Eigenfrequenz-Rechner

Berechnen Sie Eigenfrequenz, Periodendauer und Kreisfrequenz von Feder-Masse-Systemen und einfachen Pendeln.

Schwingungsrechner
Wählen Sie ein System, geben Sie seine physikalischen Eigenschaften ein und berechnen Sie seine ungedämpfte Eigenantwort.

Über die Eigenfrequenz

Die Eigenfrequenz ist die Frequenz, mit der ein System nach einer Auslenkung und anschließenden Freigabe ohne fortlaufende äußere Kraft bevorzugt schwingt. Jedes elastische mechanische System besitzt eine oder mehrere Eigenfrequenzen, die durch Massenverteilung, Steifigkeit, Geometrie und Randbedingungen bestimmt werden. Dieser Rechner behandelt zwei grundlegende Modelle: eine ideale Feder mit konzentrierter Masse und ein einfaches Pendel mit kleinen Ausschlägen. Sie sind nützliche Ausgangspunkte für Physikunterricht, Schwingungsanalyse, Maschinenkonstruktion und erste technische Abschätzungen. Beim Feder-Masse-System ist die Eigenkreisfrequenz die Quadratwurzel aus Federsteifigkeit geteilt durch Masse. Die Frequenz in Hertz ergibt sich aus der Kreisfrequenz geteilt durch zwei Pi; die Periodendauer ist der Kehrwert der Frequenz. Größere Steifigkeit erhöht die Frequenz, weil die Rückstellkraft stärker wird. Größere Masse senkt die Frequenz, weil mehr Trägheit Bewegungsänderungen entgegenwirkt. Die ideale Gleichung setzt eine lineare Feder, eine starre Tragstruktur, vernachlässigbare Dämpfung und eine als Einzelwert konzentrierte Masse voraus. Beim einfachen Pendel ist die Kreisfrequenz die Quadratwurzel aus Fallbeschleunigung geteilt durch Pendellänge. Ein längeres Pendel schwingt daher langsamer, stärkere Schwerkraft führt zu schnelleren Schwingungen. Die Masse tritt nicht auf, weil Gravitationskraft und Trägheit gleichermaßen mit ihr skalieren und sie sich herauskürzt. Die bekannte Pendelgleichung ist eine Kleinwinkelnäherung: Bei kleinen Amplituden ist sie sehr genau, bei großen Ausschlägen unterschätzt sie die Periodendauer zunehmend. Eigenfrequenz und Erregerfrequenz dürfen nicht verwechselt werden. Nähert sich eine periodische Anregung der Eigenfrequenz eines schwach gedämpften Systems, kann Resonanz die Bewegung erheblich verstärken. Reale Systeme weisen Dämpfung, verteilte Masse, nachgiebige Lagerungen, nichtlineare Werkstoffe und mehrere Schwingungsformen auf. Messwerte können daher von einer idealen Rechnung abweichen. Nutzen Sie das Ergebnis, um Trends zu verstehen, Handrechnungen zu prüfen oder ein erstes Entwurfsziel festzulegen. Sicherheitskritische Bauwerke und rotierende Maschinen erfordern eine detaillierte Modalanalyse und experimentelle Validierung.

Beispiele zur Eigenfrequenz

System und EingabenBerechnete AntwortEinordnung
Feder: m = 2 kg, k = 200 N/mf = 1.591549 Hz, T = 0.628319 sEin kompakter Laboroszillator.
Feder: m = 5 kg, k = 500 N/mf = 1.591549 Hz, T = 0.628319 sDasselbe Verhältnis von Steifigkeit zu Masse ergibt dieselbe Antwort.
Pendel: L = 1 m, g = 9.81 m/s²f = 0.498488 Hz, T = 2.006067 sEine Größenordnung wie beim klassischen Sekundenpendel.

So berechnen Sie die Eigenfrequenz

  1. Wählen Sie zwischen Feder-Masse-System und einfachem Pendel.
  2. Geben Sie Masse und Federkonstante oder Pendellänge und örtliche Fallbeschleunigung ein.
  3. Prüfen Sie, ob alle Werte die neben den Feldern angegebenen SI-Einheiten verwenden.
  4. Wählen Sie Eigenfrequenz berechnen und lesen Sie Frequenz, Periodendauer und Kreisfrequenz ab.

Häufige Fragen zur Eigenfrequenz

Was ist die Eigenfrequenz?

Die Eigenfrequenz ist die Frequenz der freien Schwingung nach einer Störung. Sie wird durch Eigenschaften wie Steifigkeit, Masse, Länge und Schwerkraft bestimmt.

Wie hängen Frequenz und Periodendauer zusammen?

Die Periodendauer ist die Zeit für einen vollständigen Zyklus, die Frequenz die Zahl der Zyklen pro Sekunde. Beide sind Kehrwerte: T ist gleich 1 geteilt durch f.

Verändert Dämpfung die Eigenfrequenz?

Dämpfung senkt die beobachtete gedämpfte Eigenfrequenz etwas gegenüber dem hier berechneten ungedämpften Wert. Bei schwacher Dämpfung ist der Unterschied klein, bei starker Dämpfung kann er wichtig sein.

Warum beeinflusst die Pendelmasse das Ergebnis nicht?

Sowohl die gravitative Rückstellkraft als auch die Trägheit sind proportional zur Pendelmasse. In der idealen Kleinwinkelgleichung kürzen sich die Massenterme heraus.

Wann ist die Pendelformel ungenau?

Die Formel setzt kleine Winkelauslenkungen und einen masselosen, nicht dehnbaren Faden voraus. Große Amplituden, nachgiebige Aufhängungen, Luftwiderstand und die räumliche Ausdehnung des Pendelkörpers erfordern Korrekturen.