t-Statistik-Rechner

Berechne die Einstichproben-t-Statistik, Freiheitsgrade und Standardfehler aus zusammenfassenden Kennzahlen.

Einstichproben-t-Statistik
Vergleiche einen Stichprobenmittelwert mit einem angenommenen Populationsmittelwert bei unbekannter Populationsvarianz.

Über die t-Statistik

Eine t-Statistik standardisiert die Differenz zwischen einem Stichprobenmittelwert und einem angenommenen Populationsmittelwert. Sie beantwortet die praktische Frage, wie viele geschätzte Standardfehler den beobachteten Mittelwert vom Wert der Nullhypothese trennen. Die Einstichprobenformel lautet t = (x̄ − μ₀) / (s / √n). Dabei ist x̄ der Stichprobenmittelwert, μ₀ der angenommene Mittelwert, s die Stichprobenstandardabweichung und n die Stichprobengröße. Im Zähler steht die ursprüngliche interessierende Differenz, im Nenner der geschätzte Standardfehler des Stichprobenmittelwerts. Durch die Division wird die Differenz auf eine gemeinsame Skala gebracht. So lassen sich Messungen mit unterschiedlichen Einheiten oder Streuungen ähnlich interpretieren. Eine t-Statistik von 2.5 bedeutet, dass der Stichprobenmittelwert 2.5 geschätzte Standardfehler über dem angenommenen Wert liegt. Bei −2 liegt er zwei Standardfehler darunter. Vorzeichen und Betrag haben unterschiedliche Aufgaben. Das Vorzeichen gibt die Richtung relativ zum angenommenen Mittelwert an; der Betrag zeigt, wie ungewöhnlich die Differenz unter dem Nullmodell ist. Ein Wert nahe null bedeutet gute Übereinstimmung. Ein großer Betrag liefert stärkere Evidenz gegen die Nullhypothese. Es gibt jedoch keinen universellen Grenzwert, da die zugehörige Wahrscheinlichkeit von den Freiheitsgraden und der Wahl eines ein- oder zweiseitigen Tests abhängt. Für eine Einstichproben-t-Statistik sind die Freiheitsgrade n − 1. Sie berücksichtigen, dass dieselbe Stichprobe zur Schätzung von Mittelwert und Standardabweichung dient. Bei wenigen Freiheitsgraden hat die t-Verteilung schwerere Verteilungsschwänze als die Normalverteilung. Das spiegelt die zusätzliche Unsicherheit des geschätzten Standardfehlers wider. Mit wachsender Stichprobengröße nähert sich die t-Verteilung der Standardnormalverteilung an. Dieser Rechner zeigt die Statistik und ihre Bestandteile, wählt aber bewusst weder die Hypothesenrichtung noch das Signifikanzniveau. Für einen vollständigen Test vergleichst du die Statistik mit einer t-Verteilung mit n − 1 Freiheitsgraden und berechnest den passenden ein- oder zweiseitigen p-Wert. Richtung und Alpha-Niveau sollten vor Betrachtung der Ergebnisse feststehen. Ein Konfidenzintervall für den Mittelwert ergibt sich auch als x̄ plus/minus kritischer t-Wert mal Standardfehler. Ein gültiges Einstichproben-t-Verfahren setzt unabhängige Beobachtungen und eine quantitative Zielvariable voraus. Bei kleinen Stichproben sollte die Ausgangspopulation annähernd normalverteilt sein; größere Stichproben sind oft robust gegenüber mäßiger Nichtnormalität. Starke Ausreißer können Mittelwert und Standardabweichung verzerren und sollten untersucht werden. Sollen Schlussfolgerungen verallgemeinert werden, muss die Stichprobe außerdem aus einem geeigneten zufälligen oder repräsentativen Verfahren stammen. Prüfe mit dem Rechner die Arithmetik und interpretiere das Ergebnis anschließend anhand von Studiendesign, Annahmen, Effektgröße und fachlicher Relevanz.

Beispiele zur t-Statistik

Zusammenfassende KennzahlenErgebnisInterpretation
x̄ = 105, μ₀ = 100, s = 10, n = 25t = 2.5; df = 24Der Standardfehler beträgt 2; der Stichprobenmittelwert liegt 2.5 Standardfehler über dem angenommenen Wert.
x̄ = 48, μ₀ = 50, s = 4, n = 16t = −2; df = 15Das negative Vorzeichen zeigt, dass der Stichprobenmittelwert unter dem angenommenen Mittelwert liegt.
x̄ = 20, μ₀ = 20, s = 3, n = 9t = 0; df = 8Bei identischen Stichproben- und Hypothesenmittelwerten ist die Statistik null.

So berechnest du eine t-Statistik

  1. Gib den beobachteten Stichprobenmittelwert und den Populationsmittelwert der Nullhypothese ein.
  2. Gib die Stichprobenstandardabweichung und die Zahl unabhängiger Beobachtungen ein.
  3. Klicke auf t-Statistik berechnen, um Standardfehler, t-Wert und Freiheitsgrade zu erhalten.
  4. Nutze das Vorzeichen für die Richtung und vergleiche die Statistik für Schlussfolgerungen mit der passenden t-Verteilung.

Häufige Fragen zur t-Statistik

Was bedeutet eine negative t-Statistik?

Der Stichprobenmittelwert liegt unter dem angenommenen Populationsmittelwert. Die Stärke der Evidenz hängt vom Betrag und den Freiheitsgraden ab.

Warum eine t-Statistik statt einer z-Statistik verwenden?

Bei unbekannter Populationsvarianz nutzt die t-Statistik die Stichprobenstandardabweichung. Ihre Referenzverteilung berücksichtigt die zusätzliche Unsicherheit dieser Schätzung.

Wie werden die Freiheitsgrade berechnet?

Für eine Einstichproben-t-Statistik betragen sie n − 1. Ein Freiheitsgrad wird durch die Schätzung des Stichprobenmittelwerts aus den Daten verbraucht.

Ist eine t-Statistik von 2 signifikant?

Nicht immer. Die Signifikanz hängt von Freiheitsgraden, Ein- oder Zweiseitigkeit und Alpha ab. Berechne einen p-Wert oder vergleiche mit einem passenden kritischen Wert.

Welche Annahmen erfordert die Berechnung?

Die Beobachtungen sollten unabhängig und die Zielvariable quantitativ sein. Kleine Stichproben sollten aus einer annähernd normalen Population ohne einflussreiche Ausreißer stammen.