Totraum-Rechner
Berechnen Sie physiologischen Totraum und Totraumanteil mit der Bohr-Gleichung sowie einen gewichtsbezogenen anatomischen Schätzwert.
Über den Totraum-Rechner
Totraum-Beispiele
| Eingaben | Ergebnis | Einordnung |
|---|---|---|
| VT 500, PaCO2 40, PECO2 28 | 150 mL; 30% | Ein häufiges Lehrbeispiel zur Bohr-Gleichung. |
| VT 600, PaCO2 45, PECO2 27 | 240 mL; 40% | Eine größere CO2-Differenz ergibt einen höheren unwirksamen Anteil. |
| VT 450, PaCO2 40, PECO2 32 | 90 mL; 20% | Näher beieinanderliegende arterielle und exspiratorische Werte ergeben einen kleineren Anteil. |
So verwenden Sie den Totraum-Rechner
- Geben Sie das Volumen eines Atemzugs ein.
- Geben Sie arteriellen und gemischt-exspiratorischen CO2-Partialdruck in gleichen Einheiten ein.
- Geben Sie das Körpergewicht für den anatomischen Referenzwert ein.
- Berechnen Sie das Ergebnis und beurteilen Sie Volumen und Totraumanteil gemeinsam.
Häufige Fragen zum Totraum-Rechner
Was ist die Bohr-Gleichung?
Sie schätzt den Anteil des Atemzugvolumens ohne Kohlendioxidaustausch. Dazu vergleicht sie arterielles CO2 mit der CO2-Konzentration des gemischt ausgeatmeten Gases.
Kann endtidales CO2 gemischt-exspiratorisches CO2 ersetzen?
Nicht zuverlässig. Endtidales Gas stammt vom Ende der Ausatmung, während gemischt-exspiratorisches CO2 den gesamten ausgeatmeten Atemzug mittelt.
Was ist anatomischer Totraum?
Das Volumen der leitenden Atemwege, die Gas transportieren, aber keine gasaustauschenden Alveolen enthalten. Der angezeigte gewichtsbezogene Wert ist nur eine grobe Orientierung.
Warum kann der physiologische Totraum zunehmen?
Er nimmt zu, wenn Luft Bereiche mit geringer wirksamer Durchblutung erreicht. Lungengefäßerkrankungen, Emphysem, niedriges Herzzeitvolumen und Beatmungsfaktoren können dazu beitragen.
Legt dieser Rechner die Beatmungstherapie fest?
Nein. Beatmungsentscheidungen erfordern direkte klinische Beurteilung, zuverlässige Messungen, Blutgase, Atemmechanik und die Berücksichtigung des gesamten Patientenzustands.