Eigenwert- und Eigenvektor-Rechner

Bestimmen Sie reelle Eigenwerte und normierte Eigenvektoren einer 2-mal-2-Matrix.

Matrixrechner
Geben Sie alle Elemente einer 2-mal-2-Matrix ein.

Über Eigenwerte und Eigenvektoren

Ein Eigenwert und ein Eigenvektor beschreiben eine Richtung, die bei einer linearen Transformation auf derselben Geraden bleibt. Multipliziert eine quadratische Matrix einen Eigenvektor, liegt das Ergebnis auf derselben Geraden wie der ursprüngliche Vektor. Der Eigenwert ist der Skalierungsfaktor in dieser Richtung. Ein positiver Wert erhält den Richtungssinn, ein negativer kehrt ihn um und ein Eigenwert null bildet diese Richtung auf den Nullvektor ab. Dadurch lassen sich komplizierte Matrixtransformationen anhand weniger wichtiger Richtungen und Skalierungsfaktoren verstehen. Für eine 2-mal-2-Matrix bildet der Rechner aus Spur und Determinante das charakteristische Polynom. Die Lösung dieser quadratischen Gleichung liefert bis zu zwei reelle Eigenwerte. Zu jedem Eigenwert löst er das homogene System, das durch Subtraktion dieses Werts von den Diagonalelementen entsteht. Der angezeigte Eigenvektor wird auf die euklidische Länge eins normiert. Ein Eigenvektor bleibt bei Multiplikation mit jeder von null verschiedenen Konstante gültig. Lehrbuch oder Software können daher einen gleichwertigen Vektor mit anderen Vorzeichen oder Beträgen zeigen. Eigenwerte kommen in linearer Algebra, Differentialgleichungen, Statistik, Datenwissenschaft, Physik, Ingenieurwesen und Computergrafik vor. Sie zeigen stabiles und instabiles Verhalten dynamischer Systeme, Hauptrichtungen von Kovarianzmatrizen, Schwingungsmoden von Strukturen und langfristige Muster wiederholter Matrixmultiplikation. Verschiedene Eigenwerte einer 2-mal-2-Matrix liefern im Allgemeinen zwei unabhängige Eigenvektoren und machen sie diagonalisierbar. Ein mehrfacher Eigenwert kann je nach Matrix eine oder zwei unabhängige Richtungen besitzen. Dieser Rechner konzentriert sich auf reelle Eigenwerte von 2-mal-2-Matrizen und meldet eine negative Diskriminante des charakteristischen Polynoms. Komplexe Eigenwerte sind mathematisch gültig, benötigen jedoch eine komplexe Zahlendarstellung außerhalb dieses Werkzeugs. Dezimalwerte werden für die Anzeige gerundet; die Berechnung nutzt die volle JavaScript-Gleitkommagenauigkeit. Verwenden Sie das Ergebnis bei exakten Schulaufgaben als numerische Kontrolle und behalten Sie Wurzeln oder Brüche bei, wenn sich die charakteristische Gleichung einfach faktorisieren lässt. Prüfen Sie jedes Eigenpaar, indem Sie die ursprüngliche Matrix mit dem Vektor multiplizieren und das Produkt mit Eigenwert mal Vektor vergleichen.

Beispiele für Eigenwerte

MatrixEigenwerteEinordnung
[2, 0; 0, 3]3 und 2Bei einer Diagonalmatrix sind die Diagonaleinträge die Eigenwerte.
[2, 1; 1, 2]3 und 1Die Hauptrichtungen sind die beiden Diagonalen.
[4, 2; 1, 3]5 und 2Es ergeben sich zwei verschiedene reelle Eigenwerte.

So berechnen Sie Eigenwerte

  1. Geben Sie die vier Matrixelemente zeilenweise ein.
  2. Wählen Sie Eigenwerte berechnen, um die charakteristische Gleichung zu lösen.
  3. Lesen Sie jeden reellen Eigenwert und den zugehörigen normierten Eigenvektor ab.
  4. Prüfen Sie ein Ergebnis, indem Sie die Matrix mit dem angezeigten Vektor multiplizieren.

Häufig gestellte Fragen

Was ist ein Eigenwert?

Ein Eigenwert ist der Faktor, mit dem eine Matrix eine besondere Richtung skaliert. Er kann positiv, negativ oder null sein.

Was ist ein Eigenvektor?

Ein Eigenvektor ist ein vom Nullvektor verschiedener Vektor, der bei einer Matrixtransformation auf derselben Geraden bleibt. Jedes von null verschiedene skalare Vielfache beschreibt dieselbe Eigenrichtung.

Warum können Eigenvektoren unterschiedlich aussehen?

Länge und Vorzeichen sind nicht eindeutig. Zwei proportionale Vektoren beschreiben denselben Eigenraum und sind gleichermaßen korrekt.

Kann eine Matrix komplexe Eigenwerte haben?

Ja, eine reelle Matrix kann ein konjugiert komplexes Eigenwertpaar haben. Dieser Rechner erkennt den Fall, zeigt aber nur reelle Eigenpaare an.

Wie prüfe ich ein Eigenpaar?

Multiplizieren Sie die Matrix mit dem vorgeschlagenen Eigenvektor. Bis auf Rundung sollte das Ergebnis dem Eigenwert multipliziert mit demselben Vektor entsprechen.