Geburtstagsparadoxon-Rechner

Berechne die Wahrscheinlichkeit, dass mindestens zwei Personen in einer Gruppe am selben Tag Geburtstag haben.

Wahrscheinlichkeit gleicher Geburtstage
Gib eine Gruppengröße von 1 bis 365 ein, um das klassische Geburtstagsproblem zu berechnen.

Über das Geburtstagsparadoxon

Das Geburtstagsparadoxon fragt, wie wahrscheinlich es ist, dass mindestens zwei Personen einer Gruppe am selben Tag Geburtstag haben. Das Ergebnis überrascht, weil man oft nur eine ausgewählte Person mit allen anderen vergleicht. Tatsächlich werden aber sämtliche möglichen Paare verglichen. Eine Gruppe mit 23 Personen enthält 253 Paare. Damit gibt es viele Gelegenheiten für eine Übereinstimmung, obwohl der Kalender 365 mögliche Geburtstage bietet. Im Standardmodell liegt die Wahrscheinlichkeit für einen gemeinsamen Geburtstag schon bei 23 Personen etwas über 50 Prozent. Am einfachsten beginnt die Berechnung beim Gegenereignis: Alle Personen haben an unterschiedlichen Tagen Geburtstag. Die erste Person darf an jedem beliebigen Tag Geburtstag haben. Die zweite muss dieses Datum vermeiden, was den Faktor 364/365 ergibt. Die dritte muss zwei bereits belegte Daten vermeiden, also folgt der Faktor 363/365. Diese Multiplikation wird für die gesamte Gruppe fortgesetzt. Zieht man das Produkt von eins ab, erhält man die Wahrscheinlichkeit mindestens einer Übereinstimmung. Als Formel: P(match) = 1 - (365/365)(364/365)...((365-n+1)/365), wobei n die Gruppengröße ist. Dieser Rechner verwendet das übliche vereinfachte Geburtstagsmodell. Alle 365 Kalendertage gelten als gleich wahrscheinlich, der Schalttag wird ausgelassen und die Geburten werden als unabhängig angenommen. Reale Geburtsdaten sind nicht vollkommen gleichmäßig verteilt, da Jahreszeiten, Feiertage, geplante Entbindungen und demografische Muster die täglichen Geburtenraten beeinflussen. Diese Unterschiede machen Übereinstimmungen meist etwas wahrscheinlicher. Für Wahrscheinlichkeitsunterricht, Bewerbungsfragen, Demonstrationen im Unterricht und grobe Planung ist das Standardmodell jedoch passend. Die Wahrscheinlichkeit steigt schnell. Bei 10 Personen beträgt sie etwa 11.7 Prozent, bei 23 etwa 50.7 Prozent, bei 30 etwa 70.6 Prozent und bei 50 mehr als 97 Prozent. Um 99 Prozent zu überschreiten, braucht eine Gruppe 57 Personen. Dieser rasche Anstieg veranschaulicht ein allgemeineres Kollisionsprinzip, das bei Hashing, Kryptografie, Datenbankkennungen und Qualitätskontrolle genutzt wird: Werden viele Elemente einer begrenzten Zahl von Kategorien zugeordnet, treten Duplikate viel früher mit hoher Wahrscheinlichkeit auf, als die Intuition vermuten lässt. Verstehe das Ergebnis als Wahrscheinlichkeit, nicht als Vorhersage darüber, welche Personen oder welches Datum übereinstimmen werden. Eine Wahrscheinlichkeit von 50.7 Prozent bedeutet, dass unter vielen vergleichbaren Gruppen mit 23 Personen etwas mehr als die Hälfte mindestens einen gemeinsamen Geburtstag hätte. Eine einzelne Gruppe kann keine Übereinstimmung, genau ein passendes Paar oder mehrere wiederholte Daten haben. Der Rechner beantwortet unter den genannten Annahmen exakt die Frage nach mindestens einer Übereinstimmung.

Beispiele zum Geburtstagsparadoxon

GruppengrößeÜbereinstimmungswahrscheinlichkeitEinordnung
10 Personen11.6948%Eine Übereinstimmung ist möglich, aber noch vergleichsweise selten.
23 Personen50.7297%Die klassische Schwelle, ab der eine Übereinstimmung wahrscheinlicher ist als keine.
30 Personen70.6316%Etwa sieben von zehn vergleichbaren Gruppen enthalten einen gemeinsamen Geburtstag.
50 Personen97.0374%Ein gemeinsamer Geburtstag ist äußerst wahrscheinlich.

So berechnest du die Wahrscheinlichkeit gleicher Geburtstage

  1. Gib die Gesamtzahl der Personen in der Gruppe ein.
  2. Klicke auf Wahrscheinlichkeit berechnen, um alle möglichen Geburtstagspaare zu berücksichtigen.
  3. Lies den Prozentsatz für gleiche Geburtstage und den ergänzenden Prozentsatz für ausschließlich verschiedene Geburtstage ab.
  4. Ändere die Gruppengröße und vergleiche, wie schnell die Kollisionswahrscheinlichkeit zunimmt.

Häufige Fragen zum Geburtstagsparadoxon

Warum heißt es Paradoxon?

Es ist kein logischer Widerspruch. Der Name kommt daher, dass das Ergebnis der üblichen Intuition widerspricht. Menschen zählen eher die Daten als die schnell wachsende Zahl der Paare.

Warum liegt die Wahrscheinlichkeit schon bei 23 Personen über 50%?

Unter 23 Personen gibt es 253 unterschiedliche Paare, und jedes Paar bietet eine weitere Gelegenheit für eine Übereinstimmung. Diese überlappenden Möglichkeiten ergeben zusammen eine Wahrscheinlichkeit von mehr als der Hälfte.

Wird der 29. Februar berücksichtigt?

Das Standardmodell verwendet 365 gleich wahrscheinliche Geburtstage und lässt den Schalttag aus. Der 29. Februar würde das Ergebnis nur geringfügig ändern und erfordert Annahmen über Geburten in Schaltjahren.

Sind Geburtstage wirklich gleichmäßig verteilt?

Nein, die tatsächliche Geburtenhäufigkeit schwankt nach Jahreszeit und Wochentag. Die Gleichverteilungsannahme liefert das bekannte Lehrbuchergebnis und meist eine nützliche Näherung.

Kann die Formel die Wahrscheinlichkeit dreier gleicher Geburtstage bestimmen?

Nein, diese Berechnung ermittelt mindestens ein Paar mit demselben Datum. Dreifache Übereinstimmungen und die erwartete Anzahl von Übereinstimmungen erfordern andere Belegungsberechnungen.