Rechner für die resultierende Kraft

Addieren Sie zwei Kraftvektoren und bestimmen Sie Gesamtkraft, Richtung, Komponenten und Beschleunigung.

Rechner für die resultierende Kraft
Geben Sie die Objektmasse sowie Betrag und Winkel zweier Kräfte ein. Die Winkel werden gegen den Uhrzeigersinn ab der positiven x-Achse gemessen.

Erster Kraftvektor

Zweiter Kraftvektor

Über die resultierende Kraft

Die resultierende Kraft ist die Vektorsumme aller Kräfte auf ein Objekt. Anders als gewöhnliche Arithmetik berücksichtigt die Vektoraddition neben dem Betrag auch die Richtung. Zwei Kräfte können sich verstärken, teilweise aufheben oder eine Resultierende mit neuer Richtung bilden. Dieser Rechner zerlegt zwei Kraftvektoren in senkrechte x- und y-Komponenten, addiert die zugehörigen Komponenten und bestimmt daraus Betrag und Richtung der Resultierenden. Bei bekannter Masse berechnet er außerdem mit Newtons zweitem Gesetz die Beschleunigung. Winkel werden gegen den Uhrzeigersinn ab der positiven x-Achse gemessen. Die x-Komponente jeder Kraft ist ihr Betrag mal Kosinus des Winkels, die y-Komponente ihr Betrag mal Sinus. Die resultierenden Komponenten sind die Summen der Einzelkomponenten. Der Satz des Pythagoras liefert den Gesamtbetrag, der Arkustangens mit zwei Argumenten die Richtung im richtigen Quadranten. Der nichtnegative Kraftbetrag geteilt durch die Masse ergibt den Beschleunigungsbetrag. Vorzeichen enthalten wichtige physikalische Informationen. Eine Kraft bei null Grad zeigt nach rechts, bei neunzig Grad nach oben, bei einhundertachtzig Grad nach links und bei minus neunzig Grad nach unten. Gleich große, um einhundertachtzig Grad versetzte Kräfte heben sich auf. Ohne weitere Kräfte entsteht ein Gleichgewicht im Stillstand oder bei konstanter Geschwindigkeit. Senkrechte Kräfte werden nicht direkt addiert: Drei und vier Newton im rechten Winkel ergeben beispielsweise fünf Newton als Resultierende. Erstellen Sie vor der Eingabe ein Freikörperbild. Berücksichtigen Sie nach Bedarf angreifende Kräfte, Gewichtskraft, Normalkraft, Zugkraft, Reibung und Strömungswiderstand und wählen Sie ein einheitliches Koordinatensystem. Das Zwei-Vektoren-Modell eignet sich für Lehrbuchaufgaben und schnelle Kontrollen. Komplexere Systeme lassen sich bearbeiten, indem zunächst Kraftgruppen zusammengefasst oder alle x- und y-Komponenten getrennt summiert werden. Die Rechnung behandelt das Objekt als Massenpunkt und setzt gleichzeitig wirkende Kräfte voraus. Bei starren Körpern können außermittige Kräfte zusätzlich Drehmomente erzeugen; die translatorische Gesamtkraft allein beschreibt daher nicht die gesamte Bewegung.

Beispiele zur resultierenden Kraft

Kräfte und MasseErgebnisBedeutung
3 N bei 0°, 4 N bei 90°, Masse 5 kg5 N bei 53.130102°, a = 1 m/s²Senkrechte Vektoren bilden ein 3-4-5-Dreieck.
10 N bei 0°, 4 N bei 180°, Masse 2 kg6 N bei 0°, a = 3 m/s²Entgegengesetzte Kräfte heben sich teilweise auf.
5 N bei 45°, 5 N bei -45°, Masse 2.5 kg7.071068 N bei 0°, a = 2.828427 m/s²Vertikale Komponenten heben sich auf, horizontale addieren sich.

So berechnen Sie die resultierende Kraft

  1. Zeichnen Sie ein Freikörperbild und wählen Sie die positive x-Achse.
  2. Geben Sie die Objektmasse in Kilogramm ein.
  3. Geben Sie jeden Kraftbetrag und seinen Winkel gegen den Uhrzeigersinn in Grad ein.
  4. Wählen Sie Resultierende Kraft berechnen, um die Vektoren zu zerlegen, zu addieren und anzuzeigen.

Häufige Fragen zur resultierenden Kraft

Was bedeutet eine Gesamtkraft von null?

Dann ist die Beschleunigung null. Das Objekt kann ruhen oder sich mit konstanter Geschwindigkeit bewegen.

Ist die resultierende Kraft ein Skalar oder Vektor?

Sie ist ein Vektor mit Betrag und Richtung. Kräfte müssen daher komponentenweise zusammengefasst werden.

Kann ein Kraftbetrag negativ sein?

Ein Betrag ist normalerweise nichtnegativ; die Richtung wird durch den Winkel angegeben. Dieser Rechner akzeptiert vorzeichenbehaftete Werte als gleichwertige Möglichkeit, die eingegebene Richtung umzukehren.

Wie beeinflusst die Masse die resultierende Kraft?

Die Masse verändert die Summe der eingegebenen Kräfte nicht. Sie verändert die Beschleunigung, denn dieselbe Gesamtkraft beschleunigt eine größere Masse weniger stark.

Ist die Schwerkraft in der Gesamtkraft enthalten?

Nur wenn Sie sie als einen der Kraftvektoren eingeben. Berücksichtigen Sie in einer vollständigen Freikörperanalyse die Gewichtskraft und alle weiteren relevanten äußeren Kräfte.