Schenkelfeder-Rechner

Berechne Drehmoment und gespeicherte Energie einer Schenkelfeder aus Federrate und Verdrehwinkel.

Verhalten der Schenkelfeder
Nutzt die lineare Beziehung M = kθ bei bekannter Federrate in N·mm pro Grad.

Über Schenkelfedern

Eine schraubenförmige Schenkelfeder speichert Energie, wenn sich ihre Enden gegeneinander verdrehen. Obwohl der Draht gewickelt ist, wird er überwiegend auf Biegung und nicht auf reine Werkstofftorsion beansprucht. Die Feder erzeugt ein Moment, das der Winkelverformung entgegenwirkt. Im elastischen Bereich lässt sich diese Reaktion meist linear annähern: M = kθ. Dabei ist M das Drehmoment, k die Winkelfederrate und θ die Verdrehung gegenüber der unbelasteten oder eingebauten Referenzlage. Dieser Rechner verwendet die Federrate in Newtonmillimetern pro Grad und den Winkel in Grad. Das Produkt ergibt das Drehmoment in Newtonmillimetern. Die gespeicherte elastische Energie entspricht der Fläche unter der linearen Drehmoment-Winkel-Kurve, also dem halben Produkt aus Endmoment und Winkelweg. Für die Energie in Joule rechnet der Rechner Newtonmillimeter in Newtonmeter und Grad in Radiant um, bevor er U = Mθ/2 anwendet. Diese Umrechnung ist unverzichtbar: Direktes Multiplizieren gradbezogener Werte liefert keine Joule. Eine Katalogfederrate basiert üblicherweise auf Drahtdurchmesser, mittlerem Windungsdurchmesser, aktiver Windungszahl, Elastizitätsmodul und einem Korrekturfaktor. Fertigungstoleranzen, Wickelrichtung, Schenkelgeometrie, Freiraum des Federkörpers und Reibung am Dorn können das gemessene Verhalten verändern. Die Rate setzt zudem einen Arbeitsbereich voraus, in dem der Werkstoff elastisch bleibt und Windungen oder Schenkel nicht kollidieren. Nutze verfügbare Prüfdaten des Lieferanten, besonders bei wiederholter Belastung oder sicherheitskritischen Baugruppen. Der Verdrehwinkel muss von dem Zustand aus gemessen werden, auf den sich das angegebene Drehmoment bezieht. Eine Feder kann vorgespannt eingebaut sein; null Mechanismuswinkel bedeutet daher nicht zwingend null Federdrehmoment. Ist das Vorspannmoment bekannt, ergibt sich das Gesamtmoment aus Vorspannung plus k mal zusätzlichem Verdrehwinkel. Dieser einfache Rechner zeigt das inkrementelle lineare Moment aus der eingegebenen Verdrehung. Berücksichtige Vorspannung bei der Federauswahl oder beim Ausgleich eines Mechanismus separat. Schenkelfedern kommen in Scharnieren, Klammern, Riegeln, Ausgleichseinrichtungen, Fahrzeugteilen und Rückstellmechanismen vor. Positive und negative Winkel hängen von Wickelrichtung und Blickrichtung ab. Der angezeigte Wert folgt dem Vorzeichen des Eingabewinkels; die Energie ist besonders für eine Belastung in der vorgesehenen Richtung aussagekräftig. Prüfe maximal empfohlenen Verdrehwinkel, Spannung und Lastspielgrenzen anhand von Konstruktionsnormen oder Herstellerangaben. Das Ergebnis hilft beim Ratenvergleich, beim Abgleich von Prüfdaten sowie bei der Moment- und Energieabschätzung, ersetzt aber keine Spannungs-, Ermüdungs- oder Stabilitätsanalyse.

Beispiele für Schenkelfedern

Diese Beispiele setzen eine lineare Feder ohne gesonderte Vorspannung voraus.

Federrate und VerdrehungDrehmomentGespeicherte Energie
2 N·mm/degree, 30°60 N·mmDie Feder speichert ungefähr 0.015708 J.
1.5 N·mm/degree, 90°135 N·mmDie Feder speichert ungefähr 0.106029 J.
4 N·mm/degree, 45°180 N·mmDie Feder speichert ungefähr 0.070686 J.

So berechnest du das Drehmoment einer Schenkelfeder

  1. Entnimm die Winkelfederrate der Zeichnung, dem Prüfbericht oder den Lieferantendaten.
  2. Gib die Federrate in Newtonmillimetern pro Grad ein.
  3. Gib die Verdrehung gegenüber der zur Federrate angegebenen Referenzlage ein.
  4. Wähle Federdrehmoment berechnen, um Endmoment und elastische Energie anzuzeigen.

Häufige Fragen zu Schenkelfedern

Was ist die Federrate einer Schenkelfeder?

Die Winkelfederrate beschreibt die Änderung des Widerstandsmoments pro Winkeleinheit. Sie kann pro Grad oder pro Radiant angegeben sein; prüfe die Einheit vor der Berechnung.

Wie wird die gespeicherte Energie berechnet?

Bei einer linearen Feder ohne Vorspannung ist sie das halbe Produkt aus Endmoment und Winkelweg in Radiant. Der Rechner wandelt das Moment vor der Ausgabe in Joule in N·m um.

Ist eine Vorspannung enthalten?

Nein. Berechnet wird das inkrementelle Drehmoment aus dem eingegebenen Verdrehwinkel. Ein bekanntes Vorspannmoment muss zum angezeigten Ergebnis addiert werden.

Warum kann das gemessene Drehmoment abweichen?

Reibung, Toleranzen, Schenkelbiegung, Windungskontakt, Temperatur und Werkstoffstreuung beeinflussen die reale Reaktion. Für die endgültige Auslegung sind Lieferantendaten oder praktische Versuche vorzuziehen.

Darf eine Schenkelfeder in beide Richtungen verdreht werden?

Normalerweise sollte sie in der Richtung belastet werden, die ihre Windungen enger zieht. Die Gegenrichtung kann den Körperdurchmesser vergrößern und Stabilität oder Lebensdauer verringern.