Rechner für die gespeicherte Spulenenergie

Berechnen Sie die in einer Spule gespeicherte magnetische Energie aus Induktivität und Strom.

Spulenenergie-Rechner
Berechnen Sie die gespeicherte Energie mit E = 1/2 L I zum Quadrat.

Über die in einer Spule gespeicherte Energie

Eine Spule speichert Energie in dem Magnetfeld, das der Strom durch ihre Wicklung erzeugt. Die gespeicherte Energie beträgt E = 1/2 L I zum Quadrat. Dabei wird E in Joule gemessen, L ist die Induktivität in Henry und I der Strom in Ampere. Der Faktor ein Halb beschreibt den Aufbau des Magnetfelds, während der Strom von null auf seinen Endwert steigt. Diese einfache Beziehung ist grundlegend für Leistungselektronik, Elektromagnetismus und Schaltungsentwurf. Der Strom wirkt sich quadratisch auf die Energie aus. Eine Verdopplung des Stroms vervierfacht die gespeicherte Energie, während eine Verdopplung der Induktivität die Energie nur verdoppelt. Dieser Unterschied ist bei der Prüfung von Spitzenströmen in Schaltwandlern, Motorwicklungen, Relais und gepulsten Elektromagneten wichtig. Selbst eine kleine Spule kann bei hohem Strom beträchtliche Energie speichern. Umgekehrt kann eine große Induktivität bei sehr kleinem Strom nur wenig Energie enthalten. In einem Abwärts- oder Aufwärtswandler nimmt die Spule wiederholt Energie aus einer Quelle auf und gibt sie an eine Last ab. Entwickler berechnen die maximale gespeicherte Energie, um eine passende Kerngröße und einen geeigneten Sättigungsstrom zu wählen. Sättigt der Kern, sinkt die wirksame Induktivität und der Strom kann rasch ansteigen. Die berechnete Energie hilft auch bei der Abschätzung von Anforderungen an Snubber-Schaltungen, Schalterbelastungen und den Folgen einer plötzlichen Stromunterbrechung. Da eine Spule abrupten Stromänderungen entgegenwirkt, kann beim Öffnen des Stromkreises eine hohe Spannung entstehen, wenn kein kontrollierter Entladepfad vorhanden ist. Dieser Rechner setzt eine ideale Spule voraus, deren Induktivität beim eingegebenen Strom konstant bleibt. Reale Bauteile verlieren Energie durch Wicklungswiderstand, Kernhysterese und Wirbelströme. Ihre Induktivität kann sich mit Strom, Temperatur und Frequenz ändern. Verwenden Sie zur Prüfung der maximalen Energie in einer getakteten Schaltung den Spitzenstrom statt des Mittelwerts und beachten Sie bei Kernsättigung die Induktivitäts-Strom-Kennlinie des Herstellers. Das Ergebnis ist die magnetische Energie zu einem Zeitpunkt, nicht die Leistung. Leistung beschreibt die Geschwindigkeit des Energietransports und benötigt ein Zeitintervall oder eine Schaltfrequenz. Innerhalb dieser Grenzen liefert die Formel eine klare und zuverlässige erste Abschätzung für Labor, Lehre und technische Berechnungen.

Beispiele

EingabenGespeicherte Energie
0.01 H und 2 A0.02 J
0.5 H und 3 A2.25 J
0.001 H und 10 A0.05 J

So verwenden Sie diesen Rechner

  1. Geben Sie die Induktivität in Henry ein.
  2. Geben Sie den Momentan- oder Spitzenstrom in Ampere ein.
  3. Wählen Sie Berechnen, um die magnetische Energie in Joule zu erhalten.
  4. Vergleichen Sie das Ergebnis mit den Energie- und Sättigungsgrenzwerten des Bauteils.

Häufig gestellte Fragen

Welche Formel berechnet die Spulenenergie?

Die ideale Formel lautet E = 1/2 L I zum Quadrat. Mit der Induktivität in Henry und dem Strom in Ampere ergibt sich die Energie in Joule.

Warum wird der Strom in der Formel quadriert?

Die induzierte Spannung ändert sich beim Stromaufbau. Integriert man die Leistung über diesen Aufbau, entsteht eine quadratische Abhängigkeit vom Strom. Doppelter Strom speichert daher die vierfache Energie.

Wo wird die Energie physikalisch gespeichert?

Die Energie befindet sich im Magnetfeld innerhalb und um die Spule. Ein magnetischer Kern bündelt dieses Feld und kann die Induktivität erhöhen.

Speichert eine Spule Energie für immer?

Ein idealer geschlossener supraleitender Stromkreis könnte den Strom aufrechterhalten. Praktische Spulen haben jedoch Widerstand und andere Verluste. Ihre Energie wird schließlich zu Wärme oder an andere Teile der Schaltung abgegeben.

Sollte ich Effektivwert, Mittelwert oder Spitzenstrom verwenden?

Verwenden Sie den Momentanstrom für die Energie zu einem bestimmten Zeitpunkt und den Spitzenstrom für die maximal gespeicherte Energie. Der Effektivstrom ist vor allem für Erwärmungsberechnungen nützlich, nicht für die maximale magnetische Energie.