Molalität-Rechner

Berechne die Molalität aus der Masse des gelösten Stoffes, seiner molaren Masse und der Lösungsmittelmasse – unabhängig von der Temperatur.

Molalität berechnen
Gib positive Werte in Gramm und Gramm pro Mol ein.

Über die Molalität

Die Molalität ist ein Konzentrationsmaß, das angibt, wie viele Mol eines gelösten Stoffes je Kilogramm Lösungsmittel vorliegen. Ihre Standardeinheit ist Mol pro Kilogramm, meist als mol/kg geschrieben. Anders als die Molarität, die das Gesamtvolumen einer Lösung verwendet, bezieht sich die Molalität nur auf die Masse des Lösungsmittels. Das ist besonders bei Temperaturänderungen nützlich, da die Masse weitgehend konstant bleibt, während sich das Flüssigkeitsvolumen ausdehnen oder zusammenziehen kann. Dieser Rechner wandelt zunächst die eingegebene Masse des gelösten Stoffes in Mol um. Dazu teilt er die Masse in Gramm durch die molare Masse in Gramm pro Mol. Die Lösungsmittelmasse wird separat von Gramm in Kilogramm umgerechnet. Anschließend wird die Stoffmenge durch diese Lösungsmittelmasse geteilt. Beispielsweise enthalten 10 Gramm Natriumchlorid mit einer molaren Masse von 58.44 Gramm pro Mol etwa 0.171116 Mol. In 500 Gramm beziehungsweise 0.5 Kilogramm Lösungsmittel gelöst ergibt sich eine Molalität von ungefähr 0.342231 mol/kg. Trage im Lösungsmittelfeld nicht die Masse der gesamten Lösung ein. Die Lösungsmittelmasse schließt den gelösten Stoff aus: Eine Mischung aus 10 Gramm gelöstem Stoff und 500 Gramm Wasser enthält 500 Gramm Lösungsmittel, nicht 510 Gramm. Auch die molare Masse muss genau zur verwendeten chemischen Substanz und Zusammensetzung passen. Hydratisierte Salze, Gemische und Verbindungen mit unterschiedlichen Formeln können trotz ähnlicher Alltagsnamen verschiedene molare Massen haben. Die Molalität wird häufig bei kolligativen Eigenschaften verwendet, etwa bei Siedepunktserhöhung, Gefrierpunktserniedrigung und osmotischen Untersuchungen. Diese Effekte hängen hauptsächlich von der Anzahl der gelösten Teilchen ab, nicht von ihrer Identität. Dissoziiert ein Stoff in Ionen, kann für eine spätere Berechnung ein zusätzlicher Van't-Hoff-Faktor nötig sein; dieser Rechner gibt die grundlegende Molalität aus und schätzt die Dissoziation nicht ab. Verwende gemessene Massen mit einheitlichen Einheiten, behalte bei Zwischenschritten ausreichend signifikante Stellen bei und runde erst den Endwert entsprechend der Messgenauigkeit. Für eine reproduzierbare Herstellung wiege Gefäß und Materialien mit einer kalibrierten Waage, dokumentiere die Reihenfolge der Zugabe von Lösungsmittel und gelöstem Stoff und schütze flüchtige Lösungsmittel vor Verdunstung. Angaben zu Verbindung, Lösungsmittel, Temperatur und Messgenauigkeit zusammen mit der Molalität erleichtern anderen die Reproduktion und Interpretation des Wertes.

Beispiele zur Molalität

EingabenMolalitätKontext
10 g NaCl, 58.44 g/mol, 500 g Lösungsmittel0.342231 mol/kgEine Natriumchloridlösung
180.156 g Glucose, 180.156 g/mol, 1000 g Lösungsmittel1 mol/kgEin Mol Glucose pro Kilogramm
9.0075 g Wasser, 18.015 g/mol, 250 g Lösungsmittel2 mol/kgEin kompaktes Konzentrationsbeispiel

So berechnest du die Molalität

  1. Gib die Masse des gelösten Stoffes in Gramm ein.
  2. Gib seine molare Masse in Gramm pro Mol ein.
  3. Gib die Lösungsmittelmasse in Gramm ohne den gelösten Stoff ein.
  4. Wähle Molalität berechnen, um die Konzentration anzuzeigen.

Häufige Fragen zur Molalität

Was unterscheidet Molalität und Molarität?

Die Molalität gibt Mol des gelösten Stoffes pro Kilogramm Lösungsmittel an, die Molarität dagegen Mol pro Liter Lösung. Da die Molalität auf Masse beruht, ist sie weniger empfindlich gegenüber Temperaturänderungen.

Enthält die Lösungsmittelmasse den gelösten Stoff?

Nein, sie ist die Masse des lösenden Mediums ohne den gelösten Stoff. Mit der Gesamtmasse der Lösung wäre die berechnete Molalität zu niedrig.

Warum muss die molare Masse eingegeben werden?

Die Formel benötigt die Stoffmenge in Mol statt der Masse in Gramm. Die molare Masse ermöglicht die Umrechnung der gemessenen Stoffmasse in Mol.

Lässt sich die Molalität für ionische Verbindungen verwenden?

Ja, die auf die Formel bezogene Stoffmenge einer Verbindung kann wie bei jedem anderen gelösten Stoff als Molalität angegeben werden. Teilchenbasierte kolligative Berechnungen benötigen gegebenenfalls zusätzlich einen Dissoziations- oder Van't-Hoff-Faktor.