Signal-Rausch-Verhältnis-Rechner

Berechnen Sie das SNR in Dezibel und als Leistungsverhältnis aus Signal- und Rauschmessungen.

Signal-Rausch-Verhältnis
Wählen Sie Leistung oder Amplitude und geben Sie positive Messwerte ein.

Über das Signal-Rausch-Verhältnis

Das Signal-Rausch-Verhältnis, kurz SNR, vergleicht die Stärke der Nutzinformation mit unerwünschtem Hintergrundrauschen. Ein größeres SNR bedeutet, dass das gewünschte Signal dominiert; bei kleineren Werten tritt das Rauschen stärker hervor. Es beschreibt Audioaufnahmen, Funkverbindungen, Sensoren, Bilder, Kommunikationskanäle, Messsysteme und Datenwandler. Da Nutzpegel enorme Bereiche abdecken, wird das SNR sowohl in Dezibel als auch als einfaches Verhältnis angegeben. Bei Leistungsmessungen ist das lineare Verhältnis die Signalleistung geteilt durch die Rauschleistung. Der Dezibelwert entspricht dem Zehnfachen des Zehnerlogarithmus dieses Verhältnisses. Für Amplitudengrößen wie Spannung, Strom oder Schalldruck bei gleicher Impedanz verwendet die Gleichung das Zwanzigfache des Logarithmus aus Signal- durch Rauschamplitude. Das Quadrat des Amplitudenverhältnisses ergibt das entsprechende Leistungsverhältnis. Bei konsistenten Messungen liefern beide Wege daher denselben Dezibelwert. Wählen Sie stets den zu den Werten passenden Eingabetyp. Watt und spektrale Leistungsdichte sind Leistungsgrößen. Volt dürfen nur als Amplitude behandelt werden, wenn Signal und Rauschen auf gleiche Impedanz und kompatible Bandbreite bezogen sind. Eine Mischung aus Spitzen-, Effektiv- und Mittelwerten kann den Vergleich ungültig machen. Auch Rauschen muss über eine angegebene Bandbreite gemessen werden, da breitbandige Rauschleistung meist mit der Messbandbreite zunimmt. Filterung kann das SNR daher verändern, obwohl die Quelle unverändert bleibt. Ein SNR von null Dezibel bedeutet gleiche Signal- und Rauschleistung. Positive Dezibelwerte zeigen eine höhere Signalleistung, negative eine höhere Rauschleistung an. Ein Anstieg um 10 dB entspricht dem zehnfachen Leistungsverhältnis, ein Anstieg um 20 dB dem hundertfachen. Ob ein Wert akzeptabel ist, hängt von der Anwendung ab. Sprache kann unter Bedingungen verständlich bleiben, die für Präzisionsmesstechnik oder hochauflösendes Audio ungeeignet wären. Dieser Rechner setzt positive skalare Pegel voraus und zeigt Dezibel sowie das entsprechende Leistungsverhältnis an. Er schätzt kein Rauschen aus Zeitreihen, trennt keine Verzerrung von Zufallsrauschen und berücksichtigt keine Bewertungskurven. Dokumentieren Sie im Labor Detektortyp, Mittelungsverfahren, Impedanz, Frequenzbewertung und Bandbreite zusammen mit dem Ergebnis. Unterscheiden Sie in digitalen Systemen außerdem SNR vom Signal-Rausch-und-Verzerrungs-Verhältnis, das harmonische Verzerrungen einschließt. Mit konsistenten Messwerten liefert der Rechner einen schnellen, transparenten Qualitätsvergleich.

SNR-Beispiele

Leistungs- und Amplitudeneingaben verwenden unterschiedliche logarithmische Faktoren, können aber dasselbe Ergebnis beschreiben.

Signal und RauschenSNRBedeutung
Leistung: Signal 100 W, Rauschen 1 W20 dB, 100:1Die Signalleistung ist hundertmal so groß wie die Rauschleistung
Amplitude: Signal 10 V, Rauschen 1 V20 dB, 100:1Gleiche Impedanz vorausgesetzt
Leistung: Signal 2 mW, Rauschen 4 mW-3.0103 dB, 0.5:1Die Rauschleistung übersteigt die Signalleistung

So berechnen Sie das SNR

  1. Wählen Sie Leistung für Leistungsmessungen oder Amplitude für Spannungs-, Strom- oder Druckpegel.
  2. Geben Sie den Nutzsignalwert in einer konsistenten Einheit ein.
  3. Geben Sie den Rauschwert mit gleicher Einheit und Messgrundlage ein.
  4. Wählen Sie SNR berechnen und prüfen Sie Dezibelwert und entsprechendes Leistungsverhältnis.

Häufige Fragen

Was bedeutet ein höheres SNR?

Das Nutzsignal ist im Verhältnis zum Hintergrundrauschen stärker. Dies weist meist auf eine sauberere Messung oder einen störungsärmeren Kommunikationskanal hin.

Warum gibt es getrennte Leistungs- und Amplitudenmodi?

Leistungsverhältnisse verwenden das Zehnfache des Logarithmus, Amplitudenverhältnisse das Zwanzigfache. Die Amplitudenbeziehung setzt gleiche Impedanz für Signal und Rauschen voraus.

Kann das SNR negativ sein?

Ja. Ein negatives SNR in Dezibel bedeutet, dass die Rauschleistung die Signalleistung übersteigt. Manche Systeme können Informationen durch Verarbeitung dennoch zurückgewinnen.

Entsprechen 20 dB einem Verhältnis von 20?

Nein. Zwanzig Dezibel entsprechen einem Leistungsverhältnis von 100 zu 1 oder einem Amplitudenverhältnis von 10 zu 1 bei gleicher Impedanz.

Spielt die Messbandbreite eine Rolle?

Ja. Die integrierte Rauschleistung wächst meist mit der Bandbreite. Zwei SNR-Werte sind daher nur bei vergleichbarer Bandbreite und Filterung sinnvoll vergleichbar.