Rechner für das Leistung-Gewicht-Verhältnis

Vergleiche Fahrzeuge, Motoren, Maschinen oder Sportler, indem du die Leistung durch das gesamte Betriebsgewicht teilst.

Leistung-Gewicht-Verhältnis
Gib Leistung und Gewicht ein und wähle für jeden Wert die passende Einheit.

Über das Leistung-Gewicht-Verhältnis

Das Leistung-Gewicht-Verhältnis setzt die verfügbare Leistung zur Masse beziehungsweise zum Gewicht ins Verhältnis, das bewegt werden muss. Dazu werden beide Größen auf eine einheitliche Einheitenbasis umgerechnet und die Leistung durch das Betriebsgewicht geteilt. Ein Fahrzeug mit 400 mechanischen Pferdestärken und 3,200 Pfund Gewicht erreicht 0.125 mechanische Pferdestärken pro Pfund. Dieselbe physikalische Leistung lässt sich in Watt pro Kilogramm, Kilowatt pro metrischer Tonne oder mechanischen Pferdestärken pro US-Tonne ausdrücken. Das Verhältnis wird häufig zum Vergleich von Autos, Motorrädern, Flugzeugen, Booten, Industriemaschinen und Radsportlern verwendet. Bei ansonsten ähnlichen Fahrzeugen begünstigt ein höherer Wert meist die Beschleunigung, da je Masseneinheit mehr Leistung verfügbar ist. Er sagt jedoch weder die Beschleunigungszeit von null auf sechzig noch die Höchstgeschwindigkeit direkt voraus. Traktion, Übersetzung, Drehmomentkurve, Aerodynamik, Rollwiderstand, Antriebsverluste und Regelstrategie beeinflussen die tatsächliche Leistung ebenfalls. Wähle das Gewicht sorgfältig. Das Leergewicht kann Betriebsflüssigkeiten einschließen, aber Insassen und Ladung ausschließen; beim Trockengewicht können Kraftstoff und andere Betriebsmittel fehlen. Das Gesamtgewicht umfasst die Nutzlast und kann deutlich höher sein. Nutze für einen sinnvollen Vergleich bei allen Kandidaten dieselbe Gewichtsdefinition. Vergleiche ebenso Motor-Nennleistung mit Motor-Nennleistung oder am Rad gemessene Leistung mit Radleistung. Werden Kurbelwellen- und Radwerte gemischt, erscheint ein Fahrzeug stärker, weil Antriebsverluste uneinheitlich berücksichtigt werden. Der Rechner rechnet eine mechanische Pferdestärke in etwa 745.6999 Watt, ein Pfund in exakt 0.45359237 Kilogramm und eine US-Tonne in 2,000 Pfund um. Das sind reine Einheitenumrechnungen; metrische Pferdestärken oder der Wirkungsgrad eines Elektromotors werden nicht berücksichtigt. Gibt eine Quelle metrische Pferdestärken an, rechne sie passend um, bevor du den Wert als mechanische Pferdestärken verwendest. Bei muskelkraftbetriebenen Anwendungen wie dem Radfahren ist Watt pro Kilogramm die übliche Kennzahl. Für Vergleiche am Berg kann die Körpermasse ausreichen, doch die Gesamtmasse von Fahrrad, Kleidung, Wasser und Ausrüstung beschreibt das Gesamtsystem besser. Eine über eine festgelegte Dauer gehaltene Leistung ist aussagekräftiger als eine nicht wiederholbare momentane Spitze. Das Leistung-Gewicht-Verhältnis ist eine nützliche Kennzahl zur Vorauswahl, kein vollständiges Leistungsmodell. Es hilft, unterschiedlich große Maschinen zu normieren, technische Daten zu prüfen und die relative Leistung zu vermitteln. Für technische Auslegung, Rennprognosen oder Sicherheitsentscheidungen müssen auch Kraft, Geschwindigkeit, Wirkungsgrad, thermische Grenzen, strukturelle Tragfähigkeit und der tatsächliche Betriebszyklus einbezogen werden.

Beispiele zum Leistung-Gewicht-Verhältnis

Typische Beispiele zeigen, wie sich dasselbe Verhältnis in verschiedenen Einheiten ausdrücken lässt.

Leistung und GewichtVerhältnisEinordnung
400 hp und 3,200 lb0.125 hp/lbEntspricht 250 mechanischen Pferdestärken pro US-Tonne.
100 hp und 500 lb0.2 hp/lbEin leichtes Motorrad hat ein vergleichsweise hohes Verhältnis.
300 W und 75 kg4 W/kgEine im Radsport übliche Leistungsangabe auf Basis der Dauerleistung.

So berechnest du das Leistung-Gewicht-Verhältnis

  1. Gib die Nennleistung oder gemessene Leistung des Fahrzeugs, der Maschine oder des Sportlers ein.
  2. Wähle die passende Einheit: mechanische Pferdestärken, Kilowatt oder Watt.
  3. Gib das gesamte Betriebsgewicht ein und wähle Pfund, Kilogramm oder US-Tonnen.
  4. Wähle Verhältnis berechnen und vergleiche die normierten Ergebnisse auf einheitlicher Basis.

Häufige Fragen zum Leistung-Gewicht-Verhältnis

Ist ein höheres Leistung-Gewicht-Verhältnis besser?

Ein höherer Wert begünstigt meist Beschleunigung und Steigfähigkeit. Die tatsächliche Leistung hängt weiterhin von Traktion, Übersetzung, Aerodynamik, Wirkungsgrad und Betriebsbedingungen ab.

Soll ich Leergewicht oder Trockengewicht verwenden?

Nutze das Gewicht, das den Betrieb am besten abbildet, und bleibe bei derselben Definition. Leergewicht oder voll beladenes Gewicht ist meist realistischer als Trockengewicht.

Kann ich Motorleistung mit Radleistung vergleichen?

Nicht fair, denn Radleistung berücksichtigt Antriebsverluste, Motorleistung in der Regel nicht. Vergleiche Messungen am selben Punkt.

Welche Einheit eignet sich am besten für den Radsport?

Watt pro Kilogramm ist üblich, weil Leistungsmesser Watt anzeigen und die Bergauffahrt stark von der Gesamtmasse abhängt. Vergleiche Leistungen mit ähnlicher Belastungsdauer.

Sagt dieses Verhältnis die Höchstgeschwindigkeit voraus?

Nein. Die Höchstgeschwindigkeit wird stark durch Luftwiderstand und Übersetzung begrenzt. Das Verhältnis eignet sich eher als grober Hinweis auf das Beschleunigungspotenzial.