Rechner für ideale Transformatoren

Sekundärspannung oder Sekundärstrom aus Primärwerten und Windungszahlen berechnen.

Verhältnisse am idealen Transformator berechnen
Wählen Sie Spannung oder Strom und geben Sie den Primärwert sowie beide Windungszahlen ein.

Über ideale Transformatoren

Ein idealer Transformator überträgt Wechselstromleistung durch ein veränderliches Magnetfeld zwischen zwei Wicklungen. Die Primärwicklung nimmt die Quellenspannung auf, die Sekundärwicklung gibt eine umgewandelte Spannung an die Last ab. Im idealen Modell werden Wicklungswiderstand, magnetische Streuung, Kernverluste und Magnetisierungsstrom vernachlässigt. Dadurch werden die Beziehungen zwischen Spannung, Strom und Windungszahlen besonders deutlich. Die Spannung folgt dem Windungsverhältnis. Sekundärspannung geteilt durch Primärspannung entspricht Sekundärwindungszahl geteilt durch Primärwindungszahl. Eine Sekundärwicklung mit weniger Windungen liefert eine niedrigere Spannung; der Transformator setzt die Spannung herab. Mit mehr Sekundärwindungen wird die Spannung heraufgesetzt. Der Rechner definiert das angezeigte Windungsverhältnis als Sekundärwindungen geteilt durch Primärwindungen. Die Sekundärspannung ist somit die Primärspannung multipliziert mit diesem Verhältnis. Der Strom ändert sich umgekehrt. Da beim idealen Transformator die Scheinleistung erhalten bleibt, ist das Produkt aus Primärspannung und Primärstrom gleich dem Produkt aus Sekundärspannung und Sekundärstrom. Der Sekundärstrom entspricht daher dem Primärstrom mal Primärwindungszahl geteilt durch Sekundärwindungszahl. Beim Herabsetzen der Spannung steigt der verfügbare Strom, beim Heraufsetzen sinkt er. Getrennte Spannungs- und Strommodi verdeutlichen diesen umgekehrten Zusammenhang. Windungszahlen zählen die Wicklungsschleifen und sind keine Längeneinheit. Nur ihr Verhältnis bestimmt die ideale Transformation. Daher ergeben 100 Primärwindungen und 20 Sekundärwindungen dasselbe Verhältnis wie 1,000 und 200. Reale Konstruktionen benötigen dennoch ausreichend Windungen für den gewählten Kernquerschnitt, die Frequenz und die Flussdichte. Zu wenige Windungen können den Kern sättigen und übermäßigen Strom verursachen, selbst wenn das Verhältnis korrekt erscheint. Reale Transformatoren weichen stets vom idealen Modell ab. Kupferwiderstand verursacht Wicklungsverluste und Spannungsabfall, Hysterese und Wirbelströme im Kern erzeugen Wärme, Streuinduktivität beeinflusst die Spannungsregelung, und zum Aufbau des Flusses ist ein Leerlauf-Magnetisierungsstrom nötig. Viele Leistungstransformatoren haben einen hohen Wirkungsgrad, aber niemals genau 100 Prozent. Bei der praktischen Auswahl sind Nennspannung, Frequenz, Isolierung, Erwärmung, Spannungsregelung und Lastleistung zu berücksichtigen. Nutzen Sie den Rechner für Verhältnisanalysen, Lernaufgaben, schnelle Wicklungsvergleiche und erste Schaltungsabschätzungen. Er bestimmt weder Drahtstärke noch Kerngröße, Flussdichte, Wirkungsgrad oder sichere Nennleistung. Arbeiten an Netz- oder Hochspannung erfordern geeignete galvanische Trennung, Überstromschutz, zugelassene Bauteile und eine fachkundige Entwurfsprüfung. Der Zahlenzusammenhang ist einfach, der Transformatorbau und die elektrische Sicherheit sind es nicht.

Beispiele für ideale Transformatoren

Die Beispiele zeigen das Herab- und Heraufsetzen der Spannung sowie die umgekehrte Stromänderung.

EingabenErgebnisEinordnung
120 V, 1000 Primärwindungen, 100 Sekundärwindungen12 V sekundärEin Windungsverhältnis von 0.1 verringert die Spannung auf ein Zehntel.
12 V, 100 Primärwindungen, 1000 Sekundärwindungen120 V sekundärEin Windungsverhältnis von 10 erhöht die Spannung.
2 A, 100 Primärwindungen, 500 Sekundärwindungen0.4 A sekundärDer Strom sinkt entsprechend dem Kehrwert des Windungsverhältnisses von fünf zu eins.

So verwenden Sie den Transformatorrechner

  1. Wählen Sie Sekundärspannung oder Sekundärstrom als Berechnungsart.
  2. Geben Sie die entsprechende Primärspannung oder den Primärstrom ein.
  3. Geben Sie positive Windungszahlen für Primär- und Sekundärwicklung ein.
  4. Wählen Sie Transformator berechnen, um Sekundärwert und Windungsverhältnis anzuzeigen.

Häufige Fragen zum idealen Transformator

Was ist das Windungsverhältnis eines Transformators?

Dieser Rechner definiert es als Sekundärwindungszahl geteilt durch Primärwindungszahl. Beim idealen Transformator entspricht es auch der Sekundärspannung geteilt durch die Primärspannung.

Warum ist das Stromverhältnis umgekehrt?

Ein idealer Transformator erhält die Scheinleistung zwischen Eingang und Ausgang. Eine höhere Spannung verringert daher den Strom im umgekehrten Verhältnis, eine niedrigere Spannung erhöht ihn.

Funktioniert ein Transformator mit Gleichstrom?

Ein herkömmlicher Transformator benötigt einen veränderlichen magnetischen Fluss und damit eine Wechsel- oder Schaltwellenform. Konstanter Gleichstrom induziert nicht dauerhaft eine Sekundärspannung und kann eine Wicklung überhitzen.

Entsprechen reale Ausgangswerte genau diesem Ergebnis?

Nein. Wicklungswiderstand, Streuung, Magnetisierungsstrom und Kernverluste verändern die tatsächlichen Spannungs- und Stromwerte. Das ideale Ergebnis ist eine hilfreiche Grundlage, aber keine vollständige Leistungsprognose.

Kann der Rechner die Nennleistung bestimmen?

Nein. Die Nennleistung hängt auch von Kerngröße, Drahtstärke, Erwärmung, Frequenz, Isolierung und Kühlung ab. Verwenden Sie für sichere Hardware Herstellerdaten oder eine vollständige elektromagnetische Auslegung.