Rechner zum Gesetz von Charles

Berechnen Sie temperaturbedingte Änderungen des Gasvolumens bei konstantem Druck.

Berechnung nach dem Gesetz von Charles
Geben Sie das Anfangsvolumen und zwei Temperaturen in derselben Einheit ein.

Über das Gesetz von Charles

Das Gesetz von Charles beschreibt, wie sich das Volumen einer festen Gasmenge bei konstantem Druck mit der absoluten Temperatur ändert. Der Zusammenhang ist direkt proportional: Beim Erwärmen nimmt das Volumen zu, beim Abkühlen nimmt es ab. Die Grundgleichung lautet V1 geteilt durch T1 gleich V2 geteilt durch T2. Umgestellt ergibt sich V2 = V1 × T2 ÷ T1. Diese Berechnung führt der Rechner durch. Vor der Anwendung muss die Temperatur auf einer absoluten Skala angegeben werden. Celsius- und Fahrenheitwerte lassen sich nicht direkt einsetzen, weil ihre Nullpunkte nicht für eine verschwindende molekulare Wärmeenergie stehen. Der Rechner wandelt beide Skalen automatisch in Kelvin um. Zu Celsius werden 273.15 addiert; Fahrenheit wird zunächst in Celsius und anschließend in Kelvin umgerechnet. Anfangs- und Endvolumen haben dieselbe Einheit: Eine Eingabe in Litern liefert ein Ergebnis in Litern. Das Verhältnis gilt auch für Milliliter, Kubikmeter oder Kubikfuß, solange die Volumeneinheit gleich bleibt. Das Modell eignet sich für Ballons, flexible Gasbehälter, Laborvorführungen und näherungsweise Vergleiche des Gasverhaltens. Ein in der Sonne erwärmter Ballon dehnt sich beispielsweise aus, weil die schnelleren Moleküle mehr Platz benötigen, um denselben Druck zu halten. Beim Abkühlen zieht er sich aus dem umgekehrten Grund zusammen. Das Gesetz setzt voraus, dass die Gasmenge unverändert bleibt und sich der Behälter ausreichend frei ausdehnen oder zusammenziehen kann, um den Druck konstant zu halten. Reale Systeme können von diesem idealen Zusammenhang abweichen. Starre Tanks halten den Druck nicht konstant, undichte Behälter behalten keine feste Gasmenge, und Gase nahe der Kondensation oder bei sehr hohem Druck können sich nichtideal verhalten. Das Gesetz von Charles ist daher eine Idealgasabschätzung und kein vollständiges technisches Modell. Verwenden Sie stets Temperaturen oberhalb des absoluten Nullpunkts. Bei wesentlichen Druckänderungen sind gemessene Druckwerte und eine umfassendere Gasgleichung nötig.

Beispiele zum Gesetz von Charles

AusgangsbedingungenEndvolumenSzenario
2 L, von 20°C auf 80°C2.4093 LEin erwärmter Ballon dehnt sich aus.
5 L, von 100°C auf 0°C3.6601 LEin abgekühltes Gas zieht sich zusammen.
10 L, von 20°C auf -50°C7.6121 LEin idealisierter Wetterballon kühlt ab.

So verwenden Sie den Rechner

  1. Geben Sie das Anfangsvolumen des Gases ein.
  2. Geben Sie Anfangs- und Endtemperatur ein.
  3. Wählen Sie die Temperaturskala für beide Werte.
  4. Wählen Sie Endvolumen berechnen und lesen Sie das Ergebnis ab.

Häufig gestellte Fragen

Was besagt das Gesetz von Charles?

Bei konstantem Druck ist das Gasvolumen proportional zur absoluten Temperatur. Auch die Gasmenge muss dabei unverändert bleiben.

Warum werden Temperaturen in Kelvin umgerechnet?

Kelvin ist eine absolute Temperaturskala mit physikalisch bedeutsamem Nullpunkt. Celsius oder Fahrenheit direkt zu verwenden, würde ein falsches Volumenverhältnis ergeben.

Kann ich eine andere Volumeneinheit als Liter verwenden?

Ja, denn die Gleichung verwendet ein Volumenverhältnis. Geben Sie eine beliebige Volumeneinheit ein und lesen Sie das Ergebnis in derselben Einheit.

Funktioniert der Rechner für starre Tanks?

In der Regel nicht, da sich das Volumen eines starren Tanks nicht ändern kann. Beim Erwärmen des Gases ändert sich stattdessen der Druck.

Wann ist das Gesetz von Charles ungenau?

Bei nichtidealen Gasen, hohen Drücken oder Temperaturen nahe der Kondensation sinkt die Genauigkeit. Bei Gasverlust oder erheblichen Druckänderungen gilt es ebenfalls nicht.