Rechner für Überlebensanalyse

Erstellen Sie aus Ereigniszeiten und Zensierungsindikatoren eine Kaplan–Meier-Tabelle mit medianer Überlebenszeit und Risikomengen.

Kaplan–Meier-Überlebensanalyse
Geben Sie für jede Person eine Zeit und einen Ereignisindikator in derselben Reihenfolge ein.

Zur Überlebensanalyse

Die Überlebensanalyse untersucht die Zeit bis zum Eintritt eines Ereignisses. Dieses kann Tod, Rückfall, Geräteausfall, Kundenabwanderung, Genesung oder ein anderer klar definierter Endpunkt sein. Anders als gewöhnliche Mittelwerte können Überlebensmethoden auch Informationen von Personen nutzen, bei denen bis zum Ende der Nachbeobachtung kein Ereignis beobachtet wurde. Solche Beobachtungen werden zensiert, statt als Ereignisse gewertet oder verworfen zu werden. Dieser Rechner verwendet den Kaplan–Meier-Produkt-Limit-Schätzer. Zu jedem unterschiedlichen Ereigniszeitpunkt zählt er die unmittelbar davor noch gefährdeten Personen und die zu diesem Zeitpunkt auftretenden Ereignisse. Die bedingte Überlebenswahrscheinlichkeit im Intervall beträgt (n − d) / n, wobei n die Größe der Risikomenge und d die Ereigniszahl ist. Multipliziert man diesen Faktor mit allen vorherigen Faktoren, erhält man die kumulative Überlebenswahrscheinlichkeit. Die Schätzung ändert sich nur bei Ereignissen; eine zensierte Beobachtung verkleinert spätere Risikomengen, senkt aber nicht direkt die Überlebenswahrscheinlichkeit. Geben Sie die Überlebenszeiten im ersten und die zugehörigen Statusindikatoren im zweiten Feld ein. Verwenden Sie 1 bei eingetretenem Ereignis und 0 bei Zensierung. Die erste Zeit gehört zum ersten Indikator, die zweite zum zweiten und so weiter. Zeiten müssen nichtnegativ sein und dürfen jede einheitliche Zeiteinheit verwenden, etwa Tage, Monate, Jahre, Betriebsstunden oder Abrechnungszyklen. Die Ausgabe behält diese Einheit bei. Die Ergebnistabelle zeigt jeden beobachteten Zeitpunkt, die Risikomenge, Ereignisse, Zensierungen und die kumulative Überlebenswahrscheinlichkeit. Fallen Ereignisse und Zensierungen auf denselben Zeitpunkt, werden die Ereignisse anhand der vollständigen Risikomenge ausgewertet, bevor diese Beobachtungen ausscheiden. Dies ist eine übliche Behandlung gruppierter Beobachtungen. Die mediane Überlebenszeit ist der früheste Zeitpunkt, an dem die geschätzte Überlebenswahrscheinlichkeit höchstens 0.5 beträgt. Erreicht die Kurve 0.5 nicht, wird der Median als nicht erreicht angegeben und nicht extrapoliert. Für eine verlässliche Interpretation einer einfachen Kaplan–Meier-Schätzung muss die Zensierung nichtinformativ sein. Praktisch bedeutet dies, dass zensierte Personen nicht allein aufgrund ihrer Zensierung systematisch ein anderes zukünftiges Ereignisrisiko haben sollten. Der Schätzer berücksichtigt zudem keine Adjustierung für Alter, Behandlung, Exposition oder andere Kovariaten. Ein formaler Kurvenvergleich kann einen Log-Rank-Test erfordern; für adjustierte Analysen wird häufig ein Cox-Proportional-Hazards-Modell verwendet. Nutzen Sie die Tabelle als nachvollziehbare deskriptive Schätzung, nicht als Ersatz für Studienplanung oder klinisches Urteil. Kleine Risikomengen am Ende der Nachbeobachtung führen zu instabilen Schätzungen im Kurvenauslauf; dieser kompakte Rechner zeigt keine Konfidenzintervalle. Geben Sie in Forschungsberichten Unsicherheitsintervalle zu den Überlebenswahrscheinlichkeiten an, dokumentieren Sie Zensierungsregeln und Zeitursprung und verwenden Sie validierte Statistiksoftware für inferenzstatistische Schlussfolgerungen.

Beispiele zur Überlebensanalyse

BeobachtungenErgebnisInterpretation
Zeiten 2,3,4,5; Status 1,1,0,1Median = 3; S(3) = 0.5Die Beobachtung zum Zeitpunkt 4 ist zensiert und verändert nur die spätere Risikomenge.
Zeiten 1,2,4; Status 1,1,1Median = 2; abschließende Überlebenswahrscheinlichkeit = 0Bei jeder Person tritt das Ereignis ein, daher erreicht die Kurve schließlich null.
Zeiten 2,4,6; Status 1,0,0Median nicht erreicht; abschließende Überlebenswahrscheinlichkeit = 0.6667Es tritt nur ein Ereignis auf; zwei spätere Beobachtungen sind zensiert.

So berechnen Sie die Kaplan–Meier-Schätzung

  1. Geben Sie die beobachtete Überlebens- oder Nachbeobachtungszeit jeder Person im ersten Feld ein.
  2. Geben Sie im zweiten Feld passend dazu 1 für ein Ereignis oder 0 für eine Zensierung ein.
  3. Klicken Sie auf Überleben berechnen, um Risikomengen und kumulative Wahrscheinlichkeiten zu erhalten.
  4. Prüfen Sie die Überlebenstabelle und ob die Kurve ihren Median erreicht.

Häufige Fragen zur Überlebensanalyse

Was ist eine zensierte Beobachtung?

Bei einer zensierten Person ist die ereignisfreie Nachbeobachtungszeit bekannt, aber bis dahin wurde kein Ereignis beobachtet. Sie trägt zu früheren Risikomengen bei und scheidet aus späteren aus.

Wie wird die Kaplan–Meier-Schätzung berechnet?

Zu jedem Ereigniszeitpunkt wird die bisherige Überlebenswahrscheinlichkeit mit eins minus Ereigniszahl geteilt durch Risikomenge multipliziert. Die Produktfolge ergibt die stufenförmige Schätzung.

Was bedeutet mediane Überlebenszeit?

Sie ist der früheste Zeitpunkt, an dem die geschätzte Überlebenswahrscheinlichkeit 50 Prozent oder weniger erreicht. Bleibt die beobachtete Kurve über der Hälfte, ist sie nicht schätzbar.

Können die Zeiten in Monaten oder Jahren angegeben werden?

Ja, jede einheitliche Zeiteinheit mit nichtnegativen Werten ist möglich. Der Rechner gibt den Median in der eingegebenen Einheit zurück.

Vergleicht dieser Rechner zwei Gruppen?

Nein, er schätzt jeweils eine Kaplan–Meier-Kurve. Für einen formalen Vergleich verwendet man meist einen Log-Rank-Test oder ein geeignetes Regressionsmodell.