Verdünnungsfaktor-Rechner

Bestimmen Sie Verdünnungsfaktor und Verhältnis von Probe zu Verdünnungsmittel aus Anfangs- und Endkonzentration.

Verdünnungsfaktor berechnen
Verwenden Sie für beide Konzentrationen dieselbe Einheit; sie kürzt sich im Verhältnis heraus.

Über Verdünnungsfaktoren

Der Verdünnungsfaktor beschreibt, um welchen Faktor eine angesetzte Lösung geringer konzentriert ist als die Stammlösung. Er ist das Verhältnis von Anfangs- zu Endkonzentration und bei einfacher Volumenverdünnung auch von Gesamtendvolumen zu eingesetztem Stammlösungsvolumen. Ein Faktor von 10 bedeutet ein Zehntel der ursprünglichen Konzentration. Dazu wird ein Teil Stammlösung auf insgesamt zehn Teile aufgefüllt, also mit neun Teilen Verdünnungsmittel versetzt. Dieser Rechner teilt die Anfangskonzentration durch die gewünschte Endkonzentration. Da ein Verhältnis gebildet wird, sind Molarität, Masse pro Volumen, Prozent oder andere Konzentrationsskalen möglich, sofern Einheit und Definition exakt übereinstimmen. Das angezeigte Mischverhältnis beschreibt einen Teil Probe plus die übrigen Teile Verdünnungsmittel. Bei einer 20-fachen Verdünnung sind das ein Teil Probe und 19 Teile Verdünnungsmittel, insgesamt 20 Teile. Die Erhaltungsgleichung C1V1 = C2V2 verbindet den Faktor mit Laborvolumina. Teilen Sie das benötigte Endvolumen durch den Faktor, um das Stammlösungsvolumen zu erhalten, und ergänzen Sie Verdünnungsmittel bis zum Endvolumen. Für 100 Milliliter einer 20-fachen Verdünnung benötigen Sie beispielsweise 5 Milliliter Stammlösung und ausreichend Verdünnungsmittel bis 100 Milliliter. Separat abgemessene 95 Milliliter sind meist annähernd richtig; bei nicht vollständig additiven Volumina ist das Auffüllen auf ein kalibriertes Endvolumen genauer. Bei seriellen Verdünnungen werden die Faktoren multipliziert. Drei aufeinanderfolgende zehnfache Schritte ergeben insgesamt 1,000, nicht 30. Serielle Schritte sind häufig einfacher und genauer als das direkte Pipettieren eines winzigen Volumens in einen großen Kolben. Dokumentieren Sie jeden Schritt, verwenden Sie kalibrierte Geräte, mischen Sie vor dem nächsten Transfer gründlich und wechseln Sie Spitzen, wenn Kontamination relevant ist. Bei Angaben wie 1:10 prüfen Sie, ob ein Teil in insgesamt zehn Teilen oder ein Teil plus zehn Teile gemeint ist, da Fachgebiete unterschiedliche Konventionen nutzen. Verdünnen verändert die Konzentration, erzeugt oder vernichtet aber keine übertragene gelöste Substanz. Die Rechnung setzt voraus, dass der Stoff stabil bleibt, sich vollständig löst, nicht am Gefäß bindet und nicht mit dem Verdünnungsmittel reagiert. Wählen Sie ein kompatibles Mittel und berücksichtigen Sie bei Bedarf Matrixeffekte, pH, Ionenstärke oder biologische Aktivität. Der Rechner liefert die arithmetische Beziehung; Labortechnik und konkrete Methode entscheiden über die Eignung der Lösung.

Beispiele für Verdünnungsfaktoren

Anfangs- zu EndkonzentrationFaktorMischverhältnis
10 mg/mL auf 0.5 mg/mL20×1 Teil Probe und 19 Teile Verdünnungsmittel verwenden.
2 M auf 0.5 M1 Teil Probe und 3 Teile Verdünnungsmittel verwenden.
100 µg/mL auf 1 µg/mL100×1 Teil Probe und 99 Teile Verdünnungsmittel oder serielle Schritte verwenden.

So berechnen Sie einen Verdünnungsfaktor

  1. Geben Sie Stamm- und Zielkonzentration in derselben Einheit an.
  2. Tragen Sie die höhere Anfangskonzentration und die gewünschte Endkonzentration ein.
  3. Wählen Sie Verdünnungsfaktor berechnen, um den Faktor zu erhalten.
  4. Mischen Sie einen Teil Probe mit den angezeigten Teilen Verdünnungsmittel oder skalieren Sie auf das benötigte Endvolumen.

Häufige Fragen zum Verdünnungsfaktor

Was bedeutet eine 10-fache Verdünnung?

Die Endkonzentration beträgt ein Zehntel der Anfangskonzentration. Ein Teil Probe wird mit neun Teilen Verdünnungsmittel auf insgesamt zehn Teile gebracht.

Ist eine Verdünnung von 1:10 immer eindeutig?

Nein. Manche Protokolle meinen einen Teil Probe in insgesamt zehn Teilen, andere einen Teil plus zehn Teile Verdünnungsmittel. Nennen Sie den Faktor oder die Gesamtvolumenkonvention.

Wie werden serielle Verdünnungsfaktoren kombiniert?

Multiplizieren Sie die Faktoren aller Schritte. Zwei 10-fache Schritte ergeben insgesamt eine 100-fache Verdünnung.

Müssen beide Konzentrationen dieselbe Einheit haben?

Ja, rechnen Sie vor dem Dividieren auf dieselbe Konzentrationseinheit um. Andernfalls lässt sich das Zahlenverhältnis nicht gültig interpretieren.

Wie ermittle ich das zu pipettierende Stammlösungsvolumen?

Teilen Sie das gewünschte Endvolumen durch den Verdünnungsfaktor. Übertragen Sie dieses Stammlösungsvolumen und füllen Sie mit Verdünnungsmittel bis zum angegebenen Endvolumen auf.