationsrechner?

Er setzt die Stoffmenge des Analyten geteilt durch dessen Koeffizienten mit der Stoffmenge des Titranten geteilt durch dessen Koeffizienten gleich. Jede Stoffmenge ergibt sich aus Molarität mal Volumen.

Kann ich beide Volumina in Millilitern eingeben?

Ja, solange beide Volumenangaben in Millilitern erfolgen. Die gleichen Umrechnungsfaktoren kürzen sich beim Umstellen der Gleichung heraus.

Wann sind beide Koeffizienten eins?

Verwende eins und eins, wenn ein Mol Analyt mit einem Mol Titrant reagiert. Prüfe dieses Verhältnis stets anhand der ausgeglichenen Gleichung, statt es vorauszusetzen.

Ist der Endpunkt gleich dem Äquivalenzpunkt?

Der Äquivalenzpunkt ist der theoretische stöchiometrische Punkt, der Endpunkt das beobachtete Signal. Ein geeigneter Indikator oder ein Messgerät hält die Abweichung klein, aber nicht zwingend bei null.

Warum müssen alle Eingaben positiv sein?

Molarität, Volumen und stöchiometrische Koeffizienten müssen in diesem Modell größer als null sein. Null oder negative Werte beschreiben nicht die vorgesehene Titrationsbeziehung.