Rechner für Zweiphotonenabsorption

Schätze die molekulare Zweiphotonen-Absorptionsrate aus Wirkungsquerschnitt, Laserintensität und Wellenlänge.

Zweiphotonen-Absorptionsrate
Gib einen Wirkungsquerschnitt in Göppert-Mayer-Einheiten und die Bedingungen des einfallenden monochromatischen Lichts ein.

Über Zweiphotonenabsorption

Zweiphotonenabsorption ist ein nichtlinearer optischer Prozess, bei dem ein Molekül innerhalb eines sehr kurzen Zeitintervalls zwei Photonen absorbiert und dadurch einen angeregten Zustand erreicht. Jedes Photon kann ungefähr die Hälfte der Energie tragen, die ein gewöhnlicher Einphotonenübergang benötigt. Bei normaler Beleuchtung ist die Wahrscheinlichkeit äußerst gering. Experimente verwenden deshalb meist stark fokussierte gepulste Laser mit hoher momentaner Intensität. Dieser Rechner schätzt die Ereignisrate pro Molekül aus einem veröffentlichten Zweiphotonen-Wirkungsquerschnitt, der einfallenden Intensität und der Wellenlänge. Zweiphotonen-Wirkungsquerschnitte werden häufig in Göppert-Mayer-Einheiten angegeben. Ein GM entspricht 10 hoch minus 50 Zentimeter hoch vier mal Sekunden pro Photon und Molekül. Der Rechner bestimmt zunächst die Energie eines einzelnen Photons aus Planck-Konstante, Lichtgeschwindigkeit und Wellenlänge. Die Bestrahlungsstärke in Watt pro Quadratzentimeter geteilt durch diese Energie ergibt den Photonenfluss. Die idealisierte molekulare Absorptionsrate ist dann der Wirkungsquerschnitt in Basiseinheiten multipliziert mit dem Quadrat des Photonenflusses. Diese quadratische Abhängigkeit ist das wesentliche praktische Merkmal: Eine Verdopplung der Intensität vervierfacht die vorhergesagte Rate. Das Ergebnis beschreibt eine idealisierte Rate für ein Molekül in einem kontinuierlichen, gleichmäßigen monochromatischen Feld. Reale Laserexperimente geben oft die mittlere Leistung an, obwohl die Absorption auf die Spitzenintensität reagiert. Gepulste Systeme benötigen daher Pulsbreite, Wiederholrate, Strahlprofil, Fokusfläche und zeitliche Form, um die gemessene mittlere Leistung in die relevante momentane Bestrahlungsstärke umzurechnen. Auch Konzentration, optischer Weg, Molekülorientierung, Lösungsmittel, Aggregation, Sättigung, Photobleichen und konkurrierende Prozesse im angeregten Zustand beeinflussen das gemessene Gesamtsignal. Nutze den Wert für Größenordnungsabschätzungen und Vergleiche unter einheitlichen Annahmen, nicht als Ersatz für ein vollständiges Ausbreitungs- oder Fluoreszenzmodell. Prüfe, ob ein Literaturwert ein Aktionsquerschnitt einschließlich Fluoreszenzquantenausbeute oder ein reiner Absorptionsquerschnitt ist. Halte Wellenlänge und Einheiten konsistent und dokumentiere, ob die Intensität ein Spitzen- oder Mittelwert ist. Bei sehr hohem Fluss können Entleerung des Grundzustands und Sättigung das einfache quadratische Gesetz außer Kraft setzen. Sicherheitsberechnungen im Labor müssen geeignete Lasernormen und kalibrierte Strahlmessungen verwenden, statt allein auf dieser molekularen Ratenschätzung zu beruhen.

Beispiele zur Zweiphotonenabsorption

Die Rate ändert sich linear mit dem Wirkungsquerschnitt und quadratisch mit der Intensität.

EingabenAbsorptionsrateKontext
100 GM, 1,000,000 W/cm², 800 nm1.621909e1 s⁻¹Eine Schätzung molekularer Anregung im nahen Infrarot.
10 GM, 100,000 W/cm², 500 nm6.335582e-3 s⁻¹Kleinerer Wirkungsquerschnitt bei geringerer Bestrahlungsstärke.
200 GM, 500,000 W/cm², 800 nm8.109545e0 s⁻¹Halbe Intensität ergibt ein Viertel der Rate, bevor die Querschnittsänderung berücksichtigt wird.

So berechnest du Zweiphotonenabsorption

  1. Gib den molekularen Zweiphotonen-Wirkungsquerschnitt in GM ein.
  2. Gib die relevante Spitzenlichtintensität in Watt pro Quadratzentimeter ein.
  3. Gib die Anregungswellenlänge in Nanometern ein.
  4. Berechne die Rate und vergleiche sie mit der Zeitskala deines Experiments.

Häufig gestellte Fragen

Was bedeutet GM?

GM ist die Göppert-Mayer-Einheit für Zweiphotonen-Wirkungsquerschnitte. Ein GM entspricht 10 hoch minus 50 cm⁴·s pro Photon und Molekül.

Warum ist die Rate proportional zum Quadrat der Intensität?

Zwei Photonen müssen innerhalb des Übergangszeitfensters mit dem Molekül wechselwirken. Die gemeinsame Wahrscheinlichkeit skaliert daher mit dem Produkt zweier Photonenflussfaktoren.

Soll ich die mittlere oder die Spitzenintensität verwenden?

Verwende bei gepulster Anregung die relevante momentane Intensität während eines Pulses. Die mittlere Intensität kann eine nichtlineare Rate stark unterschätzen, wenn zeitlicher Ablauf und Pulsform nicht berücksichtigt werden.

Wird die Absorption einer gesamten Probe berechnet?

Nein, angezeigt wird eine idealisierte Ereignisrate pro Molekül. Für eine Vorhersage auf Probenebene sind außerdem Konzentration, beleuchtetes Volumen, Ausbreitung und mögliche Sättigungseffekte nötig.

Sind Aktionsquerschnitt und Absorptionsquerschnitt austauschbar?

Im Allgemeinen nicht, da ein Aktionsquerschnitt meist die Fluoreszenzquantenausbeute enthält. Prüfe die Definition der Quelle, bevor du einen veröffentlichten Wert in diesem Absorptionsmodell verwendest.