Herzindex-Rechner

Berechnen Sie Herzzeitvolumen, Körperoberfläche und Herzindex aus Herzfrequenz, Schlagvolumen, Größe und Gewicht.

Herzindex bestimmen
Geben Sie positive Messwerte ein, um das Herzzeitvolumen auf die Körpergröße zu beziehen.

Über den Herzindex

Der Herzindex ist ein hämodynamischer Messwert, der die pro Minute gepumpte Blutmenge auf die Körperoberfläche bezieht. Das Herzzeitvolumen allein ist nützlich, größere Körper benötigen aber meist mehr Blutfluss. Die Division durch die Körperoberfläche ermöglicht sinnvollere Vergleiche zwischen Patienten. Bei der Beurteilung der Herz-Kreislauf-Leistung wird der Herzindex zusammen mit Blutdruck, Sauerstofftransport, Untersuchungsbefunden und weiteren Messwerten betrachtet. Dieser Rechner multipliziert die Herzfrequenz in Schlägen pro Minute mit dem Schlagvolumen in Millilitern pro Schlag und teilt durch 1,000, um Liter pro Minute zu erhalten. Die Körperoberfläche wird nach Mosteller geschätzt: Quadratwurzel aus Größe in Zentimetern mal Gewicht in Kilogramm, geteilt durch 3,600. Abschließend wird das Herzzeitvolumen durch die Körperoberfläche geteilt; der Herzindex ergibt sich in Litern pro Minute pro Quadratmeter. Ein häufig genannter Ruhebereich für Erwachsene liegt etwa bei 2.5 bis 4.0 L/min/m². Referenzintervalle variieren jedoch mit klinischer Situation, Alter, Aktivität, Temperatur, Medikamenten, Schwangerschaft und Messverfahren. Ein abweichender Wert allein ist keine Diagnose. Niedrige Werte können bei eingeschränkter Pumpfunktion, vermindertem zirkulierendem Volumen oder hohem Gefäßwiderstand auftreten; hohe Werte bei Belastung, Fieber, Anämie, Schwangerschaft oder distributiven Zuständen. Die Genauigkeit hängt direkt von den eingegebenen Messwerten ab. Das Schlagvolumen kann echokardiografisch geschätzt oder invasiv gemessen werden; jedes Verfahren hat Annahmen und Fehlerquellen. Größe und Gewicht sollten den Zustand zum Untersuchungszeitpunkt abbilden. Die Mosteller-Formel ist praktisch und weit verbreitet, andere Formeln für die Körperoberfläche können aber leicht abweichende Werte liefern. Nutzen Sie das Ergebnis als Lernhilfe oder nachvollziehbare Kontrolle klinischer Berechnungen, nicht als Ersatz für fachliche Interpretation. Hämodynamische Entscheidungen erfordern das gesamte klinische Bild und häufig wiederholte Messungen zur Trendbeurteilung. Brustschmerz, schwere Atemnot, Ohnmacht, Verwirrtheit oder Schockzeichen erfordern unabhängig vom Rechenwert sofortige medizinische Abklärung.

Beispiele zum Herzindex

MesswerteBerechnetes ErgebnisEinordnung
72 bpm, 70 mL, 175 cm, 70 kgHZV 5.04; KOF 1.84; HI 2.73Typisches Ruhebeispiel innerhalb eines üblichen Erwachsenenbereichs.
60 bpm, 50 mL, 180 cm, 80 kgHZV 3.00; KOF 2.00; HI 1.50Das kleinere Schlagvolumen führt zu einem niedrigeren indexierten Volumen.
90 bpm, 80 mL, 165 cm, 60 kgHZV 7.20; KOF 1.66; HI 4.34Höhere Frequenz und größeres Schlagvolumen erhöhen den Herzindex.

So berechnen Sie den Herzindex

  1. Geben Sie die gemessene Herzfrequenz in Schlägen pro Minute ein.
  2. Geben Sie das Schlagvolumen in Millilitern pro Schlag ein.
  3. Ergänzen Sie Größe in Zentimetern und Gewicht in Kilogramm für die Körperoberfläche.
  4. Wählen Sie Herzindex berechnen und prüfen Sie alle drei angezeigten Werte.

Häufige Fragen zum Herzindex

Was unterscheidet Herzzeitvolumen und Herzindex?

Das Herzzeitvolumen ist die gesamte pro Minute gepumpte Blutmenge. Der Herzindex teilt sie durch die Körperoberfläche, um Menschen unterschiedlicher Größe besser vergleichen zu können.

Welcher Herzindex gilt als normal?

Ein häufiger Ruhe-Referenzbereich für Erwachsene beträgt etwa 2.5 bis 4.0 L/min/m². Der passende Bereich hängt von Kontext und Messmethode ab; die Interpretation sollte ärztlich erfolgen.

Welche Formel für die Körperoberfläche wird verwendet?

Die Mosteller-Formel nutzt Größe in Zentimetern und Gewicht in Kilogramm. Andere anerkannte Formeln können besonders bei ungewöhnlichen Körpermaßen leicht abweichen.

Kann der Rechner Herzinsuffizienz oder Schock diagnostizieren?

Nein. Der Herzindex ist nur ein hämodynamischer Teilwert und erlaubt allein keine Diagnose. Symptome, Untersuchung, Labor, Bildgebung und Messqualität sind ebenfalls wichtig.

Warum kann sich der Herzindex verändern?

Herzfrequenz, Schlagvolumen, Flüssigkeitsstatus, Medikamente, Bewegung, Fieber und Gefäßtonus beeinflussen ihn. Wiederholte Messungen unter vergleichbaren Bedingungen sind oft hilfreicher als ein Einzelwert.