Hochpassfilter-Rechner

Berechnen Sie Grenzfrequenz, Spannungsverstärkung, Dezibelgang und Phase von RC- und RL-Hochpässen bei jeder positiven Eingangsfrequenz.

Hochpass-Frequenzgang berechnen
Wählen Sie eine RC- oder RL-Schaltung, geben Sie die Bauteilwerte und die zu untersuchende Frequenz ein.

Über Hochpassfilter

Ein Hochpass lässt schnell veränderliche Signale passieren und schwächt niederfrequente Anteile sowie Gleichspannung ab. Er entfernt Sensordrift, sperrt Gleichspannung zwischen Verstärkerstufen, reduziert Rumpeln, formt Audiosignale und trennt Frequenzbänder in Kommunikationssystemen. Dieser Rechner modelliert passive RC- und RL-Netzwerke erster Ordnung. Er liefert Grenzfrequenz und ideale Sinusantwort bei einer gewählten Eingangsfrequenz, sodass sich Bauteilwahl und Frequenzverhalten leicht vergleichen lassen. Ein RC-Hochpass enthält meist einen Kondensator in Reihe zum Signal und einen Widerstand vom Ausgang zum Bezugsknoten. Seine Grenzfrequenz ist eins geteilt durch zwei Pi mal Widerstand mal Kapazität. Beim RL-Hochpass kann der Ausgang einer Widerstand-Spulen-Reihenschaltung an der Spule abgegriffen werden; die Grenzfrequenz ist Widerstand geteilt durch zwei Pi mal Induktivität. Der Rechner wandelt Mikrofarad und Millihenry vor Anwendung dieser Beziehungen in SI-Basiseinheiten um. Der Frequenzgang hängt vom Verhältnis aus Eingangs- und Grenzfrequenz ab. Die ideale Spannungsverstärkung ist dieses Verhältnis geteilt durch die Quadratwurzel aus eins plus seinem Quadrat. An der Grenzfrequenz beträgt sie etwa 0.707 beziehungsweise minus 3.01 Dezibel. Weit darunter nähert sie sich null, und tiefe Frequenzen werden stark gedämpft. Weit darüber nähert sie sich eins, sodass der Ausgang dem Eingang weitgehend folgt. Die Verstärkung in Dezibel ist das Zwanzigfache des Zehnerlogarithmus der Spannungsverstärkung. Bei dieser idealen Hochpass-Übertragung eilt der Ausgang dem Eingang in der Phase voraus. Weit unterhalb der Grenzfrequenz nähert sich die Phase neunzig Grad, an der Grenze beträgt sie fünfundvierzig Grad und bei hohen Frequenzen nähert sie sich null. Tatsächliche Polarität und gemessene Phase hängen auch vom Ausgangsabgriff und der Verschaltung ab. Quellen- und Lastimpedanzen verändern die wirksamen Bauteilwerte und müssen berücksichtigt werden, wenn sie nicht vernachlässigbar sind. Reale Kondensatoren besitzen Toleranz, Leckstrom, äquivalenten Serienwiderstand und parasitäre Induktivität. Reale Spulen besitzen Wicklungswiderstand, Kernverluste, parasitäre Kapazität und eine Eigenresonanzfrequenz. Dadurch kann das einfache Modell an den Frequenzgrenzen ungenau werden. Nutzen Sie das Ergebnis zur Vorauswahl und berücksichtigen Sie anschließend Quellen- und Lastimpedanzen, Bauteiltoleranzen und Betriebsgrenzen in einer vollständigen Analyse. Prüfen Sie wichtige Entwürfe mit Simulation und Labormessung, besonders in Hochfrequenztechnik, Präzisionsmesstechnik und sicherheitskritischen Anwendungen.

Beispiele für Hochpassfilter

Bauteile und FrequenzIdeale AntwortAnwendung
RC: 1592 Ω, 1 µF, Eingang 1 kHzfc 99.97 Hz, Verstärkung 1.00Gleichspannungssperre für Audio.
RL: 1000 Ω, 31.8 mH, Eingang 10 kHzfc 5004.87 Hz, Verstärkung 0.89Hochfrequenz-Abschätzung.
RC: 15915 Ω, 1 µF, Eingang 500 Hzfc 10.00 Hz, Verstärkung 1.00Entfernung von Sensordrift.

So berechnen Sie einen Hochpass

  1. Wählen Sie die zum Stromkreis passende RC- oder RL-Hochpassschaltung.
  2. Geben Sie Widerstand und angezeigte Kapazität oder Induktivität ein.
  3. Geben Sie die zu untersuchende sinusförmige Eingangsfrequenz ein.
  4. Wählen Sie Filterantwort berechnen und vergleichen Sie Verstärkung, Dezibel und Phase mit der Grenzfrequenz.

Häufige Fragen zu Hochpassfiltern

Was passiert an der Grenzfrequenz?

Die ideale Spannungsverstärkung erster Ordnung beträgt etwa 0.707. Das entspricht minus 3.01 Dezibel und einem Phasenvorlauf von fünfundvierzig Grad.

Entfernt ein Hochpass Gleichspannung vollständig?

Ein idealer Serienkondensator sperrt konstante Gleichspannung nach dem Ladevorgang. Leckströme, Vorspannungspfade und die umgebende Schaltung bestimmen die tatsächliche Restantwort.

Warum weicht meine gemessene Grenzfrequenz ab?

Bauteiltoleranzen und Quellen- oder Lastimpedanzen ändern die wirksame Zeitkonstante. Parasitäre Effekte und Messbelastung können die beobachtete Antwort ebenfalls verschieben.

Kann ich Hochpassstufen kaskadieren?

Ja. Kaskadierung ergibt eine höhere Ordnung mit steilerer Dämpfung tiefer Frequenzen. Ohne Puffer beeinflussen sich die Impedanzen, sodass die gemeinsame Grenzfrequenz vollständig analysiert werden muss.

Gilt der RL-Modus oberhalb der Eigenresonanz?

Nein. Oberhalb ihrer Eigenresonanz verhält sich eine Spule nicht mehr wie eine einfache Induktivität. Verwenden Sie dort das Impedanzmodell des Herstellers oder Messdaten.