Wärmeübergangskoeffizient-Rechner

Berechne den konvektiven Wärmeübergangskoeffizienten aus Wärmeleistung, Fläche und Temperaturdifferenz.

Konvektiver Wärmeübergangskoeffizient
Löse h = Q ÷ (A × ΔT) mit Mess- oder Auslegungsdaten zur Wärmeübertragung.

Über Wärmeübergangskoeffizienten

Der konvektive Wärmeübergangskoeffizient, meist h genannt, verknüpft den Wärmestrom an einer Oberfläche mit deren Fläche und der Temperaturdifferenz zum angrenzenden Fluid. Nach dem Newtonschen Abkühlungsgesetz ist die Wärmeleistung gleich h mal Fläche mal Temperaturdifferenz. Umgestellt ergibt sich h = Q ÷ (A × ΔT). Dieser Rechner nutzt diese Umstellung und gibt auch die Wärmestromdichte aus, also die Wärmeleistung geteilt durch die Fläche. Die SI-Einheit ist Watt pro Quadratmeter und Kelvin. Temperaturdifferenzen in Grad Celsius und Kelvin haben denselben Zahlenwert, daher sind beide Skalen geeignet. Das Werkzeug verwendet den Betrag der Differenz zwischen Oberflächen- und Fluidtemperatur, da der Koeffizient üblicherweise positiv angegeben wird. Die Richtung lässt sich dennoch erkennen: Unter passiven Bedingungen fließt Wärme vom wärmeren zum kälteren Bereich. Anders als die Wärmeleitfähigkeit ist ein Konvektionskoeffizient keine reine Stoffeigenschaft. Er fasst das Verhalten von Fluid, Strömung und Oberflächengeometrie zusammen. Geschwindigkeit, Dichte, Viskosität, Wärmeleitfähigkeit, Wärmekapazität, Turbulenz, Ausrichtung, Rauheit und charakteristische Abmessungen können h beeinflussen. Natürliche Konvektion in ruhender Luft hat oft deutlich kleinere Werte als erzwungene Luftströmung; Sieden und Kondensation können viel größere Werte erzeugen. Veröffentlichte Bereiche helfen bei der Vorauswahl, endgültige Auslegungswerte sollten aber aus geeigneten Korrelationen, Versuchen oder validierten Simulationen stammen. Die Berechnung setzt voraus, dass Wärmeleistung, Fläche und repräsentative Temperaturen dieselbe Grenze und denselben Betriebszustand beschreiben. Ungleichmäßige Wandtemperaturen, veränderliche Strömung, Verschmutzung, Strahlung, Kontaktwiderstand und andere Wärmeverlustpfade können dazu führen, dass ein experimentell ermittelter Koeffizient vom lokalen Wert abweicht. Bei Wärmetauschern wird eventuell ein Wärmedurchgangskoeffizient benötigt, der beidseitige Konvektion, Wandleitung und Verschmutzungswiderstände zusammenfasst. Nutze den Rechner für schnelle Konvektionsabschätzungen, Laborauswertungen, Kühlungsprüfungen, Wärmetauscher-Vorauswahl und den Vergleich gemessener Betriebspunkte. Verwende Watt und Quadratmeter und wähle eine Temperaturdifferenz, die den relevanten thermischen Antrieb des Modells beschreibt. Komplexe Wärmetauscher benötigen unter Umständen eine logarithmische mittlere Temperaturdifferenz statt einer einzelnen Oberflächen-Fluid-Differenz.

Beispiele für Koeffizienten

Dieselbe Beziehung gilt für unterschiedliche Flächengrößen und Fluide.

EingabenKoeffizientSzenario
1,000 W, 2 m², 80°C und 30°C10 W/m²·KMäßige Luftkonvektion
7,500 W, 1.5 m², 65°C und 25°C125 W/m²·KFlüssigkeitskühlung
240 W, 0.4 m², 50°C und 20°C20 W/m²·KErzwungene Luftströmung über ein Bauteil

So berechnest du den Koeffizienten

  1. Gib die gemessene oder erforderliche Wärmeleistung in Watt ein.
  2. Gib die aktive Wärmeübertragungsfläche in Quadratmetern ein.
  3. Gib repräsentative Oberflächen- und Fluidtemperaturen ein.
  4. Wähle Koeffizienten berechnen, um h und die Wärmestromdichte zu erhalten.

Häufig gestellte Fragen

Was ist ein Wärmeübergangskoeffizient?

Er beschreibt die Wärmeleistung je Fläche und Temperaturdifferenz an einer Grenze. Er fasst den Einfluss des Fluids, seiner Bewegung und der Oberflächengeometrie zusammen.

Ist der Koeffizient eine Materialeigenschaft?

Nein. Anders als die Wärmeleitfähigkeit ändert er sich mit Strömungsgeschwindigkeit, Geometrie, Ausrichtung, Fluidzustand und Betriebsbedingungen.

Kann ich Celsius-Temperaturen verwenden?

Ja, denn die Gleichung nutzt eine Temperaturdifferenz. Diese hat in Celsius und Kelvin denselben Zahlenwert.

Warum verwendet der Rechner den Betrag der Differenz?

Der Koeffizient wird normalerweise positiv angegeben. Die relativen Temperaturen zeigen, ob Wärme von der Oberfläche zum Fluid oder umgekehrt fließt.

Ist das dasselbe wie ein Wärmedurchgangskoeffizient?

Nicht unbedingt. Ein Wärmedurchgangskoeffizient kann beide konvektiven Grenzschichten, Wandleitung, Verschmutzung und weitere Widerstände einer gesamten Baugruppe umfassen.