Rechner für Kofaktorentwicklung

Berechnen Sie eine 3×3-Determinante per Laplace-Entwicklung und prüfen Sie jeden Minor, Kofaktor und jedes Produkt der ersten Zeile.

3×3-Determinante durch Kofaktorentwicklung
Geben Sie alle neun Matrixeinträge ein, um nach der ersten Zeile zu entwickeln.

Über die Kofaktorentwicklung

Die Kofaktorentwicklung, auch Laplace-Entwicklung genannt, stellt die Determinante einer quadratischen Matrix als gewichtete Summe kleinerer Determinanten dar. Man wählt eine beliebige Zeile oder Spalte, multipliziert jeden Eintrag mit seinem vorzeichenbehafteten Minor und addiert die Produkte. Dieser Rechner verwendet die erste Zeile einer 3×3-Matrix, sodass jeder Schritt leicht nachvollziehbar bleibt. Das Ergebnis entspricht der Entwicklung nach jeder anderen Zeile oder Spalte. Um den Minor eines Eintrags zu bestimmen, streicht man dessen Zeile und Spalte. Bei einer 3×3-Matrix bilden die verbleibenden Werte eine 2×2-Matrix. Ihre Determinante ist das Produkt aus oben links und unten rechts minus dem Produkt aus oben rechts und unten links. Ein Kofaktor versieht den Minor mit einem alternierenden Vorzeichen. In der ersten Zeile lautet die Folge plus, minus, plus. Die angezeigten Kofaktoren enthalten diese Vorzeichen bereits. Die Determinante ergibt sich aus dem ersten Eintrag mal seinem Kofaktor, plus dem zweiten Eintrag mal seinem Kofaktor, plus dem dritten Eintrag mal seinem Kofaktor. Obwohl die Operation als Addition beschrieben wird, führt ein negativer Kofaktor natürlich zu einer Subtraktion. Die getrennte Anzeige von Minoren, vorzeichenbehafteten Kofaktoren und endgültigen Produkten erleichtert das Auffinden von Rechenfehlern und die Kontrolle von Handrechnungen. Eine Determinante von null bedeutet, dass die Matrix singulär ist. Ihre Zeilen oder Spalten sind linear abhängig, sie besitzt keine multiplikative Inverse, und die zugehörige lineare Abbildung verringert die Dimension. Eine von null verschiedene Determinante kennzeichnet eine invertierbare Matrix. Das Vorzeichen beschreibt die Orientierung; der Betrag der Determinante ist der Skalierungsfaktor für Fläche oder Volumen unter der entsprechenden linearen Abbildung. Die Kofaktorentwicklung lässt sich auf quadratische Matrizen jeder Größe übertragen und reduziert eine n-mal-n-Determinante rekursiv auf Determinanten der Größe n minus eins. Bei großen, dicht besetzten Matrizen sind Eliminationsverfahren rechnerisch schneller. Die Laplace-Entwicklung bleibt jedoch besonders nützlich, wenn eine Zeile oder Spalte viele Nullen enthält. Sie ist außerdem grundlegend für die Definition von Adjunkten, Inversen und charakteristischen Polynomen. Dieser auf 3×3 spezialisierte Rechner unterstützt ganze Zahlen und Dezimalzahlen, bewahrt die Genauigkeit während der Berechnung und zeigt die vollständige Entwicklung nach der ersten Zeile statt nur einer unerklärten Endzahl.

Beispiele zur Kofaktorentwicklung

Diese Matrizen zeigen allgemeine, diagonale und singuläre Fälle.

MatrixzeilenDeterminanteHinweis zur Entwicklung
[1 2 3], [0 1 4], [5 6 0]1Die vorzeichenbehafteten Kofaktoren der ersten Zeile sind -24, 20 und -5.
[2 0 0], [0 3 0], [0 0 4]24Nur das erste Produkt der Entwicklung ist ungleich null.
[1 2 3], [2 4 6], [0 1 1]0Die zweite Zeile hängt von der ersten ab; die Matrix ist daher singulär.

So verwenden Sie die Kofaktorentwicklung

  1. Geben Sie die neun Matrixwerte zeilenweise ein.
  2. Wählen Sie Kofaktorentwicklung berechnen.
  3. Prüfen Sie die drei 2×2-Minoren und ihre Kofaktoren mit wechselnden Vorzeichen.
  4. Addieren Sie die angezeigten Entwicklungsprodukte, um die Determinante zu prüfen.

Häufige Fragen zur Kofaktorentwicklung

Was unterscheidet einen Minor von einem Kofaktor?

Ein Minor ist die Determinante, die nach dem Streichen einer Zeile und Spalte entsteht. Ein Kofaktor ist dieser Minor multipliziert mit dem Vorzeichen des Schachbrettmusters.

Kann ich nach einer anderen Zeile oder Spalte entwickeln?

Ja, jede vollständige Zeilen- oder Spaltenentwicklung liefert dieselbe Determinante. Eine Zeile oder Spalte mit mehreren Nullen verringert meist den Rechenaufwand.

Warum wechseln die Vorzeichen der Kofaktoren?

Das Vorzeichen in Zeile i und Spalte j hängt davon ab, ob i plus j gerade oder ungerade ist. Dieses Schachbrettmuster bewahrt Orientierung und Antisymmetrie der Determinante.

Was bedeutet eine Determinante von null?

Eine Determinante von null bedeutet, dass die Matrix singulär ist und keine Inverse besitzt. Ihre Zeilen oder Spalten sind linear abhängig.

Akzeptiert der Rechner Dezimalzahlen?

Ja, jede Zelle akzeptiert ganze Zahlen oder Dezimalzahlen. Die Berechnung erfolgt mit doppelter Genauigkeit; gerundet wird nur für die Anzeige.