ABI-Rechner (Knöchel-Arm-Index)

Berechnen Sie das Verhältnis des systolischen Knöchel- zum Armdruck zur Beurteilung der arteriellen Beindurchblutung.

Knöchel-Arm-Index
Geben Sie die bei derselben Untersuchung gemessenen systolischen Knöchel- und Armdruckwerte ein.

Über den Knöchel-Arm-Index

Der Knöchel-Arm-Index, kurz ABI, vergleicht nichtinvasiv den systolischen Blutdruck am Knöchel mit dem am Oberarm. Er wird häufig eingesetzt, um eine periphere arterielle Verschlusskrankheit zu erkennen, bei der verengte Arterien die Blutversorgung der Beine vermindern. Üblicherweise erfolgt die Messung nach einer Ruhephase mit einer passenden Manschette und einem Dopplergerät. Jedes Bein wird einzeln beurteilt, da sich die Durchblutung beider Seiten unterscheiden kann. Die Grundformel lautet systolischer Knöcheldruck geteilt durch systolischen Oberarmdruck. Sofern das jeweilige Protokoll nichts anderes vorgibt, wird am Bein der höhere Druck der Arteria dorsalis pedis oder Arteria tibialis posterior und an den Armen der höhere der beiden Oberarmdruckwerte verwendet. Dieser Rechner nimmt jeweils einen ausgewählten Knöchel- und Oberarmdruck an. Beispielsweise ergeben 130 mmHg am Knöchel geteilt durch 120 mmHg am Arm einen ABI von 1.08. Werte von 1.00 bis 1.40 gelten häufig als normal, Werte von 0.91 bis 0.99 als grenzwertig. Ein korrekt gemessener ABI von 0.90 oder weniger ist auffällig und kann die Diagnose einer pAVK stützen. Niedrigere Werte weisen meist auf eine stärkere hämodynamische Beeinträchtigung hin: 0.70 bis 0.90 wird oft als leicht, 0.40 bis 0.69 als mittelgradig und unter 0.40 als schwer bezeichnet. Werte über 1.40 können auf steife, schlecht komprimierbare Arterien hinweisen, etwa bei Diabetes, chronischer Nierenerkrankung oder im höheren Alter. Grenzwerte und Begriffe unterscheiden sich je nach Leitlinie, Labor und klinischem Umfeld. Ein normaler Ruhewert schließt eine Erkrankung nicht immer aus, insbesondere bei Belastungsbeschwerden. Möglich sind zusätzliche Untersuchungen wie Belastungs-ABI, Zehen-Arm-Index, Pulsvolumenregistrierung, Duplexsonografie oder andere Gefäßtests. Falsche Manschettengröße, Körperposition, unzureichende Ruhe, Rhythmusstörungen und Messtechnik können das Verhältnis beeinflussen. Dieser Rechner kann Gefäßerkrankungen weder bestätigen noch ausschließen und darf nicht allein die Behandlung bestimmen. Suchen Sie bei einer plötzlich kalten, blassen, schmerzhaften, tauben oder schwachen Gliedmaße sofort medizinische Hilfe. Besprechen Sie belastungsabhängige Wadenschmerzen, schlecht heilende Wunden oder einen auffälligen ABI mit qualifiziertem medizinischem Fachpersonal.

Beispiele zur ABI-Berechnung

In jedem Beispiel wird der Knöcheldruck durch den Oberarmdruck geteilt.

Gemessene DruckwerteABIÜbliche Einordnung
Knöchel 130 mmHg; Oberarm 120 mmHg1.08Normalbereich.
Knöchel 72 mmHg; Oberarm 120 mmHg0.60Mäßig auffällig.
Knöchel 180 mmHg; Oberarm 120 mmHg1.50Kann auf nicht komprimierbare Gefäße hinweisen.

So berechnen Sie den ABI

  1. Ermitteln Sie den geeigneten systolischen Knöcheldruck durch eine standardisierte Gefäßuntersuchung.
  2. Wählen Sie den passenden systolischen Oberarmdruck aus derselben Untersuchung.
  3. Geben Sie beide Druckwerte in mmHg ein und klicken Sie auf ABI berechnen.
  4. Beurteilen Sie Verhältnis und Kategorie unter Berücksichtigung von Beschwerden, Messtechnik und fachlicher Beratung.

Häufige Fragen zum ABI

Wie lautet die ABI-Formel?

Teilen Sie den ausgewählten systolischen Knöcheldruck durch den ausgewählten systolischen Oberarmdruck. Beide Werte müssen dieselbe Druckeinheit haben.

Welcher ABI spricht für eine pAVK?

Ein korrekt gemessener Ruhe-ABI von 0.90 oder weniger gilt meist als auffällig. Ärztliches Fachpersonal berücksichtigt Beschwerden und kann weitere Untersuchungen zur Bestätigung veranlassen.

Was bedeutet ein ABI über 1.40?

Sehr hohe Werte können auf Arterien hinweisen, die sich unter der Manschette nicht normal zusammendrücken lassen. Ein Zehen-Arm-Index oder ein anderer Gefäßtest kann aussagekräftiger sein.

Sollte jedes Bein separat berechnet werden?

Ja, bei der Standardbeurteilung wird für jedes Bein ein ABI angegeben, da die Erkrankung asymmetrisch sein kann. Dieser Rechner verarbeitet jeweils ein Bein.

Schließt ein normaler ABI Durchblutungsprobleme aus?

Nicht immer, besonders bei reinen Belastungsbeschwerden oder nicht komprimierbaren Gefäßen. Die klinische Beurteilung entscheidet über weitere Untersuchungen.