Corona-Risikorechner für Veranstaltungen und Feiern

Modellieren Sie das relative COVID-19-Risiko anhand von Gruppengröße, Dauer, lokalem Infektionsgeschehen, Impfungen, Masken, Lüftung und engem Kontakt.

Übertragungsrisiko der Veranstaltung schätzen
Geben Sie die aktuellen Bedingungen für eine anschauliche Risikoschätzung ein. Das Modell sagt keine individuelle Infektion voraus.

Zum Corona-Risiko bei Veranstaltungen

Die Übertragung von Coronaviren bei einem Treffen hängt davon ab, ob eine ansteckende Person anwesend ist und wie leicht virushaltige Partikel andere erreichen. Gruppengröße, lokale Fallzahlen, Zeit, enge Kontakte, Lüftung, Masken und Immunität beeinflussen diese Kette. Der Rechner verbindet diese Faktoren zu einer vereinfachten Szenarioschätzung. So lassen sich Alternativen vergleichen, wichtige Risikotreiber erkennen und die Vorteile mehrerer Schutzebenen gegenüber einer einzelnen Maßnahme verstehen. Zunächst schätzt das Modell die Wahrscheinlichkeit, dass mindestens eine teilnehmende Person mit der eingegebenen lokalen Fallrate verbunden ist. Danach werden Expositionsmultiplikatoren für Veranstaltungsdauer und enge Kontakte angewendet. Schlecht gelüftete Innenräume bilden die Basis, gute Innenraumlüftung erhält einen niedrigeren Umweltfaktor und Außenbereiche den niedrigsten. Impfungen und Masken reduzieren das Restrisiko entsprechend den eingegebenen Anteilen. Die abschließende Exponentialumrechnung hält die angezeigte Wahrscheinlichkeit zwischen null und hundert Prozent. Dies ist keine validierte Infektionsprognose. Gemeldete Fälle je 100,000 entsprechen nicht der tatsächlichen aktiven Prävalenz, Meldeverfahren unterscheiden sich und die ansteckende Phase dauert mehrere Tage. Das Modell kennt weder Virusvariante, frühere Infektionen, Zeitpunkt der Impfung, Maskentyp und -sitz noch Luftwechsel pro Stunde, Raumvolumen, Sprechaktivität, Personendichte, Tests oder individuelle Vulnerabilität. Die Zahl eignet sich daher am besten als relativer Index, um dieselbe geplante Veranstaltung mit unterschiedlichen Schutzmaßnahmen zu vergleichen. Mehr Teilnehmende, längere Dauer, engere Kontakte, schlechter Luftaustausch und stärkeres lokales Infektionsgeschehen erhöhen meist das Risiko. Aktivitäten nach draußen zu verlegen, die Personenzahl oder Dauer zu senken, besser zu filtern, bei geeigneten Bedingungen Fenster zu öffnen, gut sitzende Masken zu fördern und bei Krankheit fernzubleiben kann die Exposition verringern. Keine Schutzebene ist perfekt, doch mehrere unabhängige Maßnahmen können das Modellergebnis deutlich verändern. Für Menschen mit erhöhtem medizinischem Risiko sollten zudem zugängliche Teilnahmeoptionen vorgesehen werden. Empfehlungen und Krankheitsmuster ändern sich. Nutzen Sie aktuelle Informationen einer vertrauenswürdigen örtlichen Gesundheitsbehörde statt veralteter Fallraten und beachten Sie Vorgaben für Gesundheitswesen, Gemeinschaftseinrichtungen und Arbeitsplätze. Ein niedriger Wert garantiert keine Sicherheit, ein hoher beweist keine Übertragung. Menschen mit Symptomen oder einem kürzlich positiven Test sollten unabhängig vom Veranstaltungswert den aktuellen medizinischen und behördlichen Empfehlungen folgen.

Beispiele zum Corona-Veranstaltungsrisiko

Die Szenarien zeigen, wie kombinierter Schutz das relative Risiko im Modell verändert.

VeranstaltungsbedingungenModellergebnisHaupteinfluss
15 Personen; 4 Stunden; Fallrate 35; 60% geimpft; 40% mit Maske; schlechte Innenraumlüftung; 180 KontaktminutenEtwa 1.4%Lange enge Kontakte und schlechte Lüftung gleichen den Vorteil der kleinen Gruppe aus.
200 Personen; 6 Stunden; Fallrate 15; 85% geimpft; 70% mit Maske; im Freien; 45 KontaktminutenEtwa 0.2%Außenluft und mehrere Schutzebenen senken die modellierte Exposition.
25 Personen; 2 Stunden; Fallrate 20; 90% geimpft; 95% mit Maske; gute Innenraumlüftung; 120 KontaktminutenEtwa 0.1%Hohe Maskenquote und gute Lüftung verringern das Risiko.
150 Personen; 5 Stunden; Fallrate 80; 30% geimpft; 20% mit Maske; schlechte Innenraumlüftung; 240 KontaktminutenEtwa 54.5%Starkes lokales Infektionsgeschehen und lange Innenraumexposition dominieren.

So verwenden Sie den Risikorechner

  1. Geben Sie erwartete Personenzahl, Dauer und aktuelle lokale Fallrate ein.
  2. Ergänzen Sie die geschätzten Impf- und Maskenquoten der Teilnehmenden.
  3. Wählen Sie die Lüftungssituation und geben Sie die erwarteten Minuten enger Kontakte ein.
  4. Wählen Sie Risiko berechnen und prüfen Sie Prozentwert und Risikostufe.
  5. Ändern Sie jeweils eine Schutzmaßnahme, um sicherere Alternativen zu vergleichen.

Häufige Fragen zum Corona-Veranstaltungsrisiko

Sagt dieser Prozentwert voraus, ob ich COVID-19 bekomme?

Nein. Er ist eine vereinfachte Schätzung für die gesamte Veranstaltung, keine individuelle Prognose. Immunität, Verhalten, Variante, Luftbedingungen und viele nicht erfasste Faktoren verändern das tatsächliche Risiko.

Warum beeinflusst die Veranstaltungsgröße das Risiko?

Mehr Teilnehmende erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass mindestens eine ansteckende Person anwesend ist. Personendichte und Anzahl der Kontakte können darüber hinaus zusätzliches Risiko verursachen.

Wie verändert Lüftung das Ergebnis?

Gegenüber schlecht gelüfteten Innenräumen erhält Außenluft die stärkste und gute Innenraumlüftung eine mittlere Reduktion. Die tatsächliche Wirkung hängt von Raumvolumen, Filterung, Luftstrom und Luftwechsel ab.

Können Masken und Impfungen das Risiko beseitigen?

Sie senken es, garantieren aber keine übertragungsfreie Veranstaltung. Zusammen mit Lüftung, kürzerer Dauer, weniger Personen, Tests und Zuhausebleiben bei Krankheit schützen sie stärker.

Welche lokale Übertragungszahl soll ich eingeben?

Verwenden Sie nach Möglichkeit eine aktuelle Fallzahl je 100,000 aus einer zuverlässigen lokalen Quelle. Gemeldete Fälle können Infektionen unterschätzen und der aktuellen Lage zeitlich hinterherhinken.