Rechner für Klassifikationsgenauigkeit

Berechnen Sie Genauigkeit, Präzision, Recall, Spezifität und F1-Wert aus einer binären Konfusionsmatrix.

Klassifikationsmetriken
Geben Sie die vier Anzahlen der Konfusionsmatrix ein, um einen binären Klassifikator zu bewerten.

Über die Klassifikationsgenauigkeit

Die Klassifikationsgenauigkeit misst den Anteil aller Vorhersagen, die ein Modell richtig zugeordnet hat. Dafür werden richtig positive und richtig negative Fälle addiert und durch sämtliche Beobachtungen der Konfusionsmatrix geteilt. Genauigkeit ist anschaulich, sollte aber selten allein interpretiert werden. Bei unausgeglichenen Klassen kann ein Modell fast immer die häufigste Klasse vorhersagen und dennoch eine hohe Genauigkeit erzielen, obwohl es gerade bei wichtigen Fällen versagt. Dieser Rechner zeigt deshalb fünf ergänzende Metriken für binäre Klassifikation. Präzision ist der Anteil tatsächlich positiver Fälle unter den positiv vorhergesagten: TP geteilt durch TP plus FP. Recall, auch Sensitivität genannt, ist der Anteil der tatsächlichen Positiven, die das Modell findet: TP geteilt durch TP plus FN. Spezifität beschreibt die Erkennung negativer Fälle: TN geteilt durch TN plus FP. Der F1-Wert ist das harmonische Mittel aus Präzision und Recall und belohnt eine ausgewogene Leistung, statt eine Kennzahl auf Kosten der anderen zu maximieren. Übertragen Sie Ihre Auswertung zunächst in eine Konfusionsmatrix. Ein richtig positiver Fall ist positiv und wird korrekt positiv vorhergesagt. Ein falsch positiver Fall ist negativ, wird aber fälschlich positiv vorhergesagt. Ein richtig negativer Fall wird korrekt negativ vorhergesagt, ein falsch negativer Fall ist ein übersehener positiver Fall. Alle vier Einträge müssen Anzahlen aus demselben Testdatensatz bei derselben Entscheidungsschwelle sein. Gemischte Prozentwerte, Trainingsbeobachtungen oder Ergebnisse unterschiedlicher Schwellen machen die Metriken ungültig. Welche Kennzahlen wichtiger sind, hängt vom Einsatz ab. Im medizinischen Screening kann eine übersehene Erkrankung schwer wiegen, weshalb Recall oft im Vordergrund steht. Bei Spamfiltern oder automatisierten Sanktionen können falsche Verdächtigungen teuer sein; hier ist Präzision wichtig. Spezifität hilft, wenn negative Fälle zuverlässig ausgeschlossen werden müssen. Vergleichen Sie Metriken auf demselben Datensatz, prüfen Sie die Klassenhäufigkeiten und berücksichtigen Sie Konfidenzintervalle, bevor Sie ein Modell als überlegen einstufen. Der Rechner liefert deterministische Punktschätzungen für schnelle Analysen, Dokumentation und Schwellenvergleiche; er ersetzt keine Validierung mit repräsentativen Daten.

Beispiele zur Genauigkeitsberechnung

KonfusionsmatrixWichtigste ErgebnisseEinordnung
TP 80, FP 20, TN 90, FN 10Genauigkeit 85.00%; F1 84.21%Gute, recht ausgewogene Leistung
TP 50, FP 0, TN 50, FN 0Alle Metriken 100.00%Perfekte Klassifikation in dieser Stichprobe
TP 10, FP 5, TN 180, FN 5Genauigkeit 95.00%; Recall 66.67%Hohe Genauigkeit verdeckt übersehene positive Fälle

So berechnen Sie Klassifikationsmetriken

  1. Zählen Sie richtig positive und falsch positive Fälle in den ausgewerteten Vorhersagen.
  2. Zählen Sie richtig negative und falsch negative Fälle aus demselben Datensatz.
  3. Tragen Sie alle vier nicht negativen Anzahlen in die passenden Felder ein.
  4. Wählen Sie Metriken berechnen und vergleichen Sie Genauigkeit mit Präzision, Recall, Spezifität und F1-Wert.

Häufig gestellte Fragen

Was ist eine gute Klassifikationsgenauigkeit?

Das hängt von Klassenverteilung, Ausgangsleistung und Fehlerkosten ab. Vergleichen Sie mit einer einfachen Baseline und prüfen Sie die übrigen Metriken, bevor Sie das Modell bewerten.

Warum kann Genauigkeit irreführend sein?

Sie gewichtet jede korrekte Vorhersage gleich und kann von einer großen Mehrheitsklasse dominiert werden. Ein Modell kann hohe Genauigkeit haben und trotzdem kaum Fälle der Minderheitsklasse erkennen.

Was unterscheidet Präzision und Recall?

Präzision fragt, wie viele positiv vorhergesagte Fälle tatsächlich positiv waren. Recall fragt, wie viele tatsächlich positive Fälle der Klassifikator gefunden hat.

Wann sollte ich den F1-Wert verwenden?

Verwenden Sie F1, wenn sowohl falsch positive als auch falsch negative Fälle zählen und Sie ein ausgewogenes Gesamtmaß möchten. Richtig negative Fälle fehlen darin; prüfen Sie daher auch Genauigkeit und Spezifität.

Kann ich Prozentwerte statt Anzahlen eingeben?

Nutzen Sie möglichst Anzahlen, da alle Zellen denselben Nenner haben müssen. Proportionale Werte funktionieren nur bei einheitlicher Skalierung und vollständiger Abbildung der Konfusionsmatrix.