Beighton-Score-Rechner

Addieren Sie die neun Beighton-Manöver und vergleichen Sie den Score mit üblichen altersabhängigen Hypermobilitätsgrenzen.

Beighton-Score berechnen
Geben Sie bei positivem Manöver 1, bei negativem 0 ein. Der Score reicht von null bis neun.

Über den Beighton-Score

Der Beighton-Score ist ein schnelles klinisches Screening auf generalisierte Gelenkhypermobilität. Er vergibt je einen Punkt pro Seite bei vier beidseitigen Manövern und einen Punkt für beide flach auf dem Boden liegenden Handflächen bei gestreckten Knien. Insgesamt sind null bis neun Punkte möglich. Geprüft werden passive Rückwärtsstreckung der kleinen Finger, Daumenkontakt zum Unterarm, Überstreckung von Ellenbogen und Knien sowie Rumpfvorbeuge. Der Score ordnet Beobachtungen bei der Abklärung von Hypermobilitätsspektrumstörungen, Ehlers-Danlos-Syndromen und verwandten muskuloskelettalen Beschwerden. Der Rechner bildet eine deterministische Summe aus neun binären Eingaben. Tragen Sie 1 bei positivem und 0 bei negativem Manöver ein. Die Summe wird mit üblichen Altersgrenzen verglichen: 6 für Kinder und Jugendliche, 5 für Erwachsene bis einschließlich 50 Jahre und 4 für Erwachsene über 50. Diese Grenzen berücksichtigen, dass jüngere Menschen meist beweglicher sind und die Beweglichkeit im Alter abnehmen kann. Lokale Abläufe, Fachleitlinien und die individuelle Situation können andere Grenzwerte vorsehen. Die Technik ist wichtig. Beim kleinen Finger wird eine Streckung über 90 Grad im Grundgelenk geprüft. Der Daumentest ist positiv, wenn der Daumen passiv die Beugeseite des Unterarms berühren kann. Ellenbogen und Knie sind bei mehr als 10 Grad Überstreckung positiv. Der Bodentest zählt nur, wenn beide Handflächen bei durchgehend gestreckten Knien flach aufliegen. Schmerzen, Verletzungen, Operationen, neurologische Erkrankungen, Training und die Kraft des Untersuchers beeinflussen die Beurteilung. Ein hoher Score allein diagnostiziert kein Ehlers-Danlos-Syndrom. Dafür sind umfassendere Anamnese und Untersuchung nötig, einschließlich chronischer Schmerzen, wiederholter Verstauchungen, Luxationen, Hautmerkmale, Familiengeschichte, Erschöpfung, autonomer Symptome und Ausschluss anderer Erkrankungen. Umgekehrt schließt ein niedriger Score weder lokale Hypermobilität noch früher vorhandene, altersbedingt verminderte Überbeweglichkeit oder klinisch relevante Instabilität eines bestimmten Gelenks aus. Nutzen Sie das Tool für eine transparente, reproduzierbare Berechnung. Dokumentieren Sie positive Manöver, Einschränkungen durch Schmerz oder Verletzung und Gründe für Überweisung oder Verlaufskontrolle. Menschen mit erheblichen Schmerzen, wiederholten Luxationen, neurologischen Symptomen, kardiovaskulären Auffälligkeiten oder Verdacht auf eine erbliche Bindegewebserkrankung sollten von qualifiziertem medizinischem Fachpersonal untersucht werden.

Beispiele für den Beighton-Score

Positive ManöverScore und GrenzwertEinordnung
Erwachsene Person, 30 Jahre, keine positiven Manöver0 von 9, Grenzwert 5Unter dem üblichen Grenzwert für Erwachsene.
Erwachsene Person, 25 Jahre, sieben positive Manöver7 von 9, Grenzwert 5Erreicht den üblichen Erwachsenengrenzwert für generalisierte Hypermobilität.
Kind, 12 Jahre, fünf positive Manöver5 von 9, Grenzwert 6Trotz mehrerer beweglicher Gelenke unter dem höheren pädiatrischen Grenzwert.

So berechnen Sie den Beighton-Score

  1. Prüfen Sie kleine Finger, Daumen, Ellenbogen und Knie einzeln nach den standardisierten Manöverdefinitionen.
  2. Prüfen Sie, ob beide Handflächen bei gestreckten Knien flach auf dem Boden aufliegen können.
  3. Geben Sie für jedes positive Manöver 1 und für jedes negative 0 ein.
  4. Berechnen Sie die Summe und vergleichen Sie sie mit dem angezeigten altersabhängigen Grenzwert.

Häufige Fragen zum Beighton-Score

Welcher Beighton-Score ist normal?

Es gibt keinen einheitlichen Normalwert für jedes Alter und jede Bevölkerungsgruppe. Jüngere Menschen, Tanzende, Turnende und manche Familien können höhere Werte ohne dieselbe klinische Bedeutung haben.

Diagnostiziert ein hoher Score ein Ehlers-Danlos-Syndrom?

Nein. Er ist Teil einer umfassenderen Beurteilung und muss zusammen mit Symptomen, körperlichen Befunden und Familienanamnese interpretiert werden.

Kann der Score mit dem Alter sinken?

Ja. Die Gelenkbeweglichkeit nimmt häufig ab, sodass ältere Erwachsene trotz früherer Hypermobilität weniger Punkte erreichen können.

Sollten schmerzende Gelenke beim Test mit Kraft bewegt werden?

Nein. Schmerzhafte, verletzte oder instabile Gelenke dürfen nicht gewaltsam bewegt werden, da dies schaden und das Ergebnis verfälschen kann.

Warum werden links und rechts getrennt bewertet?

Getrennte Punkte für beidseitige Gliedmaßenmanöver erfassen Symmetrie und gesamtes Ausmaß der Hypermobilität. Die Rumpfvorbeuge steuert einen weiteren Punkt bei.