Rechner für Einfügedämpfung

Berechnen Sie die Signaldämpfung in dB und den übertragenen oder verlorenen Anteil der Eingangsleistung.

Rechner für Signalverluste
Vergleichen Sie die in dBm gemessenen Ein- und Ausgangsleistungspegel.

Über Einfügedämpfung

Die Einfügedämpfung beschreibt, wie stark die Signalleistung sinkt, wenn ein Gerät, Kabel, Steckverbinder, Filter oder anderes Bauteil in einen Übertragungsweg eingefügt wird. Sind beide Messwerte in dBm angegeben, ergibt sie sich einfach aus Eingangsleistung minus Ausgangsleistung. Ein positives Ergebnis bedeutet, dass das Bauteil das Signal dämpft. Beispielsweise ergeben 20 dBm am Eingang und 15 dBm am Ausgang eine Einfügedämpfung von 5 dB. Dezibel verwenden eine logarithmische Skala. Eine dB-Differenz ist daher nicht mit einem linearen Prozentsatz gleichzusetzen. Das übertragene Leistungsverhältnis ist zehn hoch der negativen Einfügedämpfung geteilt durch zehn. Multipliziert mit 100 ergibt es den Prozentsatz der Leistung, der den Ausgang erreicht. Der Rest ist der verlorene Anteil. Bei 3 dB Dämpfung werden etwa 50.12 Prozent der Eingangsleistung übertragen, bei 10 dB sind es 10 Prozent und bei 20 dB nur 1 Prozent. In der HF-Technik dient die Einfügedämpfung zur Charakterisierung von Koaxialkabeln, Antennen, Teilern, Schaltern, Dämpfungsgliedern, Steckverbindern und Filtern. Audio-, optische und allgemeine elektronische Systeme nutzen dasselbe Konzept, wenn ein Bauteil den Signalpegel verändert. Messungen sollten mit angepassten Quellen- und Lastimpedanzen sowie bei gleicher Frequenz, Bandbreite und gleichen Referenzebenen erfolgen. Reflexionen durch Fehlanpassung können zur gemessenen Einfügedämpfung beitragen, selbst wenn das Bauteil kaum Energie dissipiert. Der Rechner akzeptiert negative dBm-Pegel, da dBm eine absolute logarithmische Leistungseinheit mit einem Milliwatt als Bezug ist. Negative dBm bedeuten keine physikalisch negative Leistung, sondern eine Leistung unter einem Milliwatt. Da die Einfügedämpfung von der Pegeldifferenz abhängt, ergibt 0 dBm zu minus 3 dBm denselben Verlust wie 20 dBm zu 17 dBm. Bei passiven Geräten sollte die Ausgangsleistung normalerweise nicht über der Eingangsleistung liegen. Ein aktiver Verstärker kann eine negative Einfügedämpfung erzeugen, die üblicherweise als Verstärkung bezeichnet wird und außerhalb der Eingabeprüfung dieses Rechners für passive Verluste liegt. Verwenden Sie kalibrierte Messungen und berücksichtigen Sie Testkabel oder Adapter, wenn Genauigkeit wichtig ist. Frequenzabhängige Geräte sollten über ihr gesamtes Betriebsband statt nur an einem Punkt bewertet werden. Der berechnete Verlustanteil beschreibt die gegenüber dem Eingang am Ausgang fehlende Leistung. Er zeigt nicht, ob diese in Wärme umgewandelt, zur Quelle reflektiert, abgestrahlt oder in einen anderen Port eingekoppelt wurde. Trotz dieser Einschränkung ist die Einfügedämpfung eine kompakte und allgemein verständliche Größe zum Vergleich von Signalwegen.

Beispiele

LeistungspegelDämpfung und Übertragung
Eingang 20 dBm, Ausgang 15 dBm5 dB Dämpfung; 31.6228% übertragen
Eingang 0 dBm, Ausgang -3 dBm3 dB Dämpfung; 50.1187% übertragen
Eingang -10 dBm, Ausgang -20 dBm10 dB Dämpfung; 10% übertragen

So verwenden Sie den Rechner

  1. Geben Sie die gemessene oder spezifizierte Eingangsleistung in dBm ein.
  2. Geben Sie die Ausgangsleistung in dBm bei gleicher Frequenz und Impedanz ein.
  3. Wählen Sie Berechnen, um Einfügedämpfung und lineare Leistungsanteile zu ermitteln.
  4. Vergleichen Sie das Ergebnis mit dem zulässigen Verlustbudget des Systems.

Häufig gestellte Fragen

Wie wird die Einfügedämpfung aus dBm berechnet?

Ziehen Sie den Ausgangspegel in dBm vom Eingangspegel in dBm ab. Beide Pegel verwenden dieselbe logarithmische Referenz, daher ist ihre Differenz die Einfügedämpfung in dB.

Wie viel Prozent Leistung gehen bei 3 dB verloren?

Bei 3 dB Dämpfung werden etwa 50.12 Prozent der Eingangsleistung übertragen. Ungefähr 49.88 Prozent erreichen den gemessenen Ausgang also nicht.

Kann ein dBm-Wert negativ sein?

Ja. Negative dBm stehen für eine positive Leistung unter einem Milliwatt, nicht für physikalisch negative Leistung.

Entsteht Einfügedämpfung immer durch Wärme?

Nein. Die am Ausgang fehlende Leistung kann je nach Gerät und Messaufbau dissipiert, reflektiert, abgestrahlt oder zu einem anderen Port geleitet werden.

Warum ändert sich die Einfügedämpfung mit der Frequenz?

Materialverluste, Impedanz, Wellenlänge und Bauteilverhalten ändern sich mit der Frequenz. Eine aussagekräftige Spezifikation nennt deshalb die Dämpfung über das gesamte Betriebsband.