Rechner für magnetische Permeabilität

Berechnen Sie absolute und relative magnetische Permeabilität aus Flussdichte und Feldstärke.

Magnetische Permeabilität berechnen
Geben Sie B in Tesla und H in Ampere pro Meter ein. Der Rechner verwendet μ = B/H.

Über die magnetische Permeabilität

Die magnetische Permeabilität beschreibt, wie leicht sich ein Magnetfeld im Inneren eines Materials bildet. Der Rechner nutzt die Materialgleichung B = μH: B ist die magnetische Flussdichte in Tesla, H die Feldstärke in Ampere pro Meter und μ die absolute Permeabilität in Henry pro Meter. B geteilt durch H ergibt die effektive Permeabilität am gemessenen Arbeitspunkt. Dieser direkte Quotient eignet sich besonders für annähernd lineares Materialverhalten, wenn B und H am selben Ort unter gleichen Bedingungen gemessen wurden. Die relative Permeabilität vergleicht den berechneten Wert mit der Vakuumpermeabilität μ₀ = 4π × 10⁻⁷ H/m. Ein Wert nahe eins bedeutet ein Verhalten ähnlich wie Vakuum oder Luft. Werte knapp unter eins kennzeichnen diamagnetische Materialien, die einem angelegten Feld schwach entgegenwirken. Werte knapp darüber kennzeichnen paramagnetische Materialien, die es schwach verstärken. Ferromagnetische Stoffe wie Eisen können relative Permeabilitäten von Hunderten oder Tausenden besitzen; ihr Verhalten hängt jedoch stark von Feldstärke, Zusammensetzung, Verarbeitung und magnetischer Vorgeschichte ab. Die angezeigte Klassifizierung ist eine praktische Deutung des Quotienten, keine Materialbestimmung im Labor. Reale Ferromagnete sind nichtlinear und zeigen Hysterese. Eine einzelne B/H-Messung liefert daher eine scheinbare oder Sekantenpermeabilität am jeweiligen Arbeitspunkt. Temperatur, Frequenz, mechanische Spannung, Probengeometrie, Luftspalte und Entmagnetisierungsfelder können das Ergebnis verändern. Bei hohen Frequenzen kann die Permeabilität komplex sein, mit getrennten Anteilen für magnetische Energiespeicherung und Verluste. Die Permeabilität wird zur Auswahl von Transformator- und Induktorkernen, zur Induktivitätsabschätzung, zur Entwicklung von Motoren und Sensoren sowie zur Bewertung magnetischer Abschirmung verwendet. Zuverlässige Eingaben sind entscheidend: Verwenden Sie kalibrierte Messgeräte, einheitliche Einheiten und messen Sie B und H im selben Bereich. Erzeugt eine Spule H, lässt es sich aus Windungszahl, Strom und magnetischer Weglänge abschätzen. Messen Sie bei der Geräteentwicklung über den vorgesehenen Feldbereich, da ein Wert weder Sättigung noch eine ganze Hystereseschleife beschreibt. Der Rechner liefert ein schnelles, nachvollziehbares B/H-Ergebnis für Vergleiche, Vorentwürfe und Lernaufgaben.

Beispiele zur magnetischen Permeabilität

Diese Beispiele zeigen, wie sich B/H bei typischen magnetischen Reaktionen verändert.

EingabenBerechnete WerteEinordnung
B = 1.5 T, H = 1000 A/mμ = 1.5 × 10⁻³ H/m; μr = 1193.66Eine hohe relative Permeabilität, typisch für einen ferromagnetischen Kern.
B = 0.002 T, H = 1600 A/mμ = 1.25 × 10⁻⁶ H/m; μr = 0.994718Ein relatives Verhältnis unter eins wird als diamagnetisch eingestuft.
B = 0.001256637 T, H = 1000 A/mμ ≈ 1.256637 × 10⁻⁶ H/m; μr ≈ 1Dies entspricht ungefähr der Vakuumpermeabilität.

So berechnen Sie die Permeabilität

  1. Messen Sie die magnetische Flussdichte B oder geben Sie sie in Tesla ein.
  2. Messen Sie die Feldstärke H am selben Ort oder geben Sie sie in Ampere pro Meter ein.
  3. Wählen Sie Permeabilität berechnen, um B durch H zu teilen und mit dem Vakuum zu vergleichen.
  4. Lesen Sie relative Permeabilität und Materialklassifizierung im Ergebnis ab.

Häufig gestellte Fragen

Was ist magnetische Permeabilität?

Sie beschreibt quantitativ, wie ein Material auf ein angelegtes Magnetfeld reagiert. Bei linearen Materialien ist sie das Verhältnis von Flussdichte B zu Feldstärke H.

Was ist relative Permeabilität?

Sie ist die absolute Permeabilität geteilt durch die Vakuumpermeabilität. Die dimensionslose Größe erleichtert den Vergleich von Materialien.

Warum muss H größer als null sein?

Da B durch H geteilt wird, wäre das Verhältnis bei einer Feldstärke von null nicht definiert. Ein positiver Messwert liefert zudem einen sinnvollen Betrag für diesen Rechner.

Ist die Permeabilität bei jedem Material konstant?

Nur bei linearen Materialien in einem geeigneten Arbeitsbereich ist sie annähernd konstant. Ferromagnetische Permeabilität variiert mit Feldstärke, Temperatur, Frequenz und magnetischer Vorgeschichte.

Welche Einheiten hat die Permeabilität?

Absolute Permeabilität wird in Henry pro Meter gemessen, gleichbedeutend mit Newton pro Amperequadrat. Relative Permeabilität ist ein einheitenloses Verhältnis.