Stickstoff-Protein-Rechner
Gib Probenmasse, gemessene Stickstoffmasse und einen geeigneten Umrechnungsfaktor ein.
Über die Rohproteinanalyse
Rohprotein ist eine Schätzung aus dem Stickstoff, der in Lebensmitteln, Futtermitteln, Pflanzen oder biologischen Proben gemessen wird. Die klassische Kjeldahl-Analyse und moderne Verbrennungsverfahren bestimmen Stickstoff, nicht direkt Proteinmoleküle. Der gemessene Stickstoffanteil wird mit einem Stickstoff-Protein-Faktor multipliziert. Der allgemeine Faktor 6.25 beruht auf der Annahme, dass Proteine etwa sechzehn Prozent Stickstoff enthalten: Hundert geteilt durch sechzehn ergibt 6.25.
Zunächst wird die Stickstoffmasse durch die gesamte Probenmasse geteilt und mit hundert multipliziert. Dieser Stickstoffanteil mal gewähltem Faktor ergibt Rohprotein als Prozentsatz der ursprünglichen Probe. Die Proteinmasse lässt sich direkt aus Stickstoffmasse mal demselben Faktor bestimmen. Bei einer Zehn-Gramm-Probe mit 0.32 Gramm Stickstoff beträgt der Stickstoffanteil 3.2 Prozent; der allgemeine Faktor liefert zwanzig Prozent Rohprotein, entsprechend zwei Gramm.
Das Wort roh ist wichtig. Stickstoff stammt nicht nur aus echten Proteinen, sondern auch aus Nukleinsäuren, Ammoniak, Nitraten, Harnstoff und anderen Nichtproteinverbindungen. Umgekehrt unterscheiden sich Proteine in ihrer Aminosäurezusammensetzung und damit im Stickstoffgehalt. Das Ergebnis ist eine standardisierte analytische Schätzung, keine direkte Messung ernährungsphysiologisch verfügbaren Proteins. Das Verfahren ist verbreitet, weil es reproduzierbar ist und bei einheitlicher Probenvorbereitung, Analysenmethode und gleichem Faktor Vergleiche ermöglicht.
Umrechnungsfaktoren sollten zum Material und Berichtsstandard passen. Der Standardfaktor 6.25 ist bei Mischfutter und allgemeinen Proben üblich; in bestimmten Zusammenhängen werden 6.38 für Milchprotein oder 5.7 für Weizen verwendet. Vorschriften, wissenschaftliche Methoden und Produktspezifikationen können einen bestimmten Faktor verlangen. Ein anderer Faktor kann das berichtete Ergebnis erheblich verändern, obwohl der gemessene Stickstoff gleich bleibt.
Verwende einheitlich Probenmassen auf Trockenmasse- oder Frischmassebasis. Feuchte- und Blindwertkorrektur, Aufschlusswiederfindung, Gerätekalibrierung und Streuung von Wiederholungen liegen außerhalb dieser einfachen Rechnung und sind nach Labormethode zu behandeln. Prüfe vor der Eingabe die Einheiten, bewahre die ursprüngliche Stickstoffmessung auf und berichte den Faktor mit dem Ergebnis. Der Rechner eignet sich zur Rechenkontrolle und Untersuchung von Faktoreinflüssen; amtliche Kennzeichnung und Qualitätssicherung sollten auf validierten Methoden und qualifizierten Labordaten beruhen.
Häufig gestellte Fragen
Warum wird häufig 6.25 verwendet?
Es wird angenommen, dass Protein durchschnittlich sechzehn Prozent Stickstoff enthält. Hundert geteilt durch sechzehn ergibt den Faktor 6.25.
Ist Rohprotein dasselbe wie echtes Protein?
Nein, Rohprotein umfasst auch Stickstoff aus Nichtproteinverbindungen. Es ist eine konventionelle Schätzung auf Basis des gesamten gemessenen Stickstoffs.
Welchen Umrechnungsfaktor sollte ich wählen?
Nutze den Faktor der geltenden Methode, Vorschrift oder Warennorm. Verschiedene Lebensmittel und Futtermittel können unterschiedliche Faktoren erfordern.
Kann ich den Stickstoffanteil statt der Masse verwenden?
Ja, multipliziere den Stickstoffprozentsatz direkt mit dem Faktor. Diese Oberfläche berechnet den Anteil aus eingegebener Proben- und Stickstoffmasse.
Beeinflusst Feuchtigkeit das Ergebnis?
Ja, Ergebnisse auf Frischmasse- und Trockenmassebasis verwenden unterschiedliche Bezugsgrößen. Halte Stickstoff und Probenmasse auf derselben Basis.