RSBI-Rechner – schneller flacher Atemindex

Berechnen Sie den RSBI aus Atemfrequenz und Atemzugvolumen, um die Bereitschaft zur Beatmungsentwöhnung und zu Spontanatmungsversuchen einzuschätzen.

Geben Sie die gemessene Atemfrequenz und das Atemzugvolumen ein, um den schnellen flachen Atemindex zu berechnen und seine übliche klinische Interpretation anzuzeigen.

RSBI-Rechner – schneller flacher Atemindex
Berechnen Sie den RSBI aus Atemfrequenz und Atemzugvolumen, um die Bereitschaft zur Beatmungsentwöhnung und zu Spontanatmungsversuchen einzuschätzen.

Über den RSBI-Rechner

Der schnelle flache Atemindex, kurz RSBI, ist ein klassischer Parameter zur Entwöhnung von maschinell beatmeten Patienten am Krankenbett. Er vergleicht, wie schnell ein Patient atmet, mit der Luftmenge pro Atemzug. Wer schnell atmet, aber sehr kleine Atemzugvolumina hat, weist einen hohen RSBI auf. Dies spricht für ineffiziente, flache Atmung, die nach einer Extubation möglicherweise nicht aufrechterhalten werden kann. Ein niedrigerer Index weist gewöhnlich auf ein langsameres, tieferes und effizienteres Atemmuster hin. Da die Berechnung nur Atemfrequenz und Atemzugvolumen benötigt, lässt sie sich während eines Spontanatmungsversuchs oder einer anderen strukturierten Entwöhnungsbeurteilung einfach durchführen. Die Formel lautet Atemfrequenz geteilt durch das in Litern angegebene Atemzugvolumen. Atmet ein Patient beispielsweise 20-mal pro Minute bei einem Atemzugvolumen von 500 mL, beträgt der RSBI 40, was oft als günstig gilt. Atmet ein anderer Patient 35-mal pro Minute bei 250 mL Atemzugvolumen, beträgt der RSBI 140. Das deutet auf ausgeprägte flache Atmung und eine höhere Wahrscheinlichkeit eines Extubationsversagens hin. Der weithin gelehrte Grenzwert von 105 stammt aus Validierungsstudien, die zeigten, dass Patienten unter diesem Wert eine Befreiung von der maschinellen Beatmung häufiger tolerierten. Viele Kliniker bevorzugen jedoch noch niedrigere Werte, wenn das gesamte klinische Bild unklar ist. Der RSBI darf nie isoliert interpretiert werden. Die Entwöhnungsbereitschaft hängt außerdem von Oxygenierung, mentalem Status, Sekretlast, Hustenstärke, hämodynamischer Stabilität, Ausdauer der Atemmuskulatur und dem ursprünglichen Grund für die Beatmung ab. Ein guter RSBI garantiert keinen Erfolg, wenn der Patient encephalopathisch, schwer geschwächt oder nicht in der Lage ist, die Atemwege zu schützen. Umgekehrt kann ein leicht erhöhter RSBI bei einem komfortablen Patienten mit günstigem Gasaustausch und kräftigem Husten akzeptabel sein. Die Zahl funktioniert am besten als Teil einer strukturierten Extubationsentscheidung und nicht als alleinige Regel. Dieser Rechner dient der schnellen Schulung und Unterstützung am Krankenbett, besonders beim Dokumentieren oder Prüfen eines Spontanatmungsversuchs. Er hilft Studierenden und Klinikern, die Rechnung sofort zu prüfen und zu sehen, wie sich die Interpretation bei veränderter Atemfrequenz oder verändertem Atemzugvolumen verschiebt. Da Extubationsentscheidungen für die Patientensicherheit sehr folgenreich sind, muss die endgültige Interpretation immer durch qualifizierte Kliniker erfolgen, die das gesamte respiratorische, neurologische und hämodynamische Bild integrieren können.

RSBI-Beispiele

Laden Sie Beispiele zur Beatmungsentwöhnung, um zu sehen, wie sich der Index mit dem Atemmuster verändert.

EingabenAusgabeInterpretation
Atemfrequenz 20/min, Atemzugvolumen 500 mLRSBI 40.0Deutlich unter 80, ein im Allgemeinen günstiges Entwöhnungsmuster.
Atemfrequenz 28/min, Atemzugvolumen 300 mLRSBI 93.3Ein Grenzergebnis, das eine sorgfältige Gesamtbeurteilung erfordert.
Atemfrequenz 35/min, Atemzugvolumen 250 mLRSBI 140.0Ein hoher Index passend zu schneller flacher Atmung und schlechter Entwöhnungstoleranz.

RSBI-Rechner verwenden

  1. Messen Sie während der Spontanatmungsbeurteilung die Atemfrequenz des Patienten in Atemzügen pro Minute.
  2. Messen Sie das Atemzugvolumen in Millilitern und geben Sie beide Werte in den Rechner ein.
  3. Klicken Sie auf RSBI berechnen, um das Atemzugvolumen in Liter umzurechnen und den Index zu berechnen.
  4. Prüfen Sie den Interpretationsbereich und kombinieren Sie ihn mit der Beurteilung von Gasaustausch, Bewusstsein, Husten und Sekreten.

RSBI-Rechner: Häufige Fragen

Was misst der RSBI?
Der RSBI misst die Beziehung zwischen Atemfrequenz und Atemzugvolumen. Er soll schnelle flache Atmung erkennen, ein Muster, das mit Atemmuskeler-müdung und höherem Risiko eines Extubationsversagens verbunden ist.
Warum wird das Atemzugvolumen in Liter umgerechnet?
Die Standardformel des RSBI teilt Atemzüge pro Minute durch das Atemzugvolumen in Litern. Da es oft in Millilitern dokumentiert wird, teilt der Rechner den mL-Wert zuerst durch 1000.
Ist eine Extubation bei RSBI unter 105 immer sicher?
Nein. Ein RSBI unter 105 ist nur ein günstiges Zeichen. Atemwegsschutz, Husten, Oxygenierung, Sekrete, hämodynamische Stabilität und die Ursache des Atemversagens bleiben wichtig.
Was gilt als ausgezeichneter RSBI?
Viele Kliniker fühlen sich bei eindeutig niedrigen Werten wie unter 80 am sichersten, besonders wenn der übrige Spontanatmungsversuch beruhigend ist. Niedrigere Werte spiegeln meist langsamere, tiefere und effizientere Atmung wider.
Kann der RSBI außerhalb der Intensivstation verwendet werden?
Die Berechnung ist einfach, ihre Hauptrolle liegt jedoch in der überwachten Beatmungsentwöhnung und Extubationsentscheidung. Sie sollte von Klinikern interpretiert werden, die Atemmechanik und Gesamtzustand des Patienten kennen.