Rechner für Normalapproximation

Nähern Sie eine binomiale Punktwahrscheinlichkeit durch die Normalverteilung an, mit Stetigkeitskorrektur, Mittelwert, Standardabweichung und z-Wert.

Normalapproximation der Binomialverteilung
Geben Sie die Anzahl binomialer Versuche, die Erfolgswahrscheinlichkeit und die Anzahl der Erfolge ein.

Über die Normalapproximation

Der Rechner für Normalapproximation schätzt eine binomiale Wahrscheinlichkeit, indem er eine diskrete binomiale Zufallsvariable durch eine stetige normalverteilte Zufallsvariable ersetzt. Bei einem Binomialexperiment mit n unabhängigen Versuchen und konstanter Erfolgswahrscheinlichkeit p hat die exakte Verteilung den Mittelwert np und die Varianz np(1 - p). Liegt die Verteilung nicht zu nahe an einer ihrer Grenzen, kann eine Normalkurve mit gleichem Mittelwert und gleicher Standardabweichung eine schnelle und nützliche Näherung liefern. Da die Binomialverteilung nur ganzzahlige Werte annimmt, die Normalverteilung jedoch stetig ist, verwendet dieser Rechner eine Stetigkeitskorrektur. Für die Wahrscheinlichkeit von genau x Erfolgen berechnet er die Fläche unter der Normalkurve zwischen x - 0.5 und x + 0.5. Diese um eine halbe Einheit versetzten Grenzen bilden das vollständige Intervall ab, das zur diskreten Anzahl gehört. Ohne diese Korrektur kann die Genauigkeit deutlich sinken, besonders bei nur mäßig großen Stichproben. Eine gängige Faustregel prüft, ob np und n(1 - p) beide mindestens 5 betragen. Diese Größen sind die erwarteten Anzahlen von Erfolgen und Misserfolgen. Sind beide ausreichend groß, ist die Binomialverteilung meist glatt genug und weit genug von ihren Endpunkten entfernt, um durch die Normalkurve vernünftig angenähert zu werden. Der Rechner warnt, wenn eine der Größen unter 5 liegt. Die Rechnung wird dadurch nicht ungültig, doch eine exakte Binomialberechnung ist dann vorzuziehen. Der angezeigte z-Wert beschreibt den Abstand von x zum Mittelwert in Einheiten der Standardabweichung. Die Wahrscheinlichkeit wird dagegen mit den korrigierten Endpunkten berechnet, nicht mit diesem einzelnen z-Wert. Diese Unterscheidung ist wichtig: Der z-Wert hilft bei der Lageinterpretation, während die zwei korrigierten z-Werte die Fläche für eine genaue Erfolgsanzahl bestimmen. Die Näherung eignet sich besonders für große Qualitätskontrollstichproben, Umfragemodelle, wiederholte unabhängige Tests und Unterrichtsaufgaben, bei denen direkte Fakultätsformeln umständlich werden. Das zugrunde liegende Experiment muss die Binomialannahmen erfüllen. Die Versuchszahl ist fest, jeder Versuch hat zwei relevante Ausgänge, die Versuche sind unabhängig und p bleibt konstant. Bei Ziehen ohne Zurücklegen aus einer kleinen Grundgesamtheit oder bei veränderlichen Wahrscheinlichkeiten können diese Annahmen verletzt sein. Für seltene Ereignisse mit sehr kleinem p kann eine Poisson-Approximation geeigneter sein. Wenn hohe Präzision erforderlich ist, sollte stets Software für exakte binomiale Wahrscheinlichkeiten bevorzugt werden.

Beispiele zur Normalapproximation

Jedes Ergebnis enthält die Stetigkeitskorrektur um eine halbe Einheit.

EingabenNäherungsergebnisErklärung
n = 100, p = 0.5, x = 50P(X = 50) ≈ 0.079656Das Normalintervall reicht von 49.5 bis 50.5 um den Mittelwert 50.
n = 200, p = 0.25, x = 50P(X = 50) ≈ 0.06504Der Mittelwert ist 50, die Standardabweichung beträgt etwa 6.1237.
n = 100, p = 0.2, x = 22P(X = 22) ≈ 0.0878448np und n(1-p) sind beide größer als 5, daher ist die Normalapproximation sinnvoll.

So verwenden Sie den Normalapproximationsrechner

  1. Geben Sie die feste Anzahl unabhängiger binomialer Versuche ein.
  2. Geben Sie die Erfolgswahrscheinlichkeit je Versuch als Dezimalzahl zwischen null und eins ein.
  3. Geben Sie die ganzzahlige Erfolgsanzahl ein, deren Punktwahrscheinlichkeit Sie annähern möchten.
  4. Wählen Sie Berechnen und prüfen Sie Wahrscheinlichkeit, Verteilungsparameter, z-Wert und Gültigkeitshinweis.

Häufige Fragen zur Normalapproximation

Wann kann ich eine Binomialverteilung durch eine Normalverteilung annähern?

Eine übliche Richtlinie verlangt, dass np und n(1-p) beide mindestens 5 betragen. Größere Werte ergeben meist eine glattere und zuverlässigere Näherung.

Was ist die Stetigkeitskorrektur?

Die Stetigkeitskorrektur erweitert einen diskreten Zählwert auf der stetigen Normalskala um eine halbe Einheit nach beiden Seiten. Für genau x Erfolge verwendet der Rechner x - 0.5 bis x + 0.5.

Warum reicht der z-Wert für eine genaue Erfolgsanzahl nicht aus?

Ein einzelner Punkt hat unter einer stetigen Kurve die Fläche null. Die korrigierten unteren und oberen z-Werte bilden ein Intervall, dessen Fläche die diskrete Wahrscheinlichkeitsmasse annähert.

Liefert dieser Rechner die exakte binomiale Wahrscheinlichkeit?

Nein. Er liefert eine Normalapproximation für ausreichend große und ausgewogene Binomialstichproben. Verwenden Sie bei höchstem Genauigkeitsbedarf einen exakten Binomialrechner.

Welche Annahmen setzt das Verfahren voraus?

Die Versuche müssen unabhängig sein, zwei relevante Ausgänge haben und dieselbe konstante Erfolgswahrscheinlichkeit aufweisen. Auch die Versuchszahl muss vorab feststehen.