Sperrwandler-Rechner

Schätzen Sie den idealen Tastgrad, Wandlerströme und die Schaltenergie einer einfachen Sperrwandler-Leistungsstufe.

Sperrwandler-Werte berechnen
Dieses Vorabmodell setzt ein Windungsverhältnis von 1:1 und ideale Spannungswandlung im kontinuierlichen Betrieb voraus.

Über Sperrwandler-Berechnungen

Ein Sperrwandler speichert Energie in einer gekoppelten Induktivität, während der Primärschalter eingeschaltet ist, und gibt sie bei ausgeschaltetem Schalter an Sekundärseite und Last ab. Dieser Rechner liefert nützliche erste Betriebswerte aus Eingangsspannung, Ausgangsspannung, Ausgangsleistung, Wirkungsgrad und Schaltfrequenz. Der angezeigte ideale Tastgrad setzt gleiche Primär- und Sekundärwindungszahlen voraus. Unter dieser Annahme ergibt das Voltsekundengleichgewicht den Tastgrad als Ausgangsspannung geteilt durch die Summe aus Ein- und Ausgangsspannung. Der mittlere Ausgangsstrom ist die Ausgangsleistung geteilt durch die Ausgangsspannung. Bei einem Wirkungsgrad unter eins ist der mittlere Eingangsstrom größer als Ausgangsleistung geteilt durch Eingangsspannung, da die Quelle auch die Wandlerverluste decken muss. Die Eingangsenergie pro Schaltzyklus entspricht der Eingangsleistung geteilt durch die Schaltfrequenz. Diese Mittelwerte helfen bei der Größenordnung des Entwurfs, sind aber keine Spitzen- oder Effektivströme von Schalter, Diode, Wicklung oder Kondensator. Sperrwandler-Wellenformen sind gepulst, sodass Bauteilbelastungen deutlich über den Mittelwerten liegen können. Das Windungsverhältnis verändert die Beziehung zwischen Spannung und Tastgrad. Bei einem Primär-Sekundär-Verhältnis ungleich eins muss die reflektierte Ausgangsspannung berücksichtigt werden. Diodenflussspannung, Schalterspannungsabfall, Wicklungswiderstand, Streuinduktivität, Snubberverluste, Totzeit und Grenzen der Regelungsart führen ebenfalls zu Abweichungen vom Ideal. Lückender und nichtlückender Betrieb haben unterschiedliche Stromverläufe und Auslegungsgleichungen. Magnetisierungsinduktivität und zulässiger Spitzenstrom bestimmen, wie viel Energie je Zyklus tatsächlich gespeichert werden kann. Nutzen Sie die Ergebnisse zur Plausibilitätsprüfung von Wandlungsverhältnis, Quellenstrom, Laststrom und Energie pro Zyklus vor der detaillierten magnetischen Auslegung. Ein vollständiger Entwurf muss den gesamten Eingangs- und Lastbereich, Kernquerschnitt, Flussdichte, Luftspalt, Drahtstromdichte, Isolationsanforderungen, Kriech- und Luftstrecken, Erwärmung, elektromagnetische Störungen, Regelkreisstabilität und transiente Spannungsbelastung berücksichtigen. Wählen Sie Halbleiter und Kondensatoren mit geeigneten Reserven für Spannung, Strom, Welligkeit, Temperatur und Sicherheit. Netzgespeiste und Hochspannungs-Sperrwandler können tödliche Energie speichern. Eine fachkundige Entwurfsprüfung und sichere Laborverfahren sind unerlässlich.

Sperrwandler-Beispiele

Elektrische EingabenBerechnete WerteAuslegungskontext
12 V auf 24 V, 48 W, 80%, 100 kHz66.67% Tastgrad; 5 A Eingang; 600 µJIdeale 1:1-Hochsetzschätzung
48 V auf 12 V, 60 W, 90%, 200 kHz20% Tastgrad; 1.389 A Eingang; 333.33 µJIdeale 1:1-Herabsetzschätzung
24 V auf 24 V, 36 W, 85%, 150 kHz50% Tastgrad; 1.765 A Eingang; 282.35 µJReferenz bei gleichen Spannungen

So schätzen Sie Sperrwandler-Werte

  1. Geben Sie die Betriebseingangsspannung und die gewünschte Ausgangsspannung ein.
  2. Geben Sie die abgegebene Ausgangsleistung und den erwarteten Wirkungsgrad ein.
  3. Geben Sie die Schaltfrequenz in Kilohertz ein.
  4. Wählen Sie Sperrwandler-Werte berechnen und prüfen Sie idealen Tastgrad und mittlere Ströme.
  5. Führen Sie vor der Bauteilauswahl detaillierte Magnetik- und Belastungsberechnungen durch.

Häufig gestellte Fragen

Welches Transformatorverhältnis wird angenommen?

Der ideale Tastgrad setzt gleiche Primär- und Sekundärwindungszahlen voraus. Ein anderes Verhältnis verändert die reflektierte Spannung und damit den erforderlichen Tastgrad.

Sind die angezeigten Ströme Spitzenströme?

Nein, es sind mittlere Quellen- und Lastströme aus der Leistungsbilanz. Spitzen- oder Effektivströme von Schalter, Diode und Wicklung erfordern Berechnungen zu Betriebsart und Magnetisierungsinduktivität.

Warum beeinflusst der Wirkungsgrad den Eingangsstrom?

Die Eingangsleistung muss Nutzleistung und Verluste decken. Bei gleicher Eingangsspannung und Ausgangsleistung erfordert ein geringerer Wirkungsgrad daher mehr Quellenstrom.

Was bedeutet Energie pro Zyklus?

Sie entspricht der mittleren Eingangsleistung geteilt durch die Schaltfrequenz. Sie zeigt die verarbeitete Energiemenge je Zyklus, legt aber allein weder Magnetisierungsinduktivität noch Spitzenstrom fest.

Kann ich damit einen netzgespeisten Wandler bauen?

Nein, das Ergebnis ist nur eine vorläufige ideale Schätzung. Netzgespeiste Wandler erfordern Fachkenntnisse zu Isolation, transienten Belastungen, EMI, thermischem Verhalten, Schutzmaßnahmen und geltenden Sicherheitsnormen.