Bewerten Sie die zwei PHQ-2-Fragen anhand der Symptomhäufigkeit in den letzten zwei Wochen und lernen Sie den üblichen Grenzwert für weitere Abklärung kennen.
PHQ-2-Fragebogen
Wählen Sie für jedes Symptom, wie häufig es Sie in den letzten zwei Wochen beeinträchtigt hat.
Über das Depressionsscreening mit PHQ-2
Der Patient Health Questionnaire-2, kurz PHQ-2, ist ein kurzes Screening-Instrument für die zwei Kernsymptome einer Depression: Verlust von Interesse oder Freude sowie Niedergeschlagenheit, depressive Stimmung oder Hoffnungslosigkeit. Er fragt nach der Häufigkeit beider Symptome in den vergangenen zwei Wochen. Jede Antwort erhält null bis drei Punkte, insgesamt sind null bis sechs möglich. Der Fragebogen soll Menschen erkennen, die möglicherweise eine ausführlichere Untersuchung benötigen, nicht eine Diagnose stellen.
Überhaupt nicht ergibt null Punkte, einzelne Tage einen Punkt, mehr als die Hälfte der Tage zwei und beinahe jeden Tag drei Punkte. Ein Gesamtwert ab drei wird häufig als positives Screening gewertet. Einrichtungen können je nach Zielgruppe und verfügbaren Ressourcen andere Grenzwerte wählen. Ein höherer Wert deutet auf eine höhere Wahrscheinlichkeit einer depressiven Störung hin. Schweregrad, Dauer, Funktionsbeeinträchtigung, medizinische Ursachen, Substanzeinflüsse, Trauer, bipolare Symptome und Sicherheitsfragen erfordern jedoch eine eigene Beurteilung.
Ein Wert unter drei beweist nicht, dass keine Depression vorliegt. Betroffene berichten möglicherweise weniger Symptome, zeigen andere depressive Merkmale oder erleben trotz geringer Häufigkeit erheblichen Leidensdruck. Umgekehrt beweist ein positives Screening keine Major Depression. Fachpersonen ergänzen es häufig durch den PHQ-9, ein Gespräch, eine Beurteilung der Alltagsfunktion, der Krankengeschichte, des Medikamenten- und Substanzkonsums sowie anderer psychischer Erkrankungen.
Beziehen Sie Ihre Antworten auf die gesamten zwei Wochen, nicht nur auf heute. Bei schwankenden Symptomen wählen Sie die Antwort, die deren Gesamthäufigkeit am besten wiedergibt. Wiederholtes Screening unter vergleichbaren Bedingungen kann Veränderungen sichtbar machen. Behandlungsentscheidungen sollten aber nicht allein auf einem Punktwert beruhen. Unterstützung kann Psychotherapie, soziale und praktische Hilfen, Medikamente, die Behandlung mitwirkender körperlicher Erkrankungen oder eine individuell abgestimmte Kombination umfassen.
Sicherheit ist unabhängig vom Gesamtwert wichtig. Gedanken an Tod, Selbstverletzung oder Suizid werden im PHQ-2 nicht direkt erfragt. Wer die eigene Sicherheit nicht gewährleisten kann, sollte sofort den örtlichen Rettungsdienst oder eine Krisenhotline kontaktieren und eine vertraute Person um Unterstützung bitten. Anhaltende Niedergeschlagenheit, Interessenverlust, Schlaf- oder Appetitveränderungen, Schuldgefühle, Konzentrationsprobleme oder eingeschränkte Alltagsfunktion rechtfertigen auch bei negativem Screening professionelle Hilfe.
Beispiele zur PHQ-2-Auswertung
Antworten
Punktwert
Einordnung
Überhaupt nicht; überhaupt nicht
0
Unter dem üblichen Grenzwert; klinische Bedenken haben dennoch Vorrang.
An einzelnen Tagen; an einzelnen Tagen
2
Unter dem üblichen Grenzwert von drei.
An mehr als der Hälfte der Tage; an mehr als der Hälfte der Tage
4
Positives Screening, das ausführlicher abgeklärt werden sollte.
So verwenden Sie den PHQ-2-Rechner
Denken Sie an die gesamten vergangenen zwei Wochen.
Wählen Sie die passende Häufigkeit für das erste Symptom.
Wählen Sie die passende Häufigkeit für das zweite Symptom.
Berechnen Sie den Gesamtwert und suchen Sie bei besorgniserregenden Beschwerden passende weitere Abklärung.
Häufige Fragen zum PHQ-2-Rechner
Was bedeutet ein PHQ-2-Wert von 3?
Drei ist der häufig verwendete Grenzwert für ein positives Depressionsscreening. Weitere Abklärung ist sinnvoll; eine Depression ist damit nicht diagnostiziert.
Wie hoch ist der maximale PHQ-2-Wert?
Maximal sind sechs Punkte möglich, da jede der beiden Fragen bis zu drei Punkte beiträgt. Höhere Werte bedeuten häufigere depressive Kernsymptome.
Was folgt auf ein positives Screening?
Eine Fachperson kann den PHQ-9 einsetzen und ausführlicher über Symptome, Alltagsfunktion, medizinische Faktoren und Sicherheit sprechen. Das weitere Vorgehen sollte auf der Gesamtbeurteilung beruhen.
Kann auch ein niedriger Wert Hilfe erfordern?
Ja. Leidensdruck, Funktionseinschränkungen, andere Symptome oder Sicherheitsbedenken verdienen unabhängig vom Gesamtwert Aufmerksamkeit.
Erfasst der PHQ-2 das Suizidrisiko?
Nein. Selbstverletzung und Suizid werden nicht direkt erfragt. Bei entsprechenden Bedenken ist deshalb eine gesonderte Sicherheitsbeurteilung unerlässlich.