Biot-Zahl-Rechner
Vergleichen Sie den inneren Wärmeleitwiderstand mit dem konvektiven Wärmewiderstand an der Oberfläche eines Festkörpers.
Über die Biot-Zahl
Beispiele zur Biot-Zahl
Typische thermische Systeme mit unterschiedlichem innerem Temperaturverhalten.
| Eigenschaften | Biot-Zahl | Einordnung |
|---|---|---|
| h 25 W/m²·K, L 0.02 m, k 0.5 W/m·K | 1.0000 | Innere Temperaturgradienten sind wichtig |
| h 100 W/m²·K, L 0.005 m, k 200 W/m·K | 0.0025 | Ein konzentriertes Modell ist sinnvoll |
| h 10 W/m²·K, L 0.01 m, k 0.2 W/m·K | 0.5000 | Ein Modell mit räumlicher Temperaturverteilung verwenden |
So berechnen Sie die Biot-Zahl
- Bestimmen Sie den Wärmeübergangskoeffizienten für Fluid und Strömungszustand.
- Berechnen Sie die charakteristische Länge des Festkörpers nach der Definition Ihres Modells.
- Geben Sie die Wärmeleitfähigkeit des Materials bei Betriebstemperatur ein.
- Berechnen Sie Bi und wählen Sie anhand der Größe ein geeignetes Wärmeübertragungsmodell.
Häufige Fragen zur Biot-Zahl
Was bedeutet eine Biot-Zahl unter 0.1?
Der innere Wärmeleitwiderstand ist klein gegenüber dem konvektiven Oberflächenwiderstand. Eine nahezu gleichmäßige Festkörpertemperatur und ein Modell konzentrierter Wärmekapazität sind oft angemessen.
Wie wird die charakteristische Länge berechnet?
Bei vielen instationären konzentrierten Systemen ist sie das Festkörpervolumen geteilt durch die konvektive Oberfläche. Andere Korrelationen können eine andere geometrische Länge vorgeben; prüfen Sie die Modelldefinition.
Ist die Biot-Zahl dimensionslos?
Ja. Die Einheiten von Wärmeübergangskoeffizient mal Länge kürzen sich mit denen der Wärmeleitfähigkeit. Das Verhältnis besitzt keine physikalische Einheit.
Was unterscheidet Biot- und Nusselt-Zahl?
Die Biot-Zahl nutzt die Wärmeleitfähigkeit des Festkörpers zum Vergleich innerer und äußerer Widerstände. Die Nusselt-Zahl nutzt die des Fluids, um die konvektive Verstärkung des Wärmetransports im Fluid zu kennzeichnen.
Kann eine große Biot-Zahl ignoriert werden?
Nein. Ein großer Wert weist auf erhebliche innere Temperaturgradienten oder einen relativ geringen Oberflächenwiderstand hin. Nutzen Sie ein räumliches Wärmeleitmodell statt einer einheitlichen Objekttemperatur.