Light-Kriterien-Rechner für Pleuraergüsse
Ordnen Sie Pleuraflüssigkeit anhand gepaarter Protein- und LDH-Werte als exsudativ oder wahrscheinlich transsudativ ein.
Über die Light-Kriterien
Beispiele zu den Light-Kriterien
| Messwerte | Einordnung | Begründung |
|---|---|---|
| Protein 4/6; LDH 220/300; Normobergrenze 250 | Exsudativ | Alle drei Kriterien sind erfüllt. |
| Protein 2/7; LDH 100/300; Normobergrenze 240 | Wahrscheinlich transsudativ | Kein Kriterium ist erfüllt. |
| Protein 3/6; LDH 190/350; Normobergrenze 240 | Exsudativ | Das LDH-Obergrenzenkriterium ist erfüllt, obwohl keiner der beiden Quotienten seinen Grenzwert überschreitet. |
So wenden Sie die Light-Kriterien an
- Geben Sie die gepaarten Proteinwerte aus Pleuraflüssigkeit und Serum ein.
- Geben Sie die gepaarten LDH-Werte aus Pleuraflüssigkeit und Serum ein.
- Geben Sie den oberen Normwert der Serum-LDH des berichtenden Labors ein.
- Wählen Sie Light-Kriterien anwenden und prüfen Sie jeden Grenzwert.
- Bewerten Sie die Einordnung zusammen mit dem klinischen Bild und weiteren Pleurauntersuchungen.
Häufige Fragen zu den Light-Kriterien
Müssen alle drei Kriterien positiv sein?
Nein. Bereits ein erfülltes Kriterium reicht zur Einordnung als exsudativer Erguss.
Was gilt, wenn kein Kriterium erfüllt ist?
Nach den Light-Kriterien ist der Erguss wahrscheinlich transsudativ. Zur Ursachenklärung bleibt der klinische Kontext erforderlich.
Warum muss die obere Normgrenze der Serum-LDH eingegeben werden?
Das dritte Kriterium nutzt zwei Drittel der oberen Serum-Referenzgrenze des Labors. Diese ist nicht mit der gemessenen Serum-LDH des Patienten gleichzusetzen.
Können Diuretika die Einordnung beeinflussen?
Ja. Diurese kann Pleuraflüssigkeit konzentrieren, sodass manche Transsudate bei Herzinsuffizienz die Exsudatgrenzwerte erreichen.
Ermitteln die Light-Kriterien die verursachende Erkrankung?
Nein. Sie ordnen die Flüssigkeit physiologisch ein. Anamnese, Bildgebung und zusätzliche Flüssigkeitsanalysen klären die wahrscheinliche Ursache.