RLC-Schaltungsrechner

Analysieren Sie RLC-Reihen- und Parallelschaltungen und bestimmen Sie Impedanz, Resonanzfrequenz, Blindwiderstand, Phasenwinkel und Leistungsfaktor.

RLC-Schaltungsanalyse
Geben Sie positive Bauteilwerte und eine Wechselstromfrequenz ein.

Über RLC-Schaltungsberechnungen

Eine RLC-Schaltung kombiniert einen Widerstand, eine Spule und einen Kondensator in einem Wechselstromnetzwerk. Jedes Bauteil reagiert anders auf Frequenzänderungen. Der Widerstand setzt elektrische Energie in Wärme um und ist im idealen Modell frequenzunabhängig. Der induktive Blindwiderstand steigt gemäß XL = 2πfL mit der Frequenz, während der kapazitive gemäß XC = 1 / (2πfC) sinkt. Ihr Zusammenspiel bestimmt Impedanz, Phasenlage und Frequenzgang der Schaltung. In einer Reihenschaltung fließt durch alle Bauteile derselbe Strom. Der resultierende Blindwiderstand ist XL minus XC. Der Impedanzbetrag ist die Quadratwurzel aus R zum Quadrat plus resultierendem Blindwiderstand zum Quadrat. Ein positiver Phasenwinkel bedeutet induktives Verhalten: Der Strom eilt der Spannung nach. Ein negativer Winkel bedeutet kapazitives Verhalten: Der Strom eilt vor. Der Leistungsfaktor ist der Kosinus dieses Winkels und nähert sich eins, wenn Spannung und Strom phasengleich sind. In einer Parallelschaltung liegt an jedem Zweig dieselbe Spannung. Deshalb werden Leitwert und Blindleitwert zunächst zur Admittanz addiert; deren Kehrwert ergibt die Impedanz. Dieser Rechner setzt ideale Bauteile in drei parallelen Zweigen voraus. Reale Spulen haben einen Wicklungswiderstand, Kondensatoren einen äquivalenten Serienwiderstand. Beide können sich mit Temperatur und Frequenz ändern, weshalb Labormessungen vom idealen Ergebnis abweichen können. Resonanz entsteht, wenn sich induktive und kapazitive Wirkungen aufheben. Die ideale Resonanzfrequenz beträgt 1 / (2π mal Quadratwurzel aus LC) und hängt nicht vom Widerstand ab. Bei Serienresonanz ist die Impedanz minimal und der Strom maximal. Bei Parallelresonanz heben sich ideale Zweigströme auf, und die Gesamtimpedanz erreicht ihr Maximum. Resonanz ist grundlegend für Funkabstimmung, Filter, Oszillatoren, Anpassnetzwerke und frequenzselektive Sensoren. Vergleichen Sie Ergebnisse mit einheitlichen Einheiten. Das Werkzeug nimmt Induktivitäten in Millihenry und Kapazitäten in Mikrofarad entgegen und rechnet intern in SI-Einheiten um. Die Frequenz wird in Hertz und der Widerstand in Ohm eingegeben. Die Ergebnisse eignen sich für Lehrveranstaltungen, Vorentwürfe und die Kontrolle von Handrechnungen. Bei sicherheitskritischer oder hochfrequenter Hardware gehören Bauteiltoleranzen, parasitäre Effekte, Spannungs- und Stromgrenzwerte sowie der gemessene Frequenzgang in die abschließende technische Analyse.

Beispiele für RLC-Schaltungen

EingabenWichtigstes ErgebnisEinordnung
Reihe: 100 Ω, 100 mH, 10 µF, 50 HzZ = 303.8226 ΩUnterhalb der Resonanz überwiegt der kapazitive Blindwiderstand.
Parallel: 100 Ω, 100 mH, 10 µF, 50 HzZ = 32.9139 ΩDie Zweigadmittanzen werden vor der Kehrwertbildung addiert.
Reihe: 50 Ω, 10 mH, 100 µF, 159.1549 HzZ ≈ 50 ΩBei Resonanz heben sich die Blindwiderstände nahezu auf.

So verwenden Sie den RLC-Schaltungsrechner

  1. Wählen Sie, ob Widerstand, Spule und Kondensator in Reihe oder parallel verbunden sind.
  2. Geben Sie Widerstand in Ohm, Induktivität in Millihenry und Kapazität in Mikrofarad ein.
  3. Geben Sie die angelegte Wechselstromfrequenz in Hertz ein.
  4. Wählen Sie Berechnen, um Impedanz, Resonanz, Blindwiderstände, Phase und Leistungsfaktor anzuzeigen.

Häufige Fragen zu RLC-Schaltungen

Was ist Resonanz in einer RLC-Schaltung?

Sie tritt bei der Frequenz auf, bei der sich induktive und kapazitive Wirkungen aufheben. Eine ideale Reihenschaltung hat dann minimale, eine ideale Parallelschaltung maximale Impedanz.

Warum kann der Phasenwinkel negativ sein?

Ein negativer Phasenwinkel zeigt an, dass der kapazitive Blindwiderstand größer als der induktive ist. In der idealen Schaltung eilt der Strom daher der angelegten Spannung voraus.

Was zeigt der Leistungsfaktor?

Er ist der Kosinus des Phasenwinkels zwischen Spannung und Strom. Ein Wert nahe eins bedeutet, dass ein größerer Anteil der zugeführten Scheinleistung im Widerstand zu Wirkleistung wird.

Verändert der Widerstand die Resonanzfrequenz?

Die grundlegende ideale Formel nutzt nur Induktivität und Kapazität. Der Widerstand beeinflusst Dämpfung und Bandbreite; reale Verluste können das gemessene Maximum leicht verschieben.

Kann ich gemessene Bauteilwerte verwenden?

Ja, Messwerte liefern oft eine bessere Schätzung als Nennwertaufdrucke. Halten Sie die angezeigten Einheiten ein und berücksichtigen Sie parasitäre Widerstände, wenn Genauigkeit wichtig ist.