LED-Vorwiderstandsrechner

Berechnen Sie Vorwiderstand, Spannungsabfall und Nennleistung für eine LED oder eine LED-Reihenschaltung.

Strombegrenzender LED-Vorwiderstand
Geben Sie Versorgungsspannung, Durchlassspannung einer LED, Sollstrom und Anzahl der LEDs in Reihe ein.

Über strombegrenzende LED-Vorwiderstände

Eine LED benötigt eine Strombegrenzung, weil ihr Strom stark ansteigt, sobald der Übergang die Durchlassspannung erreicht. Der direkte Anschluss an eine niederohmige Spannungsquelle kann daher Überstrom, Überhitzung, Farbverschiebung, verkürzte Lebensdauer oder sofortigen Ausfall verursachen. Ein Vorwiderstand ist die einfachste Begrenzungsmethode für Anzeige-LEDs und andere Kleinleistungsschaltungen, wenn Versorgungsschwankungen und Wirkungsgrad beherrschbar sind. Der Widerstand muss die nach den LEDs verbleibende Spannung aufnehmen. Ziehen Sie bei identischen LEDs in Reihe die Durchlassspannung jeder LED von der Versorgung ab und teilen Sie die Restspannung durch den gewünschten Strom in Ampere. Der Rechner verwendet R = (Vs − nVf) / I. Außerdem berechnet er die Verlustleistung als Spannungsabfall am Widerstand mal Strom. Die angezeigte Auslegungsleistung ist doppelt so hoch wie diese Verlustleistung. Das entspricht einem praktischen Lastziel von 50% und schafft Spielraum für Temperatur und Toleranzen. Die Durchlassspannung ist nicht völlig konstant. Sie hängt von LED-Farbe, Halbleitermaterial, Strom, Sperrschichttemperatur, Fertigungstoleranz und Alterung ab. Verwenden Sie den Datenblattwert beim vorgesehenen Strom und prüfen Sie typische sowie ungünstigste Werte. Eine niedrigere Durchlassspannung erhöht den Widerstandsstrom. Die kleinste plausible Vf ist deshalb oft entscheidend für Maximalstrom und Erwärmung. Rechnen Sie ebenso mit der höchsten erwarteten Versorgungsspannung, nicht nur mit dem Nennwert. LEDs in einem Reihenstrang führen denselben Strom. Ihre Durchlassspannungen addieren sich, und ein Widerstand genügt. Parallele Zweige sollten normalerweise keinen gemeinsamen Widerstand nutzen, da schon kleine Unterschiede der Durchlassspannung zu ungleichen Strömen führen können. Geben Sie jedem parallelen Strang einen eigenen Widerstand. Die Quelle muss die Summe der Durchlassspannungen mit ausreichender Regelreserve übersteigen. Bei sehr kleiner Reserve können normale Spannungsschwankungen starke Helligkeitsänderungen bewirken. Wenn der Schutz der LED Vorrang hat, wählen Sie den nächsthöheren Normwiderstand über dem berechneten Mindestwert. Ein etwas größerer Widerstand senkt den Strom. Wählen Sie mindestens die empfohlene Nennleistung und berücksichtigen Sie Gehäusetemperatur, Belüftung, Leiterplattenerwärmung und Leistungsreduzierung des Widerstands. Für Hochleistungs-LEDs, Batterieleuchten, weite Versorgungsspannungsbereiche oder präzise Helligkeit eignet sich ein Konstantstromtreiber besser. Dieser Rechner dient vor allem der schnellen, nachvollziehbaren Auslegung einfacher LED-Schaltungen mit kleinen Strömen.

Beispiele für LED-Vorwiderstände

Jedes Ergebnis nutzt die gesamte Durchlassspannung aller LEDs im Reihenstrang.

SchaltungBenötigter WiderstandEinordnung
12 V Versorgung, eine 2 V LED, 20 mA500 Ω, 0.2 WEin Widerstand mit mindestens 0.4 W Nennleistung bietet eine zweifache Auslegungsreserve.
9 V Versorgung, zwei 3 V LEDs, 15 mA200 Ω, 0.045 WAn den beiden LEDs fallen 6 V ab, am Widerstand die übrigen 3 V.
5 V Versorgung, eine 3.2 V LED, 10 mA180 Ω, 0.018 WEin üblicher Viertelwattwiderstand bietet reichlich Leistungsreserve.

So wählen Sie einen LED-Vorwiderstand

  1. Geben Sie die höchste im Betrieb erwartete Versorgungsspannung ein.
  2. Geben Sie die Durchlassspannung einer LED beim gewünschten Betriebsstrom ein.
  3. Geben Sie den Sollstrom in Milliampere und die Anzahl identischer LEDs in Reihe ein.
  4. Wählen Sie Widerstand berechnen und anschließend den nächsthöheren geeigneten Normwert mit mindestens der empfohlenen Nennleistung.

Häufige Fragen zu LED-Vorwiderständen

Warum braucht eine LED einen Widerstand?

Sobald sie leitet, ändert sich ihr Strom stark mit der Spannung. Ein Vorwiderstand macht aus der überschüssigen Versorgungsspannung einen vorhersehbaren Strom und schützt den Übergang.

Welche Durchlassspannung soll ich verwenden?

Nutzen Sie den Datenblattwert bei Sollstrom und Betriebstemperatur. Prüfen Sie den höchsten Strom mit minimaler Durchlassspannung und maximaler Versorgungsspannung.

Können mehrere LEDs einen Widerstand teilen?

LEDs im selben Reihenpfad können ihn teilen, da sie denselben Strom führen. Getrennte parallele Zweige sollten jeweils einen eigenen Vorwiderstand erhalten.

Warum wird die doppelte berechnete Leistung empfohlen?

Betrieb unterhalb der Nennleistung senkt die Temperatur und lässt Spielraum für Versorgungs- und Bauteiltoleranzen. In heißen oder geschlossenen Baugruppen kann weiteres Derating nötig sein.

Soll ich den Widerstand auf- oder abrunden?

Aufrunden auf den nächsten Normwert senkt den Strom und ist meist sicherer für die LED. Abrunden erhöht den Strom und sollte erst nach Prüfung der ungünstigsten Grenzfälle erfolgen.