PERC-Rechner
Wenden Sie alle acht Ausschlusskriterien für Lungenembolie bei einem Patienten mit bereits als niedrig bewerteter Vortestwahrscheinlichkeit an.
Über die PERC-Regel
PERC-Beispiele
| Klinische Befunde | Ergebnis | Bedeutung |
|---|---|---|
| Alter 40, Puls 80, Sauerstoff 98%, alle Anamnesepunkte fehlen | 0 / 8, PERC-negativ | Kann den Verzicht auf weitere LE-Diagnostik nur nach Feststellung einer niedrigen Vortestwahrscheinlichkeit stützen. |
| Alter 65, Puls 110, Sauerstoff 92%, alle übrigen Punkte fehlen | 3 / 8, PERC-positiv | Alters-, Puls- und Sauerstoffkriterium sind erfüllt. |
| Alter 35, Puls 88, Sauerstoff 97%, frühere TVT vorhanden | 1 / 8, PERC-positiv | Schon ein positives Kriterium verhindert den Ausschluss durch PERC. |
So verwenden Sie den PERC-Rechner
- Bestätigen Sie zunächst, dass eine qualifizierte ärztliche Beurteilung eine niedrige LE-Vortestwahrscheinlichkeit ergeben hat.
- Geben Sie Alter, Puls und gemessene Sauerstoffsättigung ein.
- Markieren Sie alle vorhandenen Kriterien aus Anamnese und Untersuchung.
- Wählen Sie PERC-Score berechnen und folgen Sie dem geltenden klinischen Diagnosepfad.
Häufige Fragen zum PERC-Rechner
Was bedeutet PERC-negativ?
Alle acht Kriterien fehlen. Bei passend ausgewählten Niedrigrisikopatienten kann dies den Abschluss der LE-Abklärung ohne D-Dimere unterstützen.
Diagnostiziert PERC-positiv eine Lungenembolie?
Nein. Es bedeutet nur, dass PERC eine LE nicht ausschließen kann. Weitere Abklärung folgt ärztlichem Urteil und dem lokalen Diagnosepfad.
Eignet sich PERC für jeden Patienten mit Brustschmerz?
Nein. Zuerst muss ärztlich eine niedrige LE-Vortestwahrscheinlichkeit festgestellt werden. Die Anwendung bei mittlerem oder hohem Risiko kann unsicher sein.
Warum liegt die Grenze bei null?
Die Regel wurde als acht zwingend negative Befunde validiert, nicht als abgestufter Risikoscore. Schon ein vorhandenes Kriterium macht sie positiv.
Sind nach positivem Ergebnis immer D-Dimere nötig?
Nicht unbedingt. Der nächste Schritt hängt von Vortestwahrscheinlichkeit, Patientenfaktoren und lokalen Protokollen ab. Ärztlich können D-Dimere, Bildgebung oder ein anderer Weg gewählt werden.