Endgeschwindigkeits-Rechner

Schätzen Sie die konstante Fallgeschwindigkeit, bei der Luftwiderstand und Gewichtskraft im Gleichgewicht sind.

Endgeschwindigkeit berechnen
Verwenden Sie einheitliche SI-Eingaben für das quadratische Widerstandsmodell.

Über die Endgeschwindigkeit

Die Endgeschwindigkeit ist die konstante Geschwindigkeit, der sich ein fallender Körper nähert, wenn die aufwärts gerichtete Widerstandskraft seiner abwärts gerichteten Gewichtskraft entspricht. Sobald beide Kräfte ausgeglichen sind, werden resultierende Kraft und Beschleunigung null, obwohl sich der Körper weiterbewegt. Dieser Rechner verwendet die bekannte quadratische Widerstandsgleichung vₜ = √(2mg/(ρCₐA)). Dabei ist m die Masse, g die Fallbeschleunigung, ρ die Fluiddichte, Cₐ der dimensionslose Widerstandsbeiwert und A die projizierte Querschnittsfläche senkrecht zur Bewegung. Die Gleichung eignet sich vor allem für Körper, die sich schnell genug durch Luft oder ein anderes Fluid bewegen, sodass der Widerstand näherungsweise proportional zum Geschwindigkeitsquadrat ist. Größere Masse oder stärkere Schwerkraft erhöhen die Endgeschwindigkeit. Höhere Fluiddichte, größerer Widerstandsbeiwert oder größere Stirnfläche steigern den Widerstand und senken sie. Form und Ausrichtung sind daher entscheidend: Ein Fallschirmspringer mit ausgebreiteten Gliedmaßen hat mehr Fläche und meist einen höheren Widerstandsbeiwert als dieselbe Person im stromlinienförmigen Sturzflug. Der Widerstandsbeiwert ist keine universelle Materialeigenschaft. Er hängt von Geometrie, Oberflächenrauheit, Ausrichtung, Reynolds-Zahl und Strömungsbedingungen ab. Typische Näherungswerte sind etwa 0.47 für eine glatte Kugel und ungefähr 1.0 bis 1.3 für breite stumpfe Körper. Eine genaue technische Analyse sollte jedoch experimentelle oder validierte Referenzdaten verwenden. Die Querschnittsfläche ist die der Strömung zugewandte Fläche, nicht die gesamte Oberfläche. Unter Standardbedingungen auf Meereshöhe bei etwa 15 °C beträgt die Dichte trockener Luft ungefähr 1.225 kg/m³; sie sinkt mit der Höhe und verändert sich mit Temperatur und Druck. Das ideale Modell setzt konstante Fluiddichte, konstanten Widerstandsbeiwert, Windstille und eine ausreichend lange Fallstrecke für eine stationäre Geschwindigkeit voraus. Es berechnet weder Zeit noch Strecke bis zur Annäherung an die Endgeschwindigkeit. Auch der Auftrieb wird vernachlässigt, der bei dichten Körpern in Luft oft klein ist, in Flüssigkeiten oder bei Körpern geringer Dichte aber wichtig sein kann. Bei sicherheitskritischen Anwendungen in Luft- und Raumfahrt, Sport oder Technik ist das Ergebnis als Schätzung zu behandeln. Verwenden Sie ein vollständiges Bahnmodell, angemessene Unsicherheitsreserven und geprüfte physikalische Daten.

Beispiele zur Endgeschwindigkeit

Die Beispiele verwenden eine Luftdichte von 1.225 kg/m³ und eine Fallbeschleunigung von 9.81 m/s².

EingabenGeschwindigkeitKörper
80 kg, Cₐ 1.0, A 0.7 m²42.7818 m/sPerson mit ausgebreiteten Gliedmaßen
10 kg, Cₐ 0.5, A 0.2 m²40.0194 m/sKompakter Körper
0.145 kg, Cₐ 0.47, A 0.0042 m²34.3029 m/sNäherung für einen Ball

So berechnen Sie die Endgeschwindigkeit

  1. Geben Sie die Masse des Körpers ein.
  2. Geben Sie die Dichte der umgebenden Luft oder Flüssigkeit ein.
  3. Tragen Sie Widerstandsbeiwert und projizierte Querschnittsfläche ein.
  4. Prüfen Sie die Fallbeschleunigung und wählen Sie Endgeschwindigkeit berechnen.

Häufig gestellte Fragen

Warum fällt ein schwererer Körper in diesem Modell schneller?

Mehr Masse erzeugt mehr Gewichtskraft, ohne die Widerstandsfläche direkt zu vergrößern. Bei unveränderten übrigen Eingaben muss die Gleichgewichtsgeschwindigkeit daher höher sein.

Welchen Widerstandsbeiwert sollte ich verwenden?

Verwenden Sie einen gemessenen oder verlässlich belegten Wert für Form und Ausrichtung des Körpers. Näherungstabellen eignen sich für Schätzungen, nicht für Präzisionsauslegung.

Wird die Endgeschwindigkeit sofort erreicht?

Nein, der Körper beschleunigt und nähert sich ihr asymptotisch. Dieser Rechner liefert die Grenzgeschwindigkeit, nicht die dafür erforderliche Zeit oder Strecke.

Kann ich den Rechner für Wasser verwenden?

Mit passenden Dichte- und Widerstandsdaten kann die Formel quadratischen Widerstand in Flüssigkeiten beschreiben. Auftrieb kann wichtig sein und ist hier nicht enthalten.

Wie beeinflusst die Höhe das Ergebnis?

Die Luftdichte nimmt gewöhnlich mit der Höhe ab, wodurch der Widerstand bei gleicher Geschwindigkeit sinkt. Eine geringere Dichte erhöht daher die geschätzte Endgeschwindigkeit.