Rechner für Beugung am Haar
Schätzen Sie den Durchmesser eines menschlichen Haars aus Laserwellenlänge, Schirmabstand und gemessenem Beugungsstreifenabstand.
Über die Beugung am Haar
Beispiele zur Beugung am Haar
Diese realistischen Messwerte zeigen den Zusammenhang zwischen Streifenabstand und Haardurchmesser.
| Versuchswerte | Durchmesser | Einordnung |
|---|---|---|
| 650 nm, 2 m, 20 mm | 65 Mikrometer | Ein übliches mittelstarkes Haar, gemessen mit einem roten Laser. |
| 532 nm, 1.5 m, 12 mm | 66.5 Mikrometer | Ein grüner Laser liefert bei anderer Geometrie eine ähnliche Schätzung. |
| 650 nm, 1 m, 10 mm | 65 Mikrometer | Halbierter Schirm- und Streifenabstand lassen das Ergebnis unverändert. |
So messen Sie Haare durch Beugung
- Befestigen Sie ein Haar quer im Strahl eines schwachen Lasers und projizieren Sie das Muster auf einen Schirm.
- Geben Sie die angegebene Laserwellenlänge in Nanometern ein.
- Messen Sie den Abstand vom Haar zum Schirm und geben Sie ihn ein.
- Messen Sie benachbarte Streifenabstände in Millimetern, möglichst als Mittelwert mehrerer Intervalle.
- Wählen Sie Haardurchmesser berechnen und vergleichen Sie das Ergebnis mit üblichen Haardicken.
Häufige Fragen zur Beugung am Haar
Warum verhält sich ein undurchsichtiges Haar wie ein Spalt?
Das Babinet-Prinzip verknüpft die Beugung an komplementären Hindernissen und Öffnungen. Außerhalb des ungebeugten Strahls erzeugen ein Haar und ein gleich breiter Spalt dieselbe Streifengeometrie.
Welche Streifen soll ich messen?
Messen Sie von Mitte zu Mitte benachbarter gleichartiger Streifen. Mehrere Intervalle gemeinsam zu messen und durch ihre Anzahl zu teilen verbessert die Genauigkeit.
Welche Laserwellenlänge soll ich verwenden?
Verwenden Sie die auf dem Laser angegebene Wellenlänge, häufig etwa 532 Nanometer für Grün oder 650 Nanometer für Rot. Eine falsche Wellenlänge verursacht einen proportionalen Durchmesserfehler.
Warum ändert sich das Ergebnis beim Drehen des Haars?
Ein Haar kann einen ovalen Querschnitt und wechselnde Dicke haben. Eine Drehung verändert die projizierte Breite, an der der Strahl gebeugt wird.
Ist die Kleinwinkelgleichung exakt?
Sie ist eine Näherung, die bei üblichen Unterrichtsaufbauten sehr gut funktioniert. Größere Beugungswinkel erfordern für höchste Genauigkeit eine trigonometrische Berechnung.