Rechner für Orbitalgeschwindigkeit

Berechne Kreisbahngeschwindigkeit, Umlaufzeit und Fluchtgeschwindigkeit aus der Masse des Zentralkörpers und dem Bahnradius.

Bahnbewegung berechnen
Gib die Masse in Kilogramm und den Abstand vom Mittelpunkt des Körpers in Metern ein.

Über die Orbitalgeschwindigkeit

Die Orbitalgeschwindigkeit ist die tangentiale Geschwindigkeit, die ein Objekt benötigt, um auf einer Kreisbahn um einen deutlich massereicheren Zentralkörper zu bleiben. Die Gravitation zieht das umlaufende Objekt ständig nach innen. Seine Vorwärtsbewegung sorgt gleichzeitig dafür, dass es um den Körper herumfällt, statt direkt auf dessen Oberfläche zu stürzen. Dieser Rechner verwendet die übliche Zweikörpernäherung: Die Orbitalgeschwindigkeit ist die Quadratwurzel aus Gravitationskonstante mal Zentralmasse geteilt durch Bahnradius. Der Radius muss vom Mittelpunkt des Zentralkörpers aus gemessen werden, nicht von seiner Oberfläche. Der Rechner ermittelt außerdem die Umlaufzeit, also die Dauer einer vollständigen Umrundung. Sie ergibt sich aus dem Bahnumfang geteilt durch die Bahngeschwindigkeit und entspricht der Kepler-Gleichung für Kreisbahnen. Zum Vergleich wird auch die Fluchtgeschwindigkeit angegeben. Sie ist die ideale Mindestgeschwindigkeit, die einem Objekt am selben Radius genügend kinetische Energie verleiht, um der Schwerkraft des Zentralkörpers ohne weiteren Antrieb zu entkommen. Bei jedem gegebenen Radius ist sie gleich der Kreisbahngeschwindigkeit multipliziert mit der Quadratwurzel aus zwei. Verwende für konsistente Ergebnisse SI-Einheiten: Kilogramm für die Zentralmasse und Meter für den Radius. Bei einem Erdsatelliten addierst du den mittleren Erdradius von etwa 6,371,000 Metern zur Höhe über dem Meeresspiegel. Ein Raumfahrzeug in 400 Kilometern Höhe hat beispielsweise einen Bahnradius von ungefähr 6,771 Kilometern. Die Berechnung setzt einen kugelförmigen Zentralkörper, eine Kreisbahn, eine vernachlässigbare Satellitenmasse und keinen Luftwiderstand voraus. Reale Raumfahrzeuge können elliptische Bahnen haben, Störungen durch andere Himmelskörper erfahren und Korrekturen für ein ungleichmäßiges Schwerefeld benötigen. Mit zunehmendem Bahnradius sinkt die Orbitalgeschwindigkeit, während die Umlaufzeit stark ansteigt. Deshalb legen Satelliten in niedrigen Erdumlaufbahnen mehrere Kilometer pro Sekunde zurück und umrunden die Erde in ungefähr neunzig Minuten. Geostationäre Satelliten bewegen sich langsamer und benötigen einen siderischen Tag. Dieselben Formeln gelten für Monde, Planeten und künstliche Satelliten, wenn eine Masse das System dominiert. Ingenieure können schnelle Missionsabschätzungen durchführen, Studierende Aufgaben zur Bahnmechanik prüfen und Astronomieinteressierte Bewegungen um verschiedene Planeten oder Sterne vergleichen. Für präzise Missionsplanung sind vollständige Ephemeriden und numerische Bahnmodelle statt dieser idealisierten Kreisbahnberechnung erforderlich.

Beispiele zur Orbitalgeschwindigkeit

Typische Kreisbahnen zeigen, wie Masse und Radius die Geschwindigkeit und Umlaufzeit bestimmen.

EingabenUngefähres ErgebnisEinordnung
Erde, Radius 6,771 km7.673 km/s; 92.4 minEin Satellit etwa 400 km über der Erdoberfläche.
Erde, Radius 42,164 km3.075 km/s; 23.93 hDer Radius der geostationären Umlaufbahn.
Erde, Radius 384,400 km1.018 km/s; 27.45 TageEine Kreisbahnnäherung für die Mondbahn.

So berechnest du die Orbitalgeschwindigkeit

  1. Gib die Masse des zentralen Planeten, Mondes oder Sterns in Kilogramm ein.
  2. Gib den vom Mittelpunkt dieses Körpers gemessenen Bahnradius in Metern ein.
  3. Wähle Umlaufbahn berechnen, um Kreisbahngeschwindigkeit, Umlaufzeit und Fluchtgeschwindigkeit zu ermitteln.
  4. Vergleiche die Ergebnisse oder setze die Felder zurück, um eine andere Bahn zu untersuchen.

Häufige Fragen zur Orbitalgeschwindigkeit

Ist der Bahnradius dasselbe wie die Höhe?

Nein. Der Bahnradius wird vom Mittelpunkt des Körpers gemessen, die Höhe von seiner Oberfläche. Addiere vor der Berechnung den Körperradius zur Höhe.

Warum ist die Bewegung auf einer höheren Bahn langsamer?

Weiter vom Zentralkörper entfernt ist die Gravitation schwächer. Daher entspricht eine geringere Kreisbahngeschwindigkeit der nötigen Beschleunigung nach innen. Der längere Weg benötigt dennoch mehr Zeit.

Welche Annahmen macht die Formel?

Sie setzt eine Kreisbahn, einen kugelförmigen Zentralkörper und eine vernachlässigbare Masse des umlaufenden Objekts voraus. Luftwiderstand und gravitative Störungen werden ignoriert.

Wie hängen Flucht- und Orbitalgeschwindigkeit zusammen?

Beim gleichen Radius ist die ideale Fluchtgeschwindigkeit die Kreisbahngeschwindigkeit mal der Quadratwurzel aus zwei. Sie ist etwa 41.4 Prozent höher.

Kann ich damit Planeten um einen Stern berechnen?

Ja, wenn die Sternmasse deutlich größer als die Planetenmasse ist und eine Kreisbahnnäherung passt. Verwende die Sternmasse und den Bahnradius zwischen den beiden Mittelpunkten.