BODE-Index-Rechner

Bewerten Sie die COPD-Prognose anhand von BMI, Atemwegsobstruktion, Atemnot und Sechs-Minuten-Gehstrecke.

BODE-Index berechnen
Geben Sie klinisch gemessene Werte ein. Dieser Prognosescore muss durch medizinisches Fachpersonal eingeordnet werden.

Über den BODE-Index

Der BODE-Index ist ein mehrdimensionaler Prognosescore für Menschen mit chronisch obstruktiver Lungenerkrankung, kurz COPD. Sein Name steht für Body-Mass-Index, Atemwegsobstruktion, Dyspnoe und körperliche Belastbarkeit. Anders als reine Spirometriewerte verbindet er vier Aspekte der Krankheitslast, die Gesundheit und Überleben beeinflussen können. Die Summe reicht von null bis zehn Punkten; höhere Werte sind in untersuchten Gruppen meist mit höherem Risiko verbunden. Die Obstruktion wird durch FEV1 nach Bronchodilatation als Prozentsatz des Sollwerts abgebildet. Die Belastbarkeit erfasst die Strecke eines standardisierten Sechs-Minuten-Gehtests. Atemnot wird mit der modifizierten Medical-Research-Council-Skala, kurz mMRC, von null bis vier eingestuft. Ein BMI von 21 kg/m2 oder weniger trägt einen Punkt bei. Jede Komponente besitzt validierte Grenzen; die Punkte werden ohne zusätzliche Gewichtung über diese Bänder hinaus addiert. Genaue Eingaben erfordern klinische Tests. Der Gehtest sollte standardisiert erfolgen, und FEV1 aus qualitätsgesicherter Spirometrie stammen, die im Kontext interpretiert wird. Die mMRC-Angabe soll die übliche Einschränkung abbilden, nicht einen vorübergehenden Infekt oder einen außergewöhnlich schlechten Tag. Sauerstoff, Gehhilfen, Rehabilitation, Exazerbationen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und andere Zustände können Gehfähigkeit und Aussagekraft beeinflussen. Wiederholungen unter vergleichbaren Bedingungen sind hilfreicher als uneinheitliche Messvergleiche. Der Index beschreibt Zusammenhänge in Gruppen und kann nicht angeben, wie lange eine einzelne Person leben wird. Moderne Therapie, Raucherstatus, Exazerbationsgeschichte, Blutsauerstoff, Bildgebung, Gebrechlichkeit, Begleiterkrankungen und Zugang zur Versorgung liefern weitere Informationen. Fachpersonen können BODE mit Symptomen und Tests nutzen, um Rehabilitation, Therapieansprechen, Nachsorge oder Gesamtprognose zu besprechen. Ein hoher Score ist keine Notfalldiagnose; ein niedriger schließt schwere Erkrankung nicht aus. Ändern Sie Inhalatoren, Sauerstoff, Bewegung oder andere Therapie nicht aufgrund dieses Rechners. Bei starker oder rasch zunehmender Atemnot, Brustschmerz, Verwirrtheit oder blauen Lippen benötigen Sie dringend medizinische Hilfe. Nutzen Sie das Lernergebnis nur als strukturierte Gesprächshilfe mit einer pneumologischen Fachperson.

Beispiele zum BODE-Index

Jedes Beispiel verwendet die veröffentlichten Punktebereiche.

Klinische WerteScoreBereich
FEV1 70%, Gehstrecke 400 m, mMRC 1, BMI 240 PunkteQuartil 1
FEV1 55%, Gehstrecke 300 m, mMRC 2, BMI 233 PunkteQuartil 2
FEV1 30%, Gehstrecke 120 m, mMRC 4, BMI 1910 PunkteQuartil 4

So berechnen Sie den BODE-Score

  1. Nutzen Sie den FEV1-Sollwertanteil nach Bronchodilatation aus validierter Spirometrie.
  2. Geben Sie die Strecke eines standardisierten Sechs-Minuten-Gehtests ein.
  3. Geben Sie den BMI ein und wählen Sie den mMRC-Grad der üblichen Atemnot.
  4. Wählen Sie BODE-Index berechnen und besprechen Sie das Ergebnis mit der behandelnden Fachperson.

Häufige Fragen

Wofür steht BODE?

BODE steht für Body-Mass-Index, Atemwegsobstruktion, Dyspnoe und Belastbarkeit. Gemeinsam liefern diese Dimensionen breitere Prognoseinformationen als FEV1 allein.

Was ist ein hoher BODE-Score?

Der Score reicht von null bis zehn. Höhere Summen zeigen in den ursprünglichen Studiengruppen höheres Risiko. Ein individueller Wert braucht klinischen Kontext und ist keine sichere Vorhersage.

Kann ich meine Sechs-Minuten-Gehstrecke schätzen?

Ein gemessener standardisierter Test ist klar vorzuziehen, da Tempo, Strecke, Anweisungen und Sauerstoff die Distanz beeinflussen. Eine Schätzung kann die Summe irreführend machen.

Welchen Spirometriewert soll ich eingeben?

Nutzen Sie möglichst FEV1 nach Bronchodilatation in Prozent des Sollwerts. Bestätigen Sie Wert und Testqualität mit der anordnenden Fachperson.

Verändert Behandlung den Score?

Pneumologische Rehabilitation und wirksame COPD-Behandlung können Symptome oder Gehfähigkeit verändern. Scores sollten nur bei einheitlich erhobenen Messungen verglichen werden.