Rechner für das Malussche Gesetz

Berechne polarisierte Lichtintensität, Anfangsintensität oder Analysatorwinkel mit dem Malusschen Gesetz.

Malussches Gesetz lösen
Wähle die unbekannte Größe und gib die beiden anderen Werte ein.

Über das Malussche Gesetz

Das Malussche Gesetz beschreibt, wie sich die Intensität linear polarisierten Lichts beim Durchgang durch einen idealen linearen Polarisator, den Analysator, verändert. Die durchgelassene Intensität I ist die einfallende polarisierte Intensität I₀ multipliziert mit dem Quadrat des Kosinus des Winkels θ zwischen Polarisationsrichtung und Durchlassachse des Analysators. Bei null Grad sind die Achsen parallel, der Kosinus ist eins und der ideale Analysator lässt die volle polarisierte Intensität durch. Bei neunzig Grad stehen die Achsen senkrecht zueinander und die ideale Durchlassintensität ist null. Der Rechner löst nach jeder der drei Größen auf. Für die Endintensität berechnet er I₀ cos²(θ). Zur Bestimmung der Anfangsintensität teilt er die gemessene Endintensität durch cos²(θ). Bei neunzig Grad ist diese Umkehrung nicht definiert, da ein ideal gekreuzter Analysator keine Information über den ursprünglichen Betrag durchlässt. Für den Hauptwert des Winkels wird der Arkuskosinus der Quadratwurzel aus I/I₀ berechnet und ein Wert zwischen null und neunzig Grad ausgegeben. Ein physikalisch gültiges Intensitätsverhältnis muss zwischen null und eins liegen. Winkel werden in Grad eingegeben und intern für die trigonometrische Rechnung umgewandelt. Die Intensität kann in Watt pro Quadratmeter oder einer anderen einheitlichen Intensitätseinheit vorliegen, da das Verhältnis dimensionslos ist; die Ausgabe verwendet jedoch W/m². Der Anfangswert bezeichnet Licht, das unmittelbar vor dem Analysator bereits linear polarisiert ist. Durchläuft unpolarisiertes Licht zunächst einen idealen Polarisator, halbiert sich seine mittlere Intensität, bevor das Malussche Gesetz auf den zweiten Polarisator angewendet wird. Reale optische Systeme weichen vom Idealmodell ab. Polarisatoren besitzen endliche Transmission, unvollständige Auslöschung, spektrale Abhängigkeit und Ausrichtungsunsicherheit. Streuung, Reflexionen, teilweise polarisiertes Licht, Detektoroffsets und Hintergrundlicht können auch bei gekreuzten Achsen Messwerte ungleich null erzeugen. Ziehe im Labor den Hintergrund ab, miss die tatsächliche Bauteiltransmission und berücksichtige Unsicherheiten. Dennoch ist das Gesetz ein grundlegendes Modell für Polarimetrie, optische Filter, Flüssigkristallanzeigen, Spannungsanalyse, Blendminderung und Physikunterricht. Der Rechner macht direkte und inverse Berechnungen nachvollziehbar und erzwingt das für einen reellen Hauptwinkel nötige Intensitätsverhältnis.

Beispiele zum Malusschen Gesetz

Beispiele für parallele, geneigte und gekreuzte Achsen sowie Rückrechnungen.

Bekannte WerteErgebnisInterpretation
I₀ = 100 W/m², θ = 30°I = 75 W/m²Der Analysator lässt drei Viertel der Intensität durch.
I₀ = 50 W/m², θ = 90°I = 0 W/m²Ideale senkrechte Polarisatoren blockieren den Lichtstrahl.
I = 25 W/m², θ = 45°I₀ = 50 W/m²Die Rückrechnung liefert die Anfangsintensität.
I₀ = 200 W/m², I = 50 W/m²θ = 60°Ein Viertel Transmission entspricht sechzig Grad.

So nutzt du den Malus-Rechner

  1. Wähle Endintensität, Anfangsintensität oder Winkel als gesuchte Größe.
  2. Gib die zwei bekannten Werte in den angezeigten Intensitätseinheiten und Grad ein.
  3. Wähle Berechnen, um das umgestellte Malussche Gesetz zu lösen.
  4. Prüfe, ob die inversen Ergebnisse die physikalischen Intensitäts- und Winkelgrenzen einhalten.

Häufige Fragen

Welchen Winkel verwendet das Malussche Gesetz?

Den Winkel zwischen der einfallenden Polarisationsrichtung und der Durchlassachse des Analysators. Gemeint ist normalerweise nicht der Winkel des Strahlwegs durch das Material.

Warum wird der Kosinus quadriert?

Die auf die Analysatorachse projizierte elektrische Feldamplitude folgt dem Kosinus. Da die Intensität proportional zum Amplitudenquadrat ist, ergibt sich der quadrierte Kosinus.

Kann die Endintensität größer als die Anfangsintensität sein?

Nicht bei einem idealen passiven Analysator nach dem Malusschen Gesetz. Ein größerer Endwert deutet auf widersprüchliche Eingaben, Verstärkung an anderer Stelle oder Messfehler hin.

Gilt das Gesetz auch für unpolarisiertes Licht?

Berücksichtige zuerst die mittlere Halbierung der Intensität durch einen idealen ersten Polarisator. Danach beschreibt das Gesetz die Transmission durch einen weiteren Analysator relativ zur entstandenen Polarisationsachse.

Warum lassen gekreuzte Polarisatoren manchmal Licht durch?

Reale Polarisatoren haben endliche Extinktionsverhältnisse und können fehljustiert sein. Streulicht, Streuung, Wellenlängeneffekte und Detektorhintergrund können ebenfalls Messwerte ungleich null erzeugen.