Freiraumdämpfungsrechner

Berechnen Sie ideale Funkpfaddämpfung und Empfangsleistung aus Sendeleistung, Entfernung und Frequenz.

Freiraumdämpfung berechnen
Geben Sie die Sendeleistung in dBm, den Abstand in Metern und die Trägerfrequenz in Hertz ein.

Über die Freiraumdämpfung

Die Freiraumdämpfung beschreibt die Abnahme der Funkleistungsdichte, wenn sich eine elektromagnetische Welle von einer idealen Punktquelle ausbreitet. Sie entsteht nicht dadurch, dass Luft das Signal absorbiert. Vielmehr verteilt sich dieselbe abgestrahlte Energie auf eine immer größere Kugeloberfläche. Dieser Rechner ermittelt die ideale Pfaddämpfung aus Abstand und Frequenz und zieht sie anschließend von der Sendeleistung ab. So wird die Empfangsleistung geschätzt, wenn beide Antennengewinne und alle weiteren Verluste null sind. Für Entfernungen in Metern und Frequenzen in Hertz lautet die Gleichung: zwanzigmal der Zehnerlogarithmus der Entfernung plus zwanzigmal der Zehnerlogarithmus der Frequenz minus 147.55. Das Ergebnis wird in Dezibel angegeben. Eine Verdopplung der Entfernung erhöht die Dämpfung um etwa 6.02 dB. Bei konstanten Antennengewinnen bewirkt eine Verdopplung der Frequenz denselben Zuwachs. In diesem vereinfachten Budget entspricht die Empfangsleistung in dBm der Sendeleistung abzüglich der Pfaddämpfung in dB. Da Dezibelgrößen logarithmisch sind, steht die Subtraktion für eine Division linearer Leistungen. Ein vollständiges Funk-Linkbudget berücksichtigt Sendeantennengewinn, Empfangsantennengewinn, Speiseleitungs- und Steckerverluste, Polarisationsfehlanpassung, atmosphärische Absorption, Regendämpfung, Hindernisverluste und weitere Reserven. Richtantennen können einen Teil der Ausbreitungsverluste durch Gewinn ausgleichen, müssen aber ausgerichtet werden. Reale terrestrische Verbindungen sind außerdem Reflexion, Beugung, Streuung, Bewuchs, Gebäuden, Gelände und Mehrwege-Fading ausgesetzt. Die Freiraumdämpfung ist daher ein Ausgangswert, keine Garantie für die Leistung vor Ort. Die zugrunde liegende Friis-Übertragungsbeziehung setzt Fernfeldausbreitung und ungehinderte Sichtverbindung voraus. Verwenden Sie positive Entfernungs- und Frequenzwerte in den angegebenen Einheiten. Die Frequenzumrechnung ist wichtig: Ein Megahertz entspricht einer Million Hertz, ein Gigahertz einer Milliarde Hertz. Vergleichen Sie die geschätzte Empfangsleistung mit der Empfängerempfindlichkeit und planen Sie ausreichend Fading-Reserve für zuverlässigen Betrieb ein. Satelliten-, Mikrowellen-, Mobilfunk-, Wi-Fi-, Bluetooth- und Sensorverbindungen können dieselbe Grundgleichung nutzen, benötigen jedoch jeweils passende Antennen- und Umweltterme. Nahfeldkopplung, geführte Übertragungsleitungen und empirische Indoor-Pfaddämpfungsmodelle erfordern andere Verfahren. Prüfen Sie bei einem produktionsreifen Funkdesign die gesetzlichen Leistungsgrenzen und validieren Sie das endgültige Budget durch Ausbreitungsmodelle und Messungen.

Beispiele zur Freiraumdämpfung

VerbindungsdatenIdeales ErgebnisAnwendung
20 dBm, 50 m, 2.4 GHz74.033625 dB DämpfungKurze Wi-Fi-Verbindung
43 dBm, 1,000 m, 900 MHz91.53485 dB DämpfungVerbindung im Mobilfunkband
0 dBm, 10 m, 2.4 GHz60.054225 dB DämpfungAbschätzung der Bluetooth-Reichweite

So berechnen Sie die Funkpfaddämpfung

  1. Geben Sie die Ausgangsleistung des Senders in dBm ein.
  2. Messen Sie den Sichtlinienabstand und geben Sie ihn in Metern ein.
  3. Rechnen Sie die Trägerfrequenz in Hertz um und geben Sie den positiven Wert ein.
  4. Wählen Sie Berechnen und verwenden Sie ideale Dämpfung und Empfangsleistung in einem vollständigen Linkbudget.

Häufig gestellte Fragen

Was beschreibt die Freiraumdämpfung?

Sie beschreibt die geometrische Ausbreitung von Funkenergie im hindernisfreien Raum. Hindernisse, Wetter, Hardwareverluste und Antennengewinne sind nicht enthalten.

Warum steigt die berechnete Dämpfung mit der Frequenz?

Bei festen isotropen Antennen und konstantem Abstand ergibt die Friis-Beziehung bei höheren Frequenzen eine größere Pfaddämpfung. Reale Antennengewinne können frequenzabhängig sein und müssen separat berücksichtigt werden.

Ist die Empfangsleistung gleich der Empfängereingangsleistung?

Nur im hier verwendeten vereinfachten Fall ohne Gewinn und Zusatzverluste. Ein vollständiges Linkbudget addiert Antennengewinne und subtrahiert Kabel-, Stecker-, Polarisations- und Umweltverluste.

Kann ich Kilometer und Megahertz direkt verwenden?

Nicht in diesen Feldern, die Meter und Hertz verlangen. Rechnen Sie zuerst um, sonst enthält das logarithmische Ergebnis einen großen systematischen Fehler.

Garantiert eine freie Sichtverbindung das Ergebnis?

Nein, Freiraumbedingungen sind eine ideale Referenz. Bodenreflexionen, Hindernisse in der Fresnelzone, Wetter und Mehrwegeausbreitung können eine reale Verbindung weiterhin beeinflussen.