Teleskop-Vergrößerungsrechner

Berechne Vergrößerung, Öffnungsverhältnis, Austrittspupille und den sinnvollen Vergrößerungsbereich.

Leistung von Teleskop und Okular
Gib Teleskopbrennweite, Öffnung und Okularbrennweite in Millimetern ein.

Über die Teleskopvergrößerung

Die Teleskopvergrößerung beschreibt, um wie viel größer der Sehwinkel eines Objekts durch ein Okular gegenüber dem bloßen Auge erscheint. Sie ergibt sich aus Teleskopbrennweite geteilt durch Okularbrennweite. Ein Teleskop mit 1200 mm Brennweite und einem 25 mm-Okular vergrößert 48-fach. Ein Okularwechsel verändert die Vergrößerung. Die Öffnung bleibt wichtig, da sie das Lichtsammelvermögen und das auflösbare Detail bestimmt. Das Öffnungsverhältnis ergibt sich aus Teleskopbrennweite geteilt durch Öffnung und wird häufig als f-Zahl wie f/6 geschrieben. Bei visueller Beobachtung beeinflusst es das Okularverhalten und die Austrittspupille, bei Aufnahmen außerdem stark die Belichtung und Feldgeometrie. Die Austrittspupille ist der Durchmesser des Lichtbündels, das das Okular verlässt. Sie entspricht Öffnung geteilt durch Vergrößerung oder Okularbrennweite geteilt durch f-Zahl. Eine mittlere Austrittspupille von etwa 2 bis 4 mm ist für viele Deep-Sky-Beobachtungen angenehm; für hochvergrößerte Mond- und Planetenbeobachtung nutzt man kleinere Werte. Die angezeigten sinnvollen Grenzen sind Richtwerte, keine Garantien. Die Maximalvergrößerung wird als doppelte Öffnung in Millimetern geschätzt, entsprechend ungefähr 50-fach pro Zoll. Atmosphärisches Seeing, optische Ausrichtung, thermische Stabilität, Zielkontrast und Fertigungsqualität setzen oft eine niedrigere praktische Grenze. Ist das Bild bereits weich, vergrößert zusätzliche Vergrößerung nur die Unschärfe. Die Minimalvergrößerung wird aus Öffnung geteilt durch eine dunkeladaptierte Augenpupille von 7 mm geschätzt. Darunter kann die Austrittspupille größer als die Pupille des Beobachters sein, gesammeltes Licht verschwenden und bei Tageslicht die zentrale Abschattung sichtbar machen. Stelle mit diesen Werten ein ausgewogenes Okularset zusammen, statt nur die höchste Vergrößerung anzustreben. Geringe Vergrößerung hilft beim Auffinden und beim Überblick über große Sternhaufen oder Nebel. Mittlere Vergrößerung eignet sich für viele Galaxien und kleinere Deep-Sky-Objekte. Höhere Vergrößerung zeigt bei gutem Seeing Details an Planeten, Mond und Doppelsternen. Eine Barlowlinse vervielfacht die effektive Brennweite: Multipliziere die berechnete Vergrößerung mit dem Barlowfaktor und dividiere die Austrittspupille durch ihn. Verwende tatsächliche optische Daten und beachte, dass nominelle Okularbrennweiten und Zubehörverstärkungen leicht von den Angaben abweichen können.

Beispiele zur Teleskopvergrößerung

Diese Kombinationen zeigen Vergrößerung, Öffnungsverhältnis und Austrittspupille.

Teleskop und OkularBerechnete LeistungTypische Nutzung
1200 mm Brennweite, 200 mm Öffnung, 25 mm Okular48×, f/6, 4.17 mm AustrittspupilleDeep-Sky-Beobachtung bei geringer Vergrößerung
650 mm Brennweite, 130 mm Öffnung, 10 mm Okular65×, f/5, 2 mm AustrittspupilleVielseitige Beobachtung
1500 mm Brennweite, 150 mm Öffnung, 6 mm Okular250×, f/10, 0.6 mm AustrittspupilleHohe Vergrößerung bei ruhigem Seeing

So berechnest du die Teleskopvergrößerung

  1. Ermittle Teleskopbrennweite und freie Öffnung in Millimetern.
  2. Lies die auf dem Okulargehäuse angegebene Brennweite ab.
  3. Gib alle drei positiven Werte ein und wähle Vergrößerung berechnen.
  4. Vergleiche Vergrößerung und Austrittspupille mit dem sinnvollen Bereich und den Beobachtungsbedingungen.

Häufige Fragen

Wie wird die Teleskopvergrößerung berechnet?

Teile die Teleskopbrennweite durch die Okularbrennweite in derselben Einheit. Ein 1000 mm-Teleskop mit einem 10 mm-Okular ergibt 100-fache Vergrößerung.

Was ist die Austrittspupille?

Sie ist der Durchmesser des Lichtbündels, das dein Auge erreicht. Sie entspricht der Öffnung geteilt durch die Vergrößerung und gibt einen Hinweis auf die Bildhelligkeit.

Ist die maximal sinnvolle Vergrößerung exakt?

Nein. Die doppelte Öffnung in Millimetern ist ein üblicher oberer Richtwert. Seeing, Optikqualität, Kollimation und Zielkontrast können bei geringerer Vergrößerung ein schärferes Bild ergeben.

Was bewirkt eine Barlowlinse?

Sie erhöht die effektive Teleskopbrennweite um ihren angegebenen Faktor. Dadurch steigt die Vergrößerung und die Austrittspupille sinkt ungefähr um diesen Faktor.

Zeigt mehr Vergrößerung immer mehr Details?

Nein. Nutzbare Details werden durch Öffnung, Beugung, Optik und atmosphärisches Seeing begrenzt. Übermäßige Vergrößerung vergrößert Unschärfe, ohne Informationen hinzuzufügen.