Bishop-Score-Rechner

Bewerten Sie fünf Untersuchungsbefunde, um die Zervixreife vor einer Geburtseinleitung zusammenzufassen.

Bishop-Score berechnen
Wählen Sie für jede Kategorie den Befund. Die fünf Punktwerte ergeben zusammen einen Score von 0 bis 13.

Über den Bishop-Score

Der Bishop-Score beschreibt strukturiert die Geburtsbereitschaft der Zervix. Eine geburtshilfliche Fachperson bewertet fünf Befunde der vaginalen Untersuchung: Muttermundweite, Verstreichen der Zervix, Höhenstand des vorangehenden fetalen Teils, Zervixkonsistenz und Zervixposition. Die Summe reicht von null bis dreizehn. Höhere Werte sprechen meist für weiter fortgeschrittene geburtstypische Veränderungen und eine größere Wahrscheinlichkeit einer vaginalen Geburt nach Einleitung ohne umfangreiche Zervixreifung. Die Muttermundweite misst die Öffnung in Zentimetern. Das Verstreichen beschreibt, wie stark sich die Zervix gegenüber ihrem unverstrichenen Zustand verkürzt und ausgedünnt hat. Der Höhenstand setzt den vorangehenden Teil in Bezug zu den mütterlichen Sitzbeinstacheln. Negative Werte liegen höher im Becken, null auf Höhe der Sitzbeinstacheln und positive Werte tiefer. Die Konsistenz wird als derb, mittel oder weich beschrieben; die Position als posterior, mittelständig oder anterior. Dieser Rechner nutzt die herkömmliche Punktetabelle. Muttermundweite, Verstreichen und Höhenstand tragen jeweils bis zu drei Punkte bei, Konsistenz und Position jeweils bis zu zwei. Summen unter sechs gelten häufig als ungünstig, sechs bis acht als günstig und neun oder mehr als sehr günstig. Die Schwellenbezeichnungen variieren zwischen Kliniken und Studien. Die angezeigte Einordnung ist daher eine knappe Lernhilfe und keine Behandlungsanweisung. Der Score unterstützt die klinische Beurteilung, ersetzt sie aber nicht. Einleitungsentscheidungen hängen außerdem vom Entbindungsgrund, Schwangerschaftsalter, Zustand der Fruchtblase, Kindslage und kindlichem Wohlbefinden, früheren Gebärmutteroperationen, Parität, mütterlicher Gesundheit und verfügbaren Reifungsmethoden ab. Unterschiedliche Befundkombinationen können dieselbe Summe ergeben und im Einzelfall dennoch bedeutsam sein. Untersuchungstechnik und Unterschiede zwischen Untersuchenden beeinflussen die Bewertung ebenfalls. Nur geschulte Fachpersonen sollten die Untersuchung durchführen und ihre Bedeutung für die Versorgung festlegen. Schwangere sollten ihre Zervix nicht selbst untersuchen. Wird eine Einleitung besprochen, kann das Geburtshilfeteam Untersuchung, aktuellen Score, nächste Schritte, Medikamente oder mechanische Verfahren sowie die Überwachung von Mutter und Kind erklären.

Beispiele zum Bishop-Score

Ausgewählte BefundeScoreEinordnung
5 cm, 80 Prozent, Höhenstand 0, weich, anterior12 von 13Sehr günstiger Befund mit fortgeschrittenen Zervixveränderungen.
1 bis 2 cm, 40 bis 50 Prozent, Höhenstand -2, mittel, posterior4 von 13Ungünstiger Befund, der Anlass zur Besprechung einer Zervixreifung geben kann.
3 bis 4 cm, 60 bis 70 Prozent, Höhenstand -1, mittel, mittelständig8 von 13Günstiger Score, der mit dem vollständigen geburtshilflichen Befund eingeordnet wird.

So verwenden Sie den Bishop-Score-Rechner

  1. Lassen Sie alle fünf Befunde durch eine geschulte geburtshilfliche Fachperson erheben.
  2. Wählen Sie die passenden Angaben zu Weite, Verstreichen, Höhenstand, Konsistenz und Position.
  3. Wählen Sie Bishop-Score berechnen, um die Punkte zu addieren.
  4. Bewerten Sie die Summe anhand der Einleitungsindikation und des örtlichen geburtshilflichen Protokolls.

Häufige Fragen zum Bishop-Score

Welcher Bishop-Score gilt als günstig?

Sechs oder mehr Punkte gelten häufig als günstig, neun oder mehr als sehr günstig. Kliniken können je nach Protokoll und Patientengruppe andere Schwellen nutzen.

Wie hoch ist der maximale Bishop-Score?

Der herkömmliche Score reicht von null bis dreizehn. Weite, Verstreichen und Höhenstand ergeben jeweils bis zu drei Punkte, Konsistenz und Position jeweils bis zu zwei.

Bedeutet ein niedriger Score, dass die Einleitung scheitert?

Nein. Er zeigt eine geringere Zervixreife zum Untersuchungszeitpunkt. Reifungsverfahren und andere klinische Faktoren können Verlauf und Ergebnis der Einleitung erheblich beeinflussen.

Kann ich meinen Bishop-Score selbst bestimmen?

Der Score erfordert eine vaginale Untersuchung und die Beurteilung des fetalen Höhenstands durch eine geschulte Fachperson. Selbstuntersuchungen sind unzuverlässig und wegen Infektions- oder Verletzungsgefahr nicht empfohlen.

Entscheidet der Score, ob die Geburt eingeleitet werden sollte?

Nein. Er hilft bei der Planung, nachdem eine medizinische Entbindungsentscheidung erwogen wurde. Indikation, Nutzen, Risiken, Schwangerschaftsalter, kindlicher Zustand und mütterliche Vorgeschichte bleiben wesentlich.